Project Christine: Razer bisher noch ohne OEM-Partner, aber weiterhin zuversichtlich
In den vergangenen Tagen führte das englischsprachige Magazin Polygon ein Interview mit Razers CEO Min-Liang Tan, darunter auch Fragen zu Project Christine. Demnach habe man noch keine OEM-Partner für die Finalisierung gefunden, wobei man sich auf Nachfrage von Maximumpc.com weiterhin zuversichtlich über die Zukunft des Projekts zeige.
Anfang dieses Jahres überraschte Razer mit Project Christine auf der Consumer Electronics Show. Dabei handelt es sich um ein komplett modulares PC-Konzept, bei denen die einzelnen Komponenten in kleine von Öl oder Wasser gekühlte Module verpackt werden und dann in das Grundgerüst eingesteckt werden können. Sollte man also beispielsweise eine neue Grafikkarte benötigen beziehungsweise haben wollen, müsste man lediglich das Modul kaufen und auswechseln oder eine baugleiche Grafikkarte hinzustecken. Die genaue Funktionsweise wurde allerdings etwas schwammig erläutert, da alles über das PCI-Express-Interface laufen soll, was an sich stark limitieren dürfte.
Logischerweise benötigt Razer für Project Christine OEM-Partner, welche die Fertigung der Module übernehmen. In der Produktionskette muss alles abgedeckt werden, angefangen bei AMD, Intel und Nvidia für die Chiplieferungen bis hin zu Herstellern für die Gehäuse. Wie sich Razer-CEO Min-Liang Tan kürzlich gegenüber Polygon äußerte, habe man bisher noch keine Partner für die Produktion gefunden. Das Konzept an sich sei schon fertig, mit OEM-Herstellern fehle lediglich "das letzte Puzzleteil".
Auf die Nachfrage hin, warum man Project Christine nicht einfach alleine herstelle, gab Tan an, dass es dann zu einem "eingemauerten Garten" verkommen würde. Für eine weite Verbreitung müsse das Konzept so offen wie möglich gestaltet werden, allerdings würden sich die OEM-Hersteller nur für kurzfristige Profite und nicht längerfristige Innovationen einsetzen. Das Interview nahm derweil Maximumpc.com zum Anlass, nochmal über die Zukunft zu Project Christine bei Razer nachzuhaken. Demnach sieht der CEO weiterhin eine Zukunft für das Konzept, an dem auch weiterhin gearbeitet werde. Nicht umsonst handle es sich noch um ein "Project". Auf Nachfrage, welche OEM-Hersteller Razer bereits angesprochen habe, wollte man sich nicht äußern.
Quelle: Polygon, Maximumpc.com

Man will:
Ein komplett neues Hardwarekonzept fernab jeder Standards schaffen. Dessen Herstellung einen komplett neuen Kühlansatz erfordert. Und das Interconnects benötigt, deren Fähigkeiten an den Grenzen des bislang machbaren liegen. Ggf. will man diese quasi-Einzelanfertigungen sogar zu bezahlbaren Preisen herausbringen?
Man hat:
Einen Eingabegerätehersteller und ein Design
Es fehlt:
"nur noch das letzte Puzzlestück"
Und vielleicht noch so etwas wie "Realitätsbezug"? Oder "Chancen"?