Microsoft-Studie: Fertige Komplett-PCs von Markenherstellern laufen stabiler - Notebooks zuverlässiger als PCs
Microsoft hat eine umfangreiche Studie zum Absturzverhalten von Windows-Rechner herausgebracht. Demnach stürzen Komplett-Rechner bekannter Marken weniger ab, als Rechner, die selbst zusammengebaut wurden. Überraschenderweise laufen Notebooks stabiler, als PCs. Ebenfalls ausgewertet wurden Abstürze wegen übertakteten CPUs.
Wozu die Windows-Fehlerberichte gut sein können, zeigt nun eine Studie, die anhand jener di Zuverlässigkeit bestimmter Gerätegruppen auswertet. Demnach kommen Fertig-Rechner von bekannten Marken, insgesamt 20, deutlich besser weg, als Rechner von kleinen (Eigen-)Marken und Selbstbauten. Prozessor, Festplatte und Arbeitsspeicher würden dort weniger zu Abstürzen führen. Als Messwert dient die "total accumulated CPU time" (Tact). Sie zeigt an, wie lange ein Rechner fehlerfrei lief, bis zum ersten Absturz. Mit "White box" werden wiederum die Selbstbau-Rechner und unbekannten Fertigrechner bezeichnet.
Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls binnen dreißig Tagen, der durch die CPU verursacht wurde, liegt demnach bei Markenrechner bei 1:120, bei White-Box-Rechnern wiederum 1:93. Noch deutlich wird das Ergebnis beim Arbeitsspeicher. Hier liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1:2.700 bzw. 1:950. Ferner wurden PCs mit Notebooks verglichen. Die Überraschung: Notebooks weißen eine geringe Ausfall-Wahrscheinlichkeit auf.
Auch CPU-Hersteller wurden verglichen. Allerdings vermeidet Microsoft die Nennung von Namen, spricht aber von zwei Herstellern – was nur Intel und AMD sein können. Im Falle einer Übertaktung, die ab 5 Prozent gesteigerten Takt festgestellt wird, kommt es bei einem Hersteller 20.mal öfter zum Absturz, als beim anderen. Microsoft vermutet Benutzerverschulden, wie zu hohe Werte im BIOS. Notebooks kämen sehr gut weg, da automatische Übertaktungsfunktionen, wie Turbo-Boost zumeist nicht unterstützt werden. Je weiter eine Komponente am technisch Machbaren agiert, desto eher fällt sie aus. Mittelklasse-Systeme sind daher weniger fehleranfällig. Die Studie unterscheidet jedoch nicht zwischen Hardware- und Softwarefehler und berücksichtigt nur die jeweilige Komponente, nicht die Ursache.
Microsoft hat die (englischsprachige) Vorstellung der Ergebnisse als PDF veröffentlicht.

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Also bei meinen ganzen selbstbauten habe ich schon Jahre keinen Absturz mehr gesehen bzw. sind mir nicht gemeldet worden....von daher
Wenn viele PC Selbstbauer immer an der Taktschraube drehen müssen, was bei vielen OEM Herstellern schlicht nicht geht, wundern mich die Statistiken nicht. Den i7 920 Rechner habe ich jetzt schon einige Jahre. Übertakten? Wozu? Ob ich nun 45min oder 40min an einer 4h DVD rendere ist mir egal. Damit in den Konsolen Importe 140FPS statt 120FPS laufen? Meistens zwingt VSync eh zum FPS sparen. Als Geschlechtsteilmultiplikator? Hab ich nicht nötig. Also lasse ich die Pfoten weg davon, und somit überstand er >8 OEM PCs (überwiegend Laptops, so viel zur Statistik) (Gerechnet anhand vom mir, Freundes-, Bekannten, - Familienkreises die in diesem Zeitraum irgendwelche Krankheiten hatten bzw. zu Schrott gingen).
Selbst der etwas wild zusammen gewürfelten Core 2 Duo Office PC hatte noch nie Probleme oder andere Erscheinungen. In der Zeit hatte ich wenige Monate alte Notebooks die schon nach dem Support riefen. Bzw. ich mit zum Neuerwerb mitgeschleppt wurde weil nach 2 Jahren das Notebook defekt ging.
Allerdings kommt es auch stark auf dem Anwender an, ich hege und Pflege meine PCs. Wenn ich andere sehe, die schrotten alles. Da macht es kein Unterschied ob PC, Laptop, OEM, oder Eigenbau.
Viele Pseudo-Gamingrechnern aus kleinen Selbstbauschmieden kommen auch mit miserabler Infrastruktur, die teilweise bestimmt auch schlechter ist, als die von OEM-Rechnern - gerade auch Billignetzteile von Inter-Tech und LC-Power, 40€-Billigmainboards, Sparspeicher oder derartige Späße. Daher ist es durchaus plausibel, dass die Masse der non-OEM-Rechner schlechter abschneidet. Würde man nur die eigens zusammengebauten und die qualitätsreichen non-OEMs getrennt betrachten können, sähe das Ergebnis bestimmt ganz anders aus - dass das nicht ohne Weiteres möglich ist, liegt allerdings auf der Hand. (Softwaretechnisch ist eine Erfassung vom Netzteil unmöglich; wo liegt die Grenze zwischen gut und schlecht; ...)
Das kommt darauf an. Intel wird nun mal deutlich mehr verkauft als AMD und wahrscheinlich auch deutlich häufiger übertaktet betrieben daher würde es mich auch nicht überraschen wenn Intel 20x häufiger davon betroffen ist.
Aber meist liegt es eben an falscher Einstellung und hat nichts mit der CPU an sich zu tun.
Als ich meine CPU ausgetestet habe ist mein System auch 20x pro Stunde abgeschmiert. Ob das mit zählt?
Ich denke Abstürze durch OC kommen zwar bei Übertaktern sehr oft vor (u.a. auch bei mir
Was mich interessieren würde, und damit diese Statistik auch erklären würde: fallen Firmen PCs auch in die Kategorie "Fertig-PCs"? Eigentlich ja schon, die sind ja meist von Dell, HP und Co.
Und die laufen in der Regel recht stabil wegen dem "Nutzungsverhalten" und in der Regel wenig installierter Software und eingeschränkten Nutzerrechten etc.
Von daher wäre diese "Statistik" wenig verwunderlich ...