Gaming-PC kaufen: SSDs werden immer teurer - das steckt hinter dem Preisanstieg
Seit mehreren Wochen steigen die Preise von SSDs deutlich an, doch das könnte erst der Anfang sein. Für 2024 rechnen Marktanalysten mit Preissteigerungen von rund 50 Prozent. Was hinter den Preissteigerungen steckt und wo Sie noch PCs ohne Mehrkosten erhalten, erfahren Sie hier.
Möchten Sie 2024 einen Gaming-PC kaufen oder aufrüsten, dann sind Sie natürlich an fallenden Preisen interessiert. Mit einer derartigen Erwartungshaltung liegt man meistens auch richtig: Langfristig, also über mehrere Jahre gesehen, wurden SSDs bisher immer günstiger und besser - das dürfte grundsätzlich auch weiterhin gelten. Für kürzere Zeiträume muss man leider aber auch immer wieder mit teilweise deutlichen Preiserhöhungen rechnen. Nachdem sich die Preise für SSDs im Jahr 2023 für viele Modelle halbiert haben, läuft seit mehreren Wochen ein gegenläufiger Trend. Um das zu demonstrieren, haben wir beispielhaft die derzeit fünf beliebtesten SSDs im PCGH-Preisvergleich herausgepickt und die aktuellen Bestpreise vom 7. Januar 2024 mit denen verglichen, die noch am 1. Oktober 2023 aufgerufen wurden. Bei sämtlichen Modellen zeigt der Trend nach oben, die Preisanstiege belaufen sich auf 7 bis 28 Prozent, drei der fünf Modelle verteuerten sich um mehr als 20 Prozent:
- Kingston KC3000 2 TB: 100,91 Euro --> 128,90 Euro (+28 %)
- Samsung SSD 990 Pro 2 TB: 142,31 Euro --> 174,90 Euro (+23 %)
- Lexar NM790 4 TB: 194,00 Euro --> 217,00 Euro (+12 %)
- Samsung SSD 980 Pro 2 TB: 128,99 Euro --> 163,90 Euro (+27 %)
- Samsung SSD 990 Pro 4 TB: 299,90 Euro --> 319,90 Euro (+7 %)
Prognose: 2024 werden SSDs um 50 Prozent teurer
Das könnte allerdings nur der Anfang der Preisanstiege sein, wie PCGH am 30. Dezember berichtete: Unter der Überschrift "Schlechte Nachrichten für SSDs: Preise könnten 2024 enorm steigen" berichtete PCGH darüber, dass Marktanalysten für 2024 einen kurzfristigen Preisanstieg von rund 50 Prozent prognostizieren. Ursächlich dafür sei, dass die NAND-Produktion bei Herstellern wie Samsung und Micron derzeit nicht profitabel sei und es allein eine Preiserhöhung um 40 Prozent erfordere, damit die Produktionskosten nicht mehr die Verlöse aus dem Verkauf übersteigen. Soll ein angemessener Gewinn erwirtschaftet werden, sind 50 Prozent Preisanstieg demnach realistisch. Untermauert wird das Ganze durch eine Betrachtung der Preise am Spotmarkt, wo TLC-NAND mit 128 GB, 256 GB und 512 GB von Ende September bis Ende Dezember bereits um rund 22, 44 und 82 Prozent teurer geworden ist. SSD-Hersteller, die sich kurzfristig mit Chips eindecken müssen, zahlen also bereits jetzt teilweise saftige Aufpreise. Bis diese beim Endkunden ankommen, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Wie immer gilt natürlich: Eine Glaskugel hat niemand, korrekte Vorhersagen sind schwierig. Produktionsausfälle, Handelsbeschränkungen oder eine schwache Nachfrage und andere Gründe können Preise jederzeit nach oben oder unten beeinflussen.
PCGH-Ratgeber-PCs: Preise trotz teurer werdender SSDs günstig
Wer sich 2024 einen Gaming-PC kaufen möchte, muss nach aktuellem Stand also damit rechnen, dass ein größerer Teil des Budgets für die SSD aufgewendet werden muss. Bei den in Zusammenarbeit mit Dubaro angebotenen PCGH-Ratgeber-PCs ist es uns bisher gelungen, keine Preiserhöhungen aufgrund der SSD-Verteuerungen vorzunehmen. Möchten Sie sich trotz der steigenden Preise für die Speichermedien einen Gaming-Rechner ohne Aufpreis kaufen, dann haben Sie zumindest derzeit noch die Möglichkeit dazu. Dass die Preise dauerhaft niedrig bleiben, können wir aber leider auch nicht garantieren. Verteuern sich SSDs weiterhin, dann könnte auch bei den PCGH-Ratgeber-PCs eine Preiserhöhung erforderlich sein.
PCGH-Ratgeber-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Jeden PCGH-Ratgeber-PC können Sie vor der Bestellung im PC-Konfigurator von Dubaro umfangreich konfigurieren. Gefällt Ihnen also etwa ein bestimmtes Detail nicht, dann haben Sie in den meisten Fällen die Möglichkeit, eine PCGH-Ratgeber-PC-Konfiguration anzupassen, damit sie noch besser Ihren Vorstellungen entspricht. Sie können die PC-Konfigurationen daher zum Beispiel mit einer größeren oder zusätzlichen SSD ausstatten, um den für 2024 erwarteten Preisanstieg zuvorzukommen.
Günstig, aber nicht billig: PCGH-Ratgeber-PC 900 Edition mit R5 5600 + RTX 4060
Der Sechskerner Ryzen 5 5600 bietet für wenig Geld viel Leistung und verfügt über sechs Kerne mit bis zu 4,4 Ghz Boost-Takt. Damit erreicht er 55,6 % im PCGH-CPU-Index. In diesem PC steckt er zusammen mit 16 GiByte DDR4-3600-RAM (Kingston Fury Beast) im Gigabyte B550M DS3H. Als Grafiklösung haben wir uns für eine Geforce RTX 4060 entschieden, die im PCGH-Grafikkarten-Index mit 33,0 % für ihre Preisklasse gut abschneidet und dank 30,5 % im PCGH-Raytracing-Index auch für die modernsten Grafikeffekte ordentlich aufgestellt ist. Betriebssystem und Spiele landen bei diesem System auf einer Kingston NV2 mit 1 TB, die zum kleinen Preis immerhin Transferraten von bis zu 3.100 MB/s bietet und damit SATA-SSDs klar distanziert. Beim Netzteil haben wir uns für das 500 Watt starke Be quiet! Pure Power 11 entschieden, beim Gehäuse fiel die Wahl auf das Endorfy Ventum 200 Air mit Glasfenster. Was sonst noch in diesem von 900 auf 800 Euro reduzierten Gaming-PC steckt, können Sie direkt bei Dubaro einsehen. Als Gratiszugabe erhalten Sie aktuell übrigens die PCGH-Wärmeleitpaste Carbonite Ultra inkl. Gutschein für ein PCGH-Sonderheft.
Maximale Leistung: PCGH-Ratgeber-PC 4000 Edition mit Ryzen 9 7950X3D + Geforce RTX 4090
Der Ryzen 9 7950X3D schafft etwas, was es nicht oft gibt: Obwohl es sich um die aktuell schnellste Gaming-CPU handelt, erzielt sie die hohen Bildraten mit einer geringen Leistungsaufnahme, die Leistung pro Watt ist also ungewöhnlich hoch für eine High-End-CPU. Gekühlt wird der 16-Kerner im PCGH-Ratgeber-PC 4000 Edition von der Wasserkühlung Corsair Icue H150i Elite Capellix XT. Der Prozessor findet Platz auf dem Asrock X670E Pro RS, das einen PCI-Express-5.0-Slot mit 16 Lanes für zukünftige Grafikkarten bereitstellt - selbst das aktuelle Topmodell, die Geforce RTX 4090, die in diesem Gaming-PC verbaut ist, setzt noch auf PCI-Express 4.0. Beim Arbeitsspeicher setzen wir auf 64 GiByte Kingston Fury Beast mit dem Takt DDR5-6000. Dazu kommen eine 2 TB große WD Black SN850X mit bis zu 7.300 MB/s und eine Samsung 970 Evo Plus mit 1 TB Kapazität, die mit 3.500 MB/s für Daten gedacht ist. Als Energielieferant für alle Komponenten fungiert das vollmodulare, hocheffiziente und geräuscharme Be quiet! Straight Power 12. Beim Gehäuse handelt es sich um das NZXT H9 Flow mit Glasfenster. Der aufgrund der massiven Preissteigerung bei der RTX 4090 jetzt für 4.100 Euro angebotene PC kommt mit einer Spritze Wärmeleitpaste PCGH Carbonite Ultra und einem Gutschein für ein PCGH-Sonderheft.
