Gaming-PC kaufen und beim Netzteil sparen: Warum das eine schlechte Idee ist
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Eine neue Grafikkarte, ein schneller Prozessor und genügend RAM - das kostet Geld. Wenn man einen Gaming-PC kaufen oder aufrüsten möchte, erscheint es verlockend, beim Netzteil zu sparen. Warum man aber gerade bei dieser Komponente auf Qualität setzen sollte und warum in allen PCGH-Ratgeber-PCs nur hochwertige Markennetzteile verbaut werden, erläutern wir in diesem Artikel.
Das Netzteil spielt eine zentrale Rolle in jedem Rechner, da es die gesamte Hardware mit Strom versorgt und sicherstellt, dass alle Komponenten unter optimalen Bedingungen funktionieren. In einem Gaming-PC, der typischerweise überdurchschnittlich leistungsfähige Komponenten wie Hochleistungsprozessoren und dedizierte Grafikkarten enthält, die je nach Situation unterschiedlich stark ausgelastet werden, ist das Netzteil aber weitaus härter gefordert als in einem sparsamen Office-PC, der die meiste Zeit im Leerlauf betrieben wird. Gerade bei einem Spielerechner ist das Netzteil daher eine Komponente mit hoher Relevanz. Allerdings ist es auch sehr verlockend, einen Gaming-PC zu kaufen und beim Netzteil zu sparen: Es steigert nicht die Bildrate, sorgt weder für eine hübschere Optik noch besseren Klang und bei vielen Komplett-PCs bekommt man ohnehin keine Information, was für ein Modell überhaupt verbaut wird. Da reicht es schon, wenn viel Watt auf der Packung stehen und der Preis möglichst niedrig ist, oder? Leider nein!
Billignetzteile: lästig bis gefährlich
Es gibt eine Reihe von Nachteilen und Gefahren, die zu günstige Netzteile mit sich bringen. Hüten sollten Sie sich insbesondere vor Modellen von Noname-Herstellern, da es sich hierbei erfahrungsgemäß leider sogar um Ware handeln kann, welche Sicherheitsvorschriften verletzten und daher eigentlich gar nicht hierzulande verkauft werden dürften, aber dennoch in den Verkauf gelangen. Bei günstigen Modellen bekannter Netzteilmarken wie etwa Be Quiet, Corsair oder Seasonic und Komplett-PCs von seriösen Anbietern besteht diese Gefahr hingegen nicht. (Wir werden in einem Folgeartikel daher auch darlegen, wo man bei einem Netzteil ohne Risiko sparen kann.) Hier sind einige wichtige Gründe, warum man bei einem Gaming-PC nicht auf ein Billignetzteil setzen sollte:
- Unzureichende Leistungsabgabe: Billignetzteile sind oft nicht in der Lage, die angegebene Leistung tatsächlich zu liefern. Gaming-PCs erfordern eine stabile und zuverlässige Stromversorgung, speziell Grafikkarten und Prozessoren können hohe Anforderungen stellen. Wenn das Netzteil nicht genug Strom liefern kann, kann es zu Abstürzen, unerwarteten Neustarts oder sogar zu Systemausfällen kommen. Dazu kommt es dann etwa beim Spielen grafisch anspruchsvoller Titel oder bei der Nutzung von Overclocking-Optionen.
- Schlechte Energieeffizienz: Netzteile mit niedriger Qualität weisen oft eine schlechte Energieeffizienz auf. Effiziente Netzteile sind nicht nur besser für die Umwelt, sondern helfen auch dabei, die Stromrechnung niedrig zu halten. Hochwertige Netzteile verfügen oft über eine freiwillige Zertifizierung wie 80 Plus Gold, 80 Plus Platinum oder 80 Plus Titanium, was bedeutet, dass sie bei 50 % Auslastung über 90 % der aufgenommenen Energie in nutzbare elektrische Energie für die PC-Komponenten umwandeln. Billige Netzteile selten eine hohe Effizienz, was zu höherem Stromverbrauch und stärkerer Wärmeentwicklung führt.
- Lärm und Hitzeentwicklung: Billige Netzteile verwenden oft unterdimensionierte Kühlkonstruktionen und minderwertige Lüfter, die nicht nur lauter sind, sondern auch weniger effektiv bei der Wärmeabfuhr. Das ist besonders deshalb fatal, da kaputt gesparte Netzteile, wie bereits erläutert, meist auch eine geringere Effizienz aufweisen, also ohnehin mehr Abwärme erzeugen als ein hochwertiges Modell. Nicht nur das Netzteil wird wärmer, auch der Innenraum des PCs. Langfristig führt eine übermäßige Hitzeentwicklung zur schnelleren Alterung und dem Verschleiß von Komponenten.
- Geringere Lebensdauer und Zuverlässigkeit: Netzteile niedriger Qualität sind meist aus billigeren Materialien gefertigt und weisen eine schlechtere Verarbeitungsqualität auf. Dies führt zu einer kürzeren Lebensdauer des Netzteils und erhöht das Risiko von Ausfällen über die Zeit. Ein unerwarteter Ausfall des Netzteils kann nicht nur zu unbequemen Ausfallzeiten führen, sondern auch teure Reparaturen oder Ersatz notwendig machen.
- Fehlende Schutzmechanismen: Hochwertige Netzteile sind mit einer Reihe von Schutzschaltungen ausgestattet, wie Überlastschutz, Kurzschlussschutz, Überspannungsschutz und Unterspannungsschutz. Diese Mechanismen sind entscheidend, um die Sicherheit der Hardwarekomponenten zu gewährleisten. Billige Netzteile bieten diese Schutzmaßnahmen oft nicht in ausreichendem Maße, was die Risiken für das gesamte System erhöht.
- Gefahr von Hardware-Schäden: Ein minderwertiges Netzteil kann instabile Spannungen und Strom liefern, was die angeschlossenen Komponenten erheblich gefährden kann. Zu starke Spannungsschwankungen und -spitzen können schwerwiegende Schäden an teuren Komponenten wie der Grafikkarte und dem Motherboard verursachen. Im schlimmsten Fall kann ein defektes Netzteil sogar einen Brand auslösen, besonders wenn es Überlastungen nicht korrekt handhaben kann.
Nicht am falschen Ende sparen
Eine langsamere Grafikkarte mag ihr Lieblingsspiel nur mit reduzierten Details darstellen können, ein unzureichend abgesichertes Netzteil hingegen kann im schlimmsten Fall sogar einen Wohnungsbrand hervorrufen. Daher sollten Sie beim Kauf unbedingt darauf achten, dass eine korrekte CE-Kennzeichnung vorliegt und das Netzteil damit den geltenden EU-Sicherheitsvorschriften entspricht. Auch die RoHS-Konformität ist wichtig, sie beschränkt nämlich die Verwendung gefährlicher Materialien wie Blei, Quecksilber und Cadmium. Idealerweise studieren Sie Tests, etwa von PCGH, um sich über die Qualität eines Netzteils zu informieren.
Bei den PCGH-Ratgeber-PCs erfahren Sie vor dem Kauf ganz transparent, welches Netzteil in jedem PC verbaut wird. Dabei handelt es sich in jedem Fall um sichere, effiziente und hochwertige Markennetzteile. Bei den zwei im Folgenden näher vorgestellten Systemen kommt beispielsweise das Corsair HX1000i (2023) mit 1.000 Watt und ATX-3.0-Spezifikation zum Einsatz. Im Netzteiltest in Ausgabe 01/2024 wurde es als Testsieger mit der Wertung 1,22 als "Top-Produkt" ausgezeichnet.
PCGH-Ratgeber-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Im PC-Konfigurator von Dubaro haben Sie die Möglichkeit, jeden PCGH-Ratgeber-PC umfassend zu individualisieren, bevor Sie ihn bestellen. Sollte ein bestimmtes Merkmal Ihren Wünschen nicht entsprechen, besteht in vielen Fällen die Option, die Konfiguration des PCGH-Ratgeber-PCs anzupassen, um sie optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. So können Sie beispielsweise ein anderes Gehäuse auswählen oder eine zusätzliche SSD hinzufügen.
PCGH-Ratgeber-PC 3400 Edition mit Core i7-14700KF + Geforce RTX 4090
Der PCGH-Ratgeber-PC 3400 Edition ist das preisgünstigste Modell in unserem Sortiment, das mit der leistungsstarken Geforce RTX 4090 ausgestattet ist. Sie ist die schnellste Grafikkarte, die PCGH je getestet hat und bietet herausragende Leistung sowohl mit als auch ohne Raytracing. Herz des Systems ist der Intel Core i7-14700KF, der mit 20 Kernen und 28 Threads eine Anwendungsleistung von 97,8 % im PCGH-CPU-Index erzielt und in Spielen mit 92,9 % fast ebenso stark abschneidet. Gekühlt wird er von der Wasserkühlung MSI MAG Core Liquid E360 mit Triple-Radiator. Das System setzt auf das Gigabyte Z790 Gaming AX Mainboard, ergänzt durch 32 GiByte DDR5-6000-RAM aus der Serie Kingston Fury Beast. Für schnelle Speicherzugriffe sorgen die 2 TB WD Black SN850X mit einer Lesegeschwindigkeit von 7.300 MB/s und eine zusätzliche 1 TB WD Black SN770 mit 5.150 MB/s. Die Stromversorgung gewährleistet ein 1.000 Watt starkes Corsair HX1000i (2023) - Testsieger im Netzteil-Test in PCGH-Ausgabe 01/2024. Untergebracht ist die Hardware im schallgedämmten Fractal Define 7 PCGH Edition. Das Komplettpaket, inklusive PCGH-Wärmeleitpaste Carbonite Ultra und einem Gutschein für ein PCGH-Sonderheft, wird seit kurzem wieder für 3.500 statt 3.600 Euro angeboten.
Maximale Leistung: PCGH-Ratgeber-PC 4000 Edition mit Ryzen 9 7950X3D + Geforce RTX 4090
Der Ryzen 9 7950X3D setzt neue Maßstäbe für Gaming-CPUs, indem er sehr hohe Bildraten bei vergleichsweise niedriger Leistungsaufnahme bietet - ein herausragendes Verhältnis von Leistung zu Energieverbrauch für eine High-End-CPU. In der PCGH-Ratgeber-PC 4000 Edition sorgt die Corsair Icue H150i Elite Capellix XT für die Kühlung des 16-Kern-Prozessors. Obwohl selbst die derzeit beste Grafikkarte, die Geforce RTX 4090, die in diesem PC verbaut ist, nur PCI-Express 4.0 nutzt, bietet das Mainboard Zukunftssicherheit: Das Asrock X670E Pro RS Mainboard ist mit einem PCI-Express-5.0-×16-Slot für zukünftige Grafikkarten ausgestattet. Ergänzt wird das System durch 64 GiByte Kingston Fury Beast RAM mit einer Frequenz von DDR5-6000. Für die Datenspeicherung stehen eine 2 TB große WD Black SN850X mit Lesegeschwindigkeiten von bis zu 7.300 MB/s und eine WD Black SN770 1 TB mit bis zu 5.150 MB/s zur Verfügung. Das vollmodulare, hocheffiziente und semi-passive Testsieger-Netzteil Corsair HX1000i (2023) mit 1.000 Watt versorgt alle Komponenten mit Strom. Gehäuse der Wahl ist das schallgedämmte Fractal Define 7 PCGH Edition. Der Computer wird nun wieder für 4.000 statt 4.100 Euro angeboten und beinhaltet eine Tube Wärmeleitpaste PCGH Carbonite Ultra sowie einen Gutschein für ein PCGH-Sonderheft.
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Ich muss dazu sagen das ich meinen Rechner immer ordnungsgemäß herunterfahren. Nachdem ich Windows 11 erst vor kurzem aufgesetzt neu hatte, waren die Fehler und Warnungen im Ereignis Manager verschwunden, aber leider nicht lange. Was kann dabei helfen? Die Meldung habe ich auf meinem Windows 11 Home leider auch. Ich hatte mich erkundigt.