Chance vertan: Darum kommt der Ryzen 5 7500X3D in keinen PCGH-PC
AMD-CPUs mit einem besonders großen L3-Cache wie der Ryzen 7 9800X3D sind dank hoher Gaming-Leistung beliebt. Auch der Ryzen 5 7500X3D hat technisch gute Voraussetzungen, doch solange AMD einen Umstand nicht behebt, kommt er nicht in die PCGH-PCs.
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Die Vorgehensweise kommt einem bekannt vor: Für den Sockel AM4 war der im April 2022 veröffentlichte Ryzen 7 5800X3D lange Zeit die Lieblings-CPU für PC-Spieler, bis AMD über eineinhalb Jahre später im Januar 2024 mit dem Ryzen 7 5700X3D eine technisch praktisch identische Alternative mit geringerem Takt nachschob. Statt 4,5 GHz Boost- und 3,4 GHz Basistakt erzielte der neuere Achtkerner nur 4,1 GHz Boost- und 3,0 GHz Basistakt und sortierte sich mit ebenfalls 8 Kernen, 105 Watt TDP und gleicher Cache-Menge erwartungsgemäß ein paar Prozent hinter dem 5800X3D ein. Letzterer verschwand dann auch relativ schnell im Sommer 2024 vom Markt, während der 5700X3D bis vor wenigen Monaten noch gut verfügbar war.
Dem 7600X3D dicht auf den Fersen
Der im September vor einem Jahr veröffentlichte Ryzen 5 7600X3D mag zwar nicht die gleiche Popularität wie der 5800X3D haben, hat mit dem jetzt erschienenen 7500X3D nun aber ebenfalls einen kleinen Bruder erhalten: Während der schon seit über einem Jahr erhältliche Sechskerner für 4,7 GHz Boost-Takt und 4,1 GHz Basistakt spezifiziert ist, stehen beim neuen Modell 4,5 GHz Boost- und 4,0 GHz Basistakt zu Buche - bei ebenfalls 65 Watt TDP und identischer Cache-Menge ein noch geringerer Unterschied zum 7600X3D als zwischen 5800X3D und 5700X3D, die immerhin 400 MHz trennten.
Im Test führte das zu Benchmark-Ergebnissen, die erwartungsgemäß kaum von einem Ryzen 5 7600X3D abweichen: In Spielen erreicht der 7500X3D durchschnittlich 75,4 % der Leistung eines Ryzen 7 9800X3D, der 7600X3D liegt bei 77,4 %. In Anwendungen muss man sich mit einem 7600X3D mit 39,8 % der Performance eines Ryzen 9 9950X3D begnügen, mit einem 7500X3D sind es 39,1 %. Im PCGH-CPU-Index, der sowohl die Leistung in Spielen als auch Anwendungen abbildet, wird damit eine Leistung von 61,0 % erzielt, während der 7600X3D bei 62,6 % liegt. Die Leistungsaufnahme ist noch einmal um ein paar Watt geringer, sodass die Paradedisziplin Energieeffizienz besser als beim 7600X3D ausfällt.
Ernüchterung macht sich breit
"Die annähernd gleiche Leistung eines Ryzen 5 7600X3D zum günstigeren Preis - was ist daran falsch?" mag man sich da vielleicht denken, bis man einen Blick in den Preisvergleich wirft: Dann bekommt man nämlich zu sehen, dass ein 7600X3D in der Boxed-Fassung aktuell für 249 Euro zu erstehen ist, während für den 7500X3D rund 265 Euro fällig werden. Die Tray-Version des 7500X3D ist zwar günstiger als die des 7600X3D, liegt mit ca. 250 Euro aber auch noch über dem Boxed-Preis des 7600X3D. Die von AMD kommunizierte UVP liegt sogar bei stolzen 279 Euro!
Natürlich ist das nur eine Momentaufnahme, CPU-Preise schwanken teilweise mehrfach täglich um einige Euro. Selbst wenn der 7500X3D zukünftig dauerhaft etwas günstiger bleibt als der 7600X3D überzeugt uns das aber letztendlich nicht: Ein Ryzen 5 9600X beispielsweise ist bereits für unter 190 Euro zu bekommen und damit mehr als 60 Euro günstiger. Er ist in Spielen zwar etwas langsamer (68,9 %), aber in Anwendungen schneller (47,3 %) und liegt im kombinierten PCGH-CPU-Index daher praktisch auf Augenhöhe (60,3 %).
Noch mehr Leistung pro Euro bietet aber beispielsweise ein Core Ultra 5 245KF, der aktuell schon ab 165 Euro gehandelt wird, in Spielen mit 72,8 % nur knapp hinter dem 7500X3D liegt (zur Erinnerung: 75,4 %), aber in Anwendungen mit 58,5 % gegenüber 39,1 % davonzieht. Ein ab 259 Euro erhältlicher und damit zum 7500X3D fast preisgleicher Core Ultra 7 265KF leistet auch in Spielen mehr (77,9 %) und ist in Anwendungen sogar fast doppelt so schnell (75,5 %)! Dass diesen Chips eine integrierte Grafikeinheit fehlt und der Strombedarf höher ausfällt, ist zwar eine berechtigte Kritik, dürfte aber für viele PC-Spieler zu verschmerzen sein, die ohnehin eine schnelle dedizierte Grafikkarte einsetzen und sich die 15 bis 20 Euro Aufpreis für eine IGP daher gerne sparen.
Wir setzen lieber auf den Ryzen 5 9600X ...
Wir setzen daher im bei Krotus Computer erhältlichen PCGH-Advanced-PC RX9070-Edition auch gerne weiterhin den Ryzen 5 9600X und nicht den Ryzen 5 7500X3D ein, da uns das Preis-Leistungs-Verhältnis des 9600X besser gefällt. Gekühlt wird der Sechskerner vom Arctic Freezer 36 Black. Dazu kommen bei diesem Gaming-PC 32 GiByte DDR5-6000-RAM von Patriot mit CL 30, beim Mainboard handelt es sich um das Asus TUF Gaming B850-Plus Wifi, das unter anderem mit Wifi 7 und PCI-Express 5.0 für einen M.2-Steckplatz und die Grafikkarte ausgestattet ist.
Als Grafikkarte kommt in dem Gaming-PC für 1.610 Euro die AMD Radeon RX 9070 zum Einsatz, die auf 16 GiByte Grafikspeicher zurückgreifen kann, was gerade in Auflösungen ab WQHD und in zukünftigen Spielen ein Plus darstellt gegenüber Nvidias Geforce RTX 5070, die nur mit 12 GiByte erhältlich ist. Als SSD ist die WD_Black SN7100 1 TB verbaut, um die Energieversorgung der Komponenten kümmert sich das Be quiet! Pure Power 12 mit 650 Watt. Verbaut ist das Ganze in einem Endorfy Arx 700 Air.
... oder auch den Ryzen 7 9800X3D
"Wenn schon eine CPU mit 3D V-Cache, dann richtig" könnte das Motto beim PCGH-High-End-PC RTX5080-Edition V2 lauten, denn für den Ryzen 7 9800X3D sind wir eher bereit, einen Preisaufschlag zu zahlen, da es sich hierbei um den schnellsten Gaming-Prozessor handelt, der je nach Spiel allenfalls von einem Ryzen 9 9950X3D überholt wird. Der von einem Arctic Freezer 36 ARGB gekühlte Prozessor ist auf dem Asus TUF Gaming B850-Plus Wifi verbaut, auf dem auch 32 GiByte DDR5-6000-RAM aus der Viper-Venom-RGB-Serie von Corsair stecken.
Bei der Grafikkarte kommt Nvidias Geforce RTX 5080 zum Einsatz, welche eine gute Wahl selbst für Gaming in 4K UHD darstellt. Eine RTX 5090 wäre natürlich noch schneller, ist bei über 1.400 Euro Preisunterschied aber ein Luxus, welcher dem PCGH-Extreme-PC RTX5090-Edition V2 vorbehalten bleibt. Dazu sind eine Samsung 990 Evo Plus mit 2 TB Speicherkapazität und ein Be quiet! Pure Power 13 M 850 Watt verbaut. Dafür, dass der PC nicht nur schnell, sondern auch schön anzusehen ist, sorgt auch das Gehäuse, ein Be quiet! Light Base 600 LX.
Quelle: Krotus Computer
Krotus Computer bietet bei allen PCGH-PCs einen umfangreichen Service: Stresstest, Lüfterkurven, aktuelle UEFI- und Treiberversionen etc.
Fazit: (Zu) teuer bezahlte Effizienz und Gaming-Leistung
AMDs Ryzen 5 7500X3D bietet eine erstklassige Energieeffizienz und ist in Spielen flott unterwegs. AMD lässt sich das nach unserem Geschmack allerdings zu teuer bezahlen, denn in der Praxis handelt es sich nicht einmal um eine günstigere Alternative zum 7600X3D. Ein Ryzen 5 9600X oder Core Ultra 5 245KF beispielsweise mit immer noch guter Gaming-Leistung und (deutlich) mehr Dampf in Anwendungen sind ausgewogenere Optionen für weniger Geld und im gleichen Preisbereich leistet ein Core Ultra 5 265KF deutlich mehr. Ohne einen kräftigen Preisrückgang landet der 7500X3D daher in keinem PCGH-PC.
Was meinen Sie? Halten Sie den Ryzen 5 7500X3D für das Gebotene auch für zu teuer und welchen Preis würden Sie als angemessen empfinden?
PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Im PC-Konfigurator von Krotus Computer haben Sie die Möglichkeit, jeden PCGH-PC umfassend zu individualisieren, bevor Sie ihn bestellen. Sollte ein bestimmtes Merkmal Ihren Wünschen nicht entsprechen, können Sie die Konfiguration des PCGH-Gaming-PCs anpassen, um ihn optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. So können Sie etwa ein anderes Gehäuse und mehr RAM auswählen oder eine zusätzliche SSD hinzufügen.
Quelle: PCGH
Chance vertan: Darum kommt der Ryzen 5 7500X3D in keinen PCGH-PC
Alle PCGH-PCs basieren auf der zur Verfügung stehenden Auswahl an Komponenten sowie unseren Tests und Empfehlungen aus der Redaktion. Die PC-Zusammenstellungen werden regelmäßig aktualisiert. Sie können diese auch als Bauvorschläge für den Selbstbau nutzen, als Komplett-PC bestellen oder im PC-Konfigurator bei unserem Partner Krotus Computer Ihren Wünschen anpassen.

Alle 7600X3D (5800X3D) die nicht die Taktanforderungen zur Einführung erfüllen, werden auf "Halde" gelegt.
Sobald die X600X3D EOL erreichen und nicht mehr produziert werden, holt den "Lagerbestand" heraus und labelt ihn auf X500X3D um.
Nach 1-2 Jahren verschwindet dann so langsam der Vorgänger vom Markt und natürlich schlägt auch die Inflation zu (Bepreisung eines "neuen" Produkts).
Mangels Alternative in diesem Segment, kann man den Preis daher auch aufrufen.
Alle 7600X3D (5800X3D) die nicht die Taktanforderungen zur Einführung erfüllen, werden auf "Halde" gelegt.
Sobald die X600X3D EOL erreichen und nicht mehr produziert werden, holt den "Lagerbestand" heraus und labelt ihn auf X500X3D um.
Nach 1-2 Jahren verschwindet dann so langsam der Vorgänger vom Markt und natürlich schlägt auch die Inflation zu (Bepreisung eines "neuen" Produkts).
Mangels Alternative in diesem Segment, kann man den Preis daher auch aufrufen.
War am Anfang vom 5700X3D auch so, dass der preislich auf Augenhöhe vom 5800X3D und damit keine Empfehlung war.
Paar Monate später ist der Preis dann unter 200€ gefallen und damit war er deutlich attraktiver.