Aldi-PC kaufen? Was Aldi beim 1.599-Euro-PC verschweigt und Alternativen
Bei Aldi gibt es ab dem 2. Januar einen neuen Gaming-PC von Medion Erazer. Das PC-System Engineer X20 (MD34800) kostet 1.599 Euro und ist mit einem Intel-Prozessor und einer Geforce RTX von Nvidia aus der jeweils vorherigen Generation ausgestattet. Wir stellen die Konfiguration vor, verraten Ihnen, was Aldi verschweigt, und zeigen Alternativen in einem ähnlichen Preisbereich, aber auch Gaming-PCs für niedrigere und höhere Budgets vor.
Update vom 04.01.: Falls Sie den Aldi-PC kaufen möchten, dann haben wir schlechte Nachrichten für Sie: Der Medion Erazer Engineer X20 (MD34800) ist nun vergriffen. Bereits gestern zeigte der Aldi-Onlineshop bei dem Gaming-PC zuerst nur noch 25 lieferbare Exemplare und später eine Verfügbarkeit von unter 10 Stück an. Nun ist der spieletaugliche Aldi-PC als "Ausverkauft" gekennzeichnet. Ob Aldi den PC noch einmal reinbekommt, ist zu bezweifeln; einerseits, weil keine Informationen zu einer späteren (Wieder)verfügbarkeit für den Medion Erazer Engineer X20 (MD34800) vorliegen, andererseits weil die Shop-Seite zusätzlich mit der Ansage "Nur solange der Vorrat reicht!" den Eindruck erweckt, dass nach dem Ausverkauf wohl keine zusätzlichen Geräte mehr zum Verkauf angeboten werden.
Falls Sie einen Gaming-PC kaufen möchten, es aber nicht unbedingt der Medion Erazer Engineer X20 (MD34800) sein muss, dann gibt es zum Glück viele Alternativen. Die PCGH-Ratgeber-PCs bei Dubaro beispielsweise sind mit Preisen von 850 bis 4.000 Euro für unterschiedliche Ansprüche konzipiert und lassen sich im Gegensatz zum Aldi-PC außerdem konfigurieren. So können Sie eine stimmige Zusammenstellung im PC-Konfigurator noch besser an Ihre Wünsche anpassen. Eine Übersicht der PCGH-Ratgeber-PCs finden Sie weiter unten in diesem Artikel.
Quelle: aldi-onlineshop.de
Medion Erazer Gaming PC-System Engineer X20 (MD34800)
Im Medion Erazer Engineer X20 (MD34800), der von Aldi ab dem 2. Januar für 1.599 Euro angeboten wird, stecken mit dem Intel Core i7-12700 und einer Nvidia Geforce RTX 3070 LHR spieletaugliche Komponenten, die allen aktuellen Titeln gewachsen sind. Der im Aldi-PC verbaute Intel-Prozessor mit acht schnellen P-Cores und vier effizienten E-Cores zählt zur 12. Core-Generation und ist damit bereits etwas älter, da Intel bereits die 13. Core-Generation veröffentlicht hat. Der etwas schnellere Core i7-12700K mit 5,0 statt 4,9 GHz Boost-Takt erreicht im PCGH-CPU-Leistungsindex zwar immerhin 75,2 Prozent, Modelle der 13. Core-Generation übertreffen das aber leicht: Obwohl der Core i5-13600K im PCGH-Preisvergleich zu vergleichbaren Preisen wie ein Core i7-12700 und sogar günstiger als ein Core i7-12700K angeboten wird, erreicht er 84,7 Prozent im PCGH-Leistungsindex. (100 Prozent erzielt ein Core i9-13900K.)
Die im Aldi-PC installierte Geforce RTX 3070 ist in der LHR-Edition (Lite Hash Rate) in der Krypto-Mining-Leistung beschränkt (was sich aushebeln lässt), entspricht ansonsten aber einer regulären RTX 3070. Im PCGH-Leistungsindex für Grafikkarten liegt dieses Modell derzeit bei 43,3 Prozent. Zwar gibt es auch in diesem Fall bereits eine neuere Modellreihe, verfügbar sind bisher aber nur die RTX 4080 und RTX 4090, welche aufgrund der stolzen Preise ab 1.335 bzw. 1.927 Euro (PCGH-Preisvergleich) allerdings nur in deutlich teureren Gaming-PCs als dem bei Aldi angebotenen Medion Erazer Engineer X20 (MD34800) verbaut werden können.
Leider gar keine Angaben macht Aldi zum verbauten Netzteil im Medion Erazer Enginer X20 (MD34800). Weder der Hersteller, das Modell noch die Leistung in Watt sind auf der Info-Seite in Erfahrung zu bringen. Damit haben Kunden leider nicht die Möglichkeit, sich über die Anschlussmöglichkeiten, die Leistungsreserven oder auch die Lautstärke des verbauten Netzteils zu informieren. Käufer des ab dem 2. Januar angebotenen Aldi-PCs müssen daher Medion bei dieser PC-Komponente blind vertrauen. Das ist schade, da das Netzteil jederzeit alle Bauteile stabil mit Energie versorgen muss und daher eine zentrale Rolle in jedem Gaming-PC spielt.
Ebenfalls mehr Informationen hätten wir uns über die SSD gewünscht. Mit einer Speicherkapazität von 1 TByte und einer Anbindung über die PCI-Express-Schnittstelle sollten zwar die Anforderungen der meisten PC-Spieler erfüllt werden, Details zum Hersteller oder Modell verrät Aldi aber nicht. Somit lässt sich zum Beispiel nicht ausschließen, dass ein Modell mit QLC-Flash ohne DRAM-Cache verbaut wird. Derartige Modelle bieten nicht nur eine niedrigere Spitzenleistung, sondern neigen auch eher zu Leistungseinbrüchen bei umfangreicheren Datentransfers, bei denen Cache helfen würde. Gerade semiprofessionelle Einsatzzwecke wie Videobearbeitung können davon beeinträchtigt werden. Im Folgenden eine Übersicht der verbauten Komponenten im vom Aldi angebotenen Medion Erazer Engineer X20 (MD34800):
| Komponente | Produkt |
|---|---|
| CPU | Intel Core i7-12700 |
| CPU-Kühler | Cooler Master Masterliquid ML120L |
| Mainboard | Gigabyte B660M-DS3H AX |
| RAM | 32 GiByte Kingston Fury RGB DDR4-3200 |
| Grafikkarte | Nvidia Geforce RTX 3070 LHR |
| SSD | 1 TByte PCI-Express, Hersteller nicht bekannt |
| Netzteil | Hersteller und Modell nicht bekannt |
| Gehäuse | In Win, Modell nicht bekannt |
| Betriebssystem | Windows 11 Home |
Alternativen zum Aldi-PC
Beim ab dem 2. Januar für 1.599 Euro angebotenen PC bleiben also leider ein paar Fragen offen, grundsätzlich handelt es sich aber um eine sinnvolle Konfiguration für PC-Spieler, die allen aktuellen Titeln gewachsen ist. Falls es Ihnen beim Aldi-PC zu viele offene Fragen gibt oder der Preisbereich nicht Ihren Vorstellungen entspricht, dann sind die in Zusammenarbeit mit Dubaro angebotenen PCGH-Ratgeber-PCs für Sie womöglich eine spannende Alternative. Sie decken einen breiten Preisbereich von 850 bis 4.000 Euro ab.
Quelle: PCGH
Alle PCGH-Ratgeber-PCs im Überblick
Das Beste: Sie müssen sich nicht mit den zehn Konfigurationsvorschlägen begnügen, sondern können bei Bedarf im PC-Konfigurator die Systeme an Ihre eigenen Vorstellungen anpassen. So können Sie etwa ein alternatives Gehäuse, ein besser ausgestattetes Mainboard oder einen zusätzlichen Datenträger auswählen. Erfahrene PC-Schrauber können sich außerdem die einzelnen Komponenten zusenden lassen und Geld sparen, indem Sie den Zusammenbau selbst übernehmen.

Dann haben die Leute diese ausgebaut und den PC in der kleinen Bucht weiterverhökert.
Damals waren die Thermals ein Problem so wie das billo Mainboard, was das Aufrüsten erschwert hat. Immerhin dort scheint sich Medion etwas gebessert zu haben. Zeitgemäß ist die Hardware trotzdem nicht.