AMD will bald keine High-End-Prozessoren mehr bauen? Das kann ich einfach nicht glauben! Die PCGH-Redaktionskolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Zum Abschluss dieser Woche spricht Marco Albert über das Gerücht, AMD wolle künftig keine High-End-Prozessoren mehr bauen.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Zum Abschluss dieser Woche spricht Stephan Wilke über einen privaten PC-Pflegefall.
"Das Gerücht um den Entwicklungsstopp von AMDs High-End-CPUs hat im PCGH-Forum und sicher auch in anderen Foren hohe Wellen geschlagen. Ich selbst war sehr erschrocken, als ich die erste Meldung dazu gelesen habe. Denn ich setze seit 1998 Prozessoren von AMD ein. Angefangen habe ich mit dem K6-2 im Jahr 1998, darauf folgte ein Duron Mitte 2000 und schließlich ein Athlon 64. Die AMD-Serie wurde durch eine kurze Intel-Phase unterbrochen, aber inzwischen wird mein Spiele-PC seit einigen Jahren wieder von einer AMD-CPU angetrieben - genauer: von einem AMD Phenom II X6 1090T. Ich empfinde die sechs Kerne als sehr nützlich, gerade wenn man mehrere Tasks im Hintergrund laufen lässt.
Ich persönlich will also nicht an dieses Gerücht glauben. Hinzu kommt, dass AMD sowieso leistungsstarke Prozessoren für den Server-Markt entwickeln muss und diese Einnahmequelle sicher nicht fallen lässt. Der Entwicklungsschritt von der Server-CPUs zum Desktop-Pendant ist klein. Allerdings hat AMD auch APUs für den Servermarkt angekündigt, das könnte das Gerücht um den Entwicklungsstopp befeuern. Hier kann ich aber auch nur spekulieren: Ob die kommenden APUs ausreichend Leistung für Server liefern werden und ob AMDs Kunden diese dann auch kaufen wollen, wird erst die Zukunft zeigen."
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben und zwar jeden Sonntag um 13:15 Uhr.


P3D-zitiert-irgend-eine-andere-News-Seite ist KEIN "offiziellies" Dementi, sondern genauso schlecht belegt, wie das ursprüngliche Gerücht selbst. Und da es bei einem AMDs-Zukunft-sieht-schlecht-aus-Gerücht fast immer eine Alternativmeldung gibt und P3D diese immer zitiert (Stichwort: Intel-Killer Bulldozer), wäre "Aussage gegen Aussage" schon eine recht positive Betrachtung der Situation.
Im Grunde genommen reicht die Leistung beider CPU-Hersteller im Moment vollkommen aus (für 99% der PC-Nutzer, man darf nicht vergessen, dass Zocker, auch wenn man im Netz einen anderen Eindruck bekommen kann, nur eine Minderheit auf dem Markt ausmachen
Und genau darauf baut das Gerücht auf: AMD ist bei weitem zu klein, um sich eine 3-4-5 Entwicklungsreihen parallel zu erlauben. Derzeit hat man Bobcat, Trinity und Server samt FX-Ableger im Feuer, erstere beide mit mobile-Ableger. Davon muss irgendwas weg, wenn AMD in Zukunft genug Manpower auf ein Projekt konzentrieren möchte, um damit am Markt zu sein, ehe es nur noch mittelprächtige P/L-Konkurrenz gegenüber Intel ist. Also haben sie die Wahl:
Die low-End-Sparte absägen, die Kreise um Intels Atom dreht und Chancen auf den Tablet-Boom hat bzw. sich optimal für günstige Subnotebooks unterhalb der kritischen 600 $ eignet, über der Intels Ultrabooks vergammeln?
Mittelklasse APUs absägen, die dank AMDs-Grafik-Know-How DAS Lieblingskind diverser OEMs sind und sich optimal für einfachere Heim-PCs und bezahlbare Notebooks eignen, insbesondere also auch für die explodierenden Märkte in Südamerika, Afrika und einigen ostasiatischen Provinzen?
Oder die ""high-end""-CPUs einstellen, die sowieso kein Land gegen Intel sehen, die man im Serversegment durch die eigenen GPUs ersetzen möchte, die im Dekstopmarkt höchstens noch von Hard Core Zockern benötigt werden und die sich insgesamt nur über Dumping-Preise verkaufen?
Das Gerücht muss nicht wahr sein, aber es ist deutlich naheliegender, als diverse Fanboyträume von konkurrenzfähigen Hochleistungs-CPUs in den nächsten Jahren. AMD hat die Einnahmen des kurzen Erfolges nun einmal vollständig in GPU-Know-How investiert und nun sind die dazu verdammt, damit Marktanteile zu gewinnen, denn im CPU-Bereich sind sie wieder da angelangt, wo sie saßen, bevor Intel ihnen mit der Netburst-Pannenserie eine Aufstiegschance geboten hat. Und zusätzlich fehlt ihnen heute auch noch eine konkurrenzfähige Fertigung.
Das ist eine gute Idee,
(und ja, sie ist gut. Wenn entweder Fertigung oder der mögliche Verbrauchsrahmen entsprechende Taktraten zulässt. Sollte man an dieser Stelle noch einmal daran erinnern, dass sich auf den allerersten AMD-Folien zur Bulldozerarchitektur ein 10 GHz-Versprechen findet?)
Das Patentabkommen kann AMD nicht verbieten, Bulk-Wafer zu nutzen...
Und wenn SOI der Stein der Weisen wäre, hätte Intel längst danach gegriffen.
AMD hatte zwar mehrmals gute Ideen, aber nie die Marktmacht, um Standards durchzusetzen. Selbst AMD64 hat den Durchbruch nicht dank AMD geschafft (für viele wirds halt erst heute interessant - und selbst im Serverbereich war es erstmal in vielen Fällen nur "nice to have"), sondern weil M$ seinerzeit klargestellt hat, dass es keine weiteres 64 Bit Windows geben wird und AMD nunmal erste waren. Damit war Intel gezwungen, Yamhill zu beerdigen bzw. für Prescott eine AMD64-kompatible Variante zu entwickeln. Hätte M$ die Sache seinerzeit offen gelassen, hätten wir ggf. ein paar Jahre lang AMD64-CPUs gehabt, deren 64-Bit Funktion für die breite Masse uninteressant gewesen sind und dann wären 2005-2006 Intel CPUs mit dazu inkompatibler 64-Bit-Erweiterung erschienen, die die Marktmehrheit gehabt hätten und AMD64 wäre den gleichen Weg gegangen, wie P3D davor oder SSE4a danach.
So viel also zu den "Gerüchten" die verbreitet werden ( auch hier ).
Quatsch mit Sosse.
Dachte da wäre mehr dran. Alle Aufregung umsonst. Da fühlt man sich manchmal schon ganz schön ver......äppelt ....
Alles andere ist aus meiner Sicht zum scheitern verurteilt, bevor es überhaupt begonnen hat.
Wenn man schon keine eigenen Fabs mehr hat, sollte man das gesparte Geld in die Entwicklung neuer High-End CPUs und nicht den Kopf in den Sand stecken.
Vielleicht liegts ja auch an SOI, komischerweise belichtet Intel ja Bulk-Wafer und hat damit mehr Erfolg als AMD mit den teureren SOI-Wafern.
Das Patentabkommen kann AMD nicht verbieten, Bulk-Wafer zu nutzen...
Und wenn SOI der Stein der Weisen wäre, hätte Intel längst danach gegriffen.
AMD ist aber nicht der einzige der SOI verwendet, es verwenden einige SOI oder Abkommen davon.
Vielleicht solltte AMD einfach mal bei Intel anfragen, ob sie nicht mal dem Bulldozer verbrauchseffizient auf die Sprünge helfen
AMD wird mindestens 5 Jahre auch ohne solche Gehinrgespinste machen, zwar nicht mehr an der CPU Leistungsspitze, aber immerhin
in etwa so wie via? sry das is für mich tot, vorallem da es auf dem embedded markt andere mindestens gleichgute architekturen gibt.
p.s. "scheinfirmen", "scheinselbstständigkeit"
@rolk
warum sollte amd geld in die entwicklung von server cpu´s versickern lassen, wenn sie
a bei der fertigung gegenüber intel eh immer das nach sehen haben
b intel die nächsten 3, 4 schritte in der entwicklung schon fertig in der schublade liegen hat
c server (auch die x86) sind in der regel langfristige anschaffungen da kommt es nicht zwingend auf den preis an, eher auf die technologie, perfomance zu watt, es gibt nicht wirklich viele die amd server in großem umfang kaufen würden, gut die chinesen, aber die muss man mit bauplänen bestechen, von daher
warum?