Kaufberatung: Teil 1 - Grundlagen erklärt
Auf diese Dinge sollten Sie beim Kauf eines Gaming-Stuhls achten
Inhaltsverzeichnis
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Seite 1
Empfehlenswerte Gaming-Stühle: Unsere Top 10
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1.1
Gaming-Stuhl: Unsere Top 10
- 1.1.1 Neu!: Flexispot C7 Morpher
- 1.1.2 Neu!: Secretlab Titan Evo Nanogen XL
- 1.1.3 Backforce V Plus
- 1.1.4 Fractal Design Refine Mesh Dark
- 1.1.5 Backforce One Plus
- 1.1.6 Razer Fujin Pro
- 1.1.7 Asus ROG Destrier Ergo
- 1.1.8 Gamechanger L
- 1.1.9 Quersus VAOS 3.1 Diamond Black
- 1.1.10 Recaro Nxt (Premiummodell mit Vollausstattung)
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1.1
Gaming-Stuhl: Unsere Top 10
- Seite 2 Kaufberatung Teil 1: Grundlangen erklärt
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Seite 3
Kaufberatung Teil 2: Wipp- oder Synchronmechanik?
- 3.1 Wippmechanik mit Arretierungsfunktion
- 3.2 Synchronmechanik
- 3.3 Die Polsterung: Lieber hart oder weich?
- 3.4 Vorbild Autositz: Stahlrohrrahmen mit Streben und Elastikbändern
- 3.5 Bürostuhlkonstruktion: Formholzplatte oder Sitzschale
- 3.6 Die Armstützen: Variable Höhe und Positionen sind wichtig
- 3.7 Die Sitzfläche
- 3.8 Rückenlehne: Maße, Anpassung, Lendenstütze
- Seite 4 Bildergalerie
Im Folgenden haben wir für Sie einen passenden Ratgeber zum Thema Gaming-Stuhl zusammengestellt. Hier finden Sie alles Wissenswerte und können sich für Ihren perfekten Zocker-Stuhl entscheiden. So sind Sie bestens informiert.
Ergonomisches und bequemes Sitzen ist wichtig!
Prüfen Sie vor dem Kauf die vom Hersteller angegebene maximale Körpergröße des Gaming-Stuhls. Viele Marken nennen sie; Maxnomic (Need for Seat), Noblechairs, Nitro Concepts, DXRacer und Gamechanger bieten zusätzlich Gasdruckfedern in mehreren Längen, damit ein Modell für unterschiedliche Größen passt. Fehlt eine Angabe, hilft nur Probesitzen.
Zu klein ist der Stuhl, wenn Ihr Hinterkopf mehr als 5 cm über die Kopfstütze ragt und die Beine zu weit über die Sitzfläche hinausreichen. Ideal sind 2-3 Finger Abstand zwischen Sitzvorderkante und Kniekehle, damit die Kante nicht an den Oberschenkeln drückt.
Zu groß ist der Stuhl, wenn Sie nicht mit der ganzen Fußsohle den Boden erreichen und unweigerlich nach vorn rutschen. Zudem stützt die Lehne den Rücken dann nicht optimal, weil Form und Position der Seitenwangen nicht zu Ihrer Rückenlänge und -breite passen.
Quelle: Gamechanger
Kaufen Sie keine zu kleine oder zu große Sitzgelegenheit zum Arbeiten am Rechner. Nicht nur wegen der Bequemlichkeit, sondern auch aus ergonomischen Gründen!
Anpassbare Ergonomie: Ein nützliches Ausstattungsextra
Gaming-Stühle, die wie der Gamechanger L/XL aus der Bürostuhlsparte kommen, sind oft mit einer praktischen und zur Optimierung von Sitzkomfort und Ergonomie gedachten Zusatzausstattung bestückt. Einerseits können Sie den Sitz wie im Falle des Gamechanger L/XL um 5 cm nach vorn schieben und bei den ab Mitte 2022 produzierten Modellen zusätzlich die Sitzneigung verstellen. Andererseits ist die Rückenlehne bei beiden Gamechanger-Modellen sechsstufig höhenverstellbar. Mit diesen nützlichen Extras lässt sich der Gaming-Stuhl im gewissen Rahmen an die Beinlänge und Rückengröße anpassen, das wirkt sich sowohl auf den Sitzkomfort als auch auf die Ergonomie aus. Deswegen fließt dieses Feature seit dem Vergleichstest in der Ausgabe 11/2018, an dem auch der Gamechanger L teilnahm, mit in unsere Wertung ein.
Eine Frage des Gewichts
Ein weiteres wesentliches Kriterium, auf das Sie achten sollten, ist die Angabe für die maximale Gewichtsbelastung. Im Unterschied zur Größenbeschränkung finden Sie mittlerweile bei allen Herstellern Informationen zur maximalen Gewichtsbelastung. In der Regel sind Gaming-Stühle für ein Gewicht von etwa 120 bis 150 Kilogramm ausgelegt, spezielle Modelle wie der Gamechanger XL oder der Razer Iskur XL eignen sich sogar für Gamer mit bis zu 200 Kilogramm.
Quelle: PC Games Hardware
Bei falscher Gewichtsklasse können die verbauten Rollen, die Wippmechanik oder das Fußkreuz Schaden nehmen. Dadurch verkürzt sich die Lebensdauer Ihres Gaming-Stuhls massiv.
Muss der Stuhl mehr tragen als das angegebene Maximalgewicht, kommt es einerseits zu Problemen mit der Gasfeder. Zum anderen verliert der Gaming-Chair stark an Standfestigkeit, da zu viel Gewicht gegen die Lehne oder auf die vordere Kante der Sitzfläche drückt. Weiterhin leiden auch die Rollen, die Polster, die Wippmechanik sowie insbesondere die Stahlrohrrahmen-Elastikband-Konstruktion, wenn die Maximalbelastung überschritten wird. Was ebenfalls passieren kann: Das Fußkreuz biegt sich durch und die Unterseite der Gasfeder schleift auf dem Boden.
Design, Farbgebung und Verzierungen
Wichtig sind zuerst die Ergonomie und der Sitzkomfort; die Optik richtet sich nach Ihrem Geschmack. Design, Bezüge und Verzierungen wählen Sie frei, achten Sie jedoch auf die Seitenwangen an Sitz und Rückenlehne: Sie dürfen weder am Becken noch am Rücken drücken. Bei den Bezugsmaterialien stehen Echtleder, Kunstleder (PU) und Stoff (Polyestergewebe) zur Wahl. Zudem gibt es immer populärer werdende Mesh-Netzbespannungen mit Wabengitter, wie bei Ikea Markus, Herman Miller Aeron, Asus ROG Destrier Ergo, Recaro Aer, Razer Fujin Pro, Fractal Design Refine Mesh und Flexispot C7 Morpher. Materialien unterscheiden sich in Schweißaufnahme und Haptik; die Kontaktfläche fühlt sich je nach Bezug anders an. Farben und Logos sind Geschmackssache und fließen in unsere Beratung nicht ein - entscheidend sind bequemes, ergonomisches Spielen und Arbeiten.
Quelle: Corsair
Der Anfang 2020 auf den Markt gekommene Corsair T3 Rush ist nur mit Stoffbezügen aus Polyestergewebe erhältlich. Das in die verschiedenfarbigen Bezüge eingestickte Corsair-Logo am Ende der Lehne ist jedoch nur ein optisches Extra.
Stabiles Fußkreuz und leichtgängige Rollen
Für die Standfestigkeit eines Gaming-Stuhls sind Fußkreuz und Rollen entscheidend. Die Basis sollte aus Metall, idealerweise aus Aluminium-Druckguss oder glasfaserverstärktem Aluminium, bestehen. Oberflächen können poliert (Gamechanger XL), gebürstet (Backforce One / Backforce One Plus) oder mit Abdeckungen versehen sein; reine Kunststoff-Spritzguss-Kreuze sind zwar stabil, neigen unter Dauerlast aber eher zu Ermüdungsbrüchen oder Rissen. Zudem kann sich die konische Aufnahme der Gasfeder weiten - im Extremfall sackt die Gasfeder bis zum Boden durch.
Wichtig ist auch die Größe: Das Fußkreuz muss so dimensioniert sein, dass jeder mit einer Rolle bestückte Arm - im 90-Grad-Winkel zur Sitzkante - mindestens 5 cm über die vordere Sitzkante hinausragt. Andernfalls droht Kippgefahr, wenn Sie Ihr Gewicht weit nach vorn verlagern.
Quelle: Backforce/Interstuhl
Der Backforce One verfügt über ein Fußkreuz aus Aluminium. Für einen auffälligen Look ist die Oberseite sogar gebürstet und mit dem Logo des Herstellers versehen.
Bei den Rollen kommt es auf leichtgängiges Laufverhalten auf harten Böden (Parkett, Laminat, Fliesen, Stein) ebenso wie auf weichen Belägen (Teppich, PVC) an. Eine Feststellfunktion ist besonders auf glatten Untergründen sinnvoll. Optional bieten Hersteller sogenannte Blade-Rollen mit Gummilauffläche an. Diese reduzieren Geräusche, erhöhen die Traktion auf glatten Böden und schonen den Belag - vor allem auf Parkett und Laminat. Ob sich dieser Aufpreis von rund 40 Euro lohnt, hängt von Ihrem Boden und Ihren Präferenzen ab.
Die Gasdruckfeder als wichtigstes Element für die Höhenverstellung
Die hydropneumatische Gasdruckfeder bestimmt die Höhenverstellung und maximale Belastung eines Gaming-Stuhls. Meist wird Klasse 4 verbaut. Trotz Herstellerangaben gilt: Probesitzen, Hub prüfen und maximale Sitzhöhe testen. Die optimale Sitzhöhe ist erreicht, wenn Ober- und Unterschenkel mindestens 90° bilden und Sitzvorderkante und Kniekehle auf gleicher Höhe liegen. Rückenschonender ist > 90°; prüfen Sie daher, ob sich eine Position 5-10 cm über der Idealhöhe einstellen lässt. Bei einigen Anbietern, zum Beispiel Noblechairs oder Gamechanger, können Sie in Abhängigkeit von Ihrer Körpergröße eine Gasdruckfeder mit einem alternativen Verstellbereich erwerben (bis 1,90 m: 44 bis 54 cm; ab 1,90 m: 49 bis 59 cm beim Gamechanger XL).
Quelle: PC Games Hardware
In der zentralen konischen Bohrung im Fußkreuz steckt die Gasdruckfeder. Die ist verantwortlich für die Höhenverstellung.
Sind Sie ein sehr großer Gamer und haben Probleme damit einen Gaming-Stuhl zu finden, bei dem die Höhe der Lehne und die Tiefe des Sitzes zu Ihren Körpermaßen passt? Dann empfehlen wir Ihnen unsere Kaufberatung "Die besten Gaming-Stühle für Große". Dort stellen wir Ihnen empfehlenswerte Stühle für Zocker mit einer Körpergröße über 1,90 m vor!

Die neueren Chargen haben keine leichtgängigen Armlehnen mehr, im Gegenteil schöne Rasterung (sitze gerade Probe auf einem Exemplar!)
Ich habe mir vor nem guten Jahr für zu Hause den hier geholt: https://www.amazon.de/gp/...
Der sieht aus wie 500€, fühlt sich an wie 500€, hat gekostet 140€ und ich habe nichts zu beanstanden.
Auf der Arbeit hatte ich letztens einen 609€ Steelcase Reply Air bekommen, wo nach 2 Wochen sitzen die Rückenlehne komplett durchgerissen war (ohne darauf Sport zu treiben). Auch fühlt er sich generell wesentlich billiger an als der 140€ Stuhl. Soviel zum Thema "Qualität hat ihren Preis". Dass ich nicht lache! Wohl eher "ich lasse mich gerne mit Mondpreisen übern Tisch ziehen!".
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Ergonomisch, viele Einstellungsmöglichkeiten, Top Synchronmechanik, hohe Qualität, dezente Optik... und ich sitze seit einigen Tagen äußerst bequem darauf.
Habe ihn für 360 € bekommen und bin bis jetzt sehr zufrieden damit!
Sollte ich mal irgendwo einen Backforce V Plus sehen, werde ich auf jeden Fall probesitzen, rein aus Interesse.