Nacon Revolution Unlimited Pro Call Of Duty Special Edition im Test - Edelgamepad in Camouflage
Der französische Controller- und Gaming-Accessoire-Spezialist Nacon hat vor kurzem eine Call-of-Duty-Spezialedition des erfolgreichen Revolution Unlimited Pro auf den Markt gebracht. Natürlich ist diese zum ursprünglichen Basismodell baugleich und nur mit einem CoD-Skin versehen, nichtsdestotrotz wollen wir einen Blick auf das Eingabegerät für PS4 und PC werfen, da das Gamepad doch interessante Features vorzuweisen hat und von uns noch nicht getestet wurde.
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Zwar bieten einige Spiele auf der Konsole mittlerweile auch Unterstützung für Maus und Tastatur an, das Gamepad bleibt aber weiterhin unangefochten das wichtigste Eingabegerät auf den Spielemaschinen von Sony, Nintendo oder Microsoft. Auch wenn es mit der neuen Konsolengeneration neue Iterationen der gewohnten Peripherie aus dem Hause Xbox oder Playstation gibt, findet man in der freien Wildbahn allerlei Variationen verschiedener Hersteller. Kaufargumente hier sind neben besseren Materialien, einer höheren Fertigungsqualität auch eine Sonderausstattung, die beim Couch-Spieler punkten soll - so eben auch mit dem Peripherie-Spezialisten Nacon und der Special Edition des Revolution Unlimited Pro. Die Franzosen sind zudem keine Unbekannten unter Gamepad-Freunden und Konsoleros, denn bereits seit 2014 werden Gamepads soiwie Accessoires für anspruchsvolle Spieler in aller Welt produziert.
Die Franzosen, die übrigens Teil von Big Ben Interactive sind, haben mit dem hier vorgestellten Controller eine ganz besondere Zielgruppe im Visier: Den kompetitiven CoD-Spieler, der für den aktuellen Teil von Call of Duty, namentlich Cold War, ein unverschlissenes Eingabegerät mit Back Paddles, anwählbaren Profilen und weiteren kompetitiven "Pro"-Features suchen. Dafür wurde der Revolution Unlimited Pro zunächst mit einem grünen Anstrich und ein paar CoD-Insignien verschönert und im Preis um zehn Euro angepasst - für Activision-gebeutelte CoD-Fans ist das ein marginaler Aufpreis und verkraftbar. Ansonsten kommt der Controller in einem edlen, dank Camouflage fast unsichtbaren, Case, in dem man zudem auch noch alle anderen Zusatzteile wie USB-C-Kabel oder Bluetooth-Empfänger vorfindet. Aber kann der fast dreimal so teure Pro-Controller im Vergleich zu einem Standardgerät punkten?
Nacon Revolution Unlimited Pro CoD Special Edition: Mehr als bloßer Standard
Die beiden Analog-Sticks sind - wie bei vielen Dritthersteller-Gamepads - genauso angeordnet wie bei einem Xbox-Controller: asymmetrisch. Das heißt also, der linke Stick ist dort vorzufinden, wo beim PS4-Controller normalerweise das Direction-Pad sitzt. Nacon dürfte das in erster Linie aus ergonomischen Gründen realisiert haben, denn die Handhabung des angesprochenen D-Pads ist mit solch einer Stick-Anordnung einfacher und schützt den Spieler vor zu viel Fingerakrobatik. Beim klassischen Playstation-Gamepad sind die Sticks nebeneinander angeordnet, wahrscheinlich weil der Controller samt Design in die Analog-Stick-Ära hineingewachsen ist und in der ersten Ausführung sogar gar keine Sticks vorzuweisen hatte.
Darüber hinaus finden wir auf der Oberseite des Revolution Unlimited Pro à la Cold War die vier markanten Playstation Aktionstasten, Share- und Optionen-Button sowie das Touchpad und den darunter befindlichen PS-Knopf. Die vier Aktionstasten fallen dabei größer als beim Original aus und liegen zudem auch noch dichter zusammen. Auch mit großen Fingern sollte die Benutzung dennoch keine Probleme darstellen, man drückt also nicht mehrere Buttons gleichzeitig. Dank des grünen CoD-Anstrichs und einer speziellen Beschichtung fühlt sich die Oberfläche weich an, gleichzeitig aber sehr hochwertig und schmeichelt so den Händen bei langen Spiele-Sessions. RGB-Fans kommen bei Nacons Spezialcontroller zwar nicht völlig auf ihre Kosten, aber immerhin finden sich unter dem Touchpad vier blaue Leuchten, die einem so das ausgewählte Profil oder ein stummes Mikrofon anzeigen, aber als Ladungsanzeigen dienen können. Zusätzlich dazu gibt es eine Status-LED unter dem PS-Knopf sowie ein Leuchtring um den rechten Analog-Stick, sodass doch etwas Balsam für die RGB-Seele zu finden ist. Der Lichtring lässt sich außerdem am Rechner mit der eigenen Nacon-Software individuell konfigurieren, sodass man dort entweder das Farbspektrum oder andere Lichtspielereien auswählen kann, man kann aber so auch die Profile mit einer Kennfarbe versehen. Die breite LED an der Oberseite des klassischen PS4-Controllers fehlt jedoch, sodass mit diesem Gamepad keine PSVR-Erfahrung oder ähnlich Kamera-basierte Features wahrgenommen werden können. Auch muss man sich bewusst machen, dass man nicht jedes Spiel mit dem Controller in vollem Umfang nutzen kann, da die Bewegungs- und Positionsbestimmung durch die Sixaxis-Sensoren und der kleine Lautsprecher fehlt - das ist aber verschmerzbar, da man sich den Nacon Revolution Unlimited Pro wahrscheinlich eh nur für einen Shooter holt, zum Beispiel für Call of Duty Cold War oder eben für CoD Warzone.
Quelle: PC Games Hardware
Nacon Revolution Unlimited Pro CoD Special Edition - Vergleich zum Standard-PS4-Controller
Last but not least wollen wir noch auf die Schultertasten und -Buttons eingehen, die stark an das Design von Microsoft erinnern. Bei den konvexen Triggern (R 2 und L 2) scheint man einen längeren Federweg zurücklegen zu müssen als beim originalen PS-Controller, ohne dass man selbigen hardwareseitig - beispielsweise durch einen Schalter - begrenzen könnte. Außerdem ist der Widerstand der beiden Trigger deutlich stärker als bei Original, wodurch Bewegungen geschmeidiger und präziser werden. Die Schulter-Buttons (R 1 und L 1) haben dagegen einen spürbaren Druckpunkt und klicken laut beim Überschreiten des selbigen. Insgesamt ist der Controller größer als der Dualshock 4 und geht mit den Dimensionen eher in Richtung des neuen Dualsense Controllers der PS5.
Nacon Revolution Unlimited Pro CoD Special Edition: Pro-Features
Der eigentliche Star solcher Edelcontroller ist ja die Rückseite, die über einige Sondertasten verfügt und so kompetitives Gameplay regelrecht einfacher macht. Hier kann man dann per Taste zwischen vier Profilen wechseln oder per Schalter zwischen kabellosem Bluetooth und einem kabelgebundenen Modus wählen. Zusätzlich kann man über die hinteren Buttons das am Controller über Klinke angeschlossene Headset bedienen (lauter, leiser, mute) und zwischen drei Konfigurationsmodi mit jeweils vier Profilen wechseln. Daneben sind an der Griffunterseite des Controllers jeweils zwei Zusatztasten eingelassen, die allgemein als Back-Paddles bezeichnet werden. Hier handelt es sich eher um wenig distinkte kleine Plastikknöpfe, die nahtlos in die Griffhörner eingelassen wurden und am PC oder per Tastenkombination individuell programmiert werden können. Die Handhabung dieser Back-Paddles bedarf einer gewissen Gewöhnung, weil die vier Tasten sich kaum von der Rückenfläche abheben, obwohl sie über eine Strukturierung verfügen. Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, kann man die Zusatztasten mit wenig Aufwand jeweils mit Ring- und Mittelfinger bedienen und gewinnt so einen kleinen kompetitiven Vorteil, weil Daumen und Zeigefinger auf den anderen Tasten sitzen bleiben können.
Aber der Controller kommt nicht ohne etwas Zubehör daher, welches man bei einem Straßenpreis von rund 180 Euro auch erwarten darf. Neben der robusten und getarnten Transporttasche bringt das Gamepad ein drei Meter langes USB-C-Kabel, einen Bluetooth-Dongle und ein ganzes Set an Gewichten, Sticks und Hülsen mit. In der Transporttasche finden all die genannten Extrateile Platz inklusive eines Mikrofasertuchs. Hülsen, Sticks und Gewichte sind sogar in einem kleinen Plastikkompartiment untergebracht, sodass einem baldigen Verlust der kleinen Einzelteile zumindest etwas entgegengewirkt wird. Die gerippte Griff-Unterseite der Griffhörner kann mit etwas Druck zur Seite geschoben werden und offenbart so ein Fach für ein Gewicht. Im Set enthalten sind nämlich je zwei 10 g, 14 g und 16 g Gewichte, sodass man den Controller von 274 g auf maximal 306 g bekommt. Damit lässt sich das Gefühl beim Spielen deutlich verbessern, denn viele Spieler bestehen auf ein gewisses Gewicht für ihr liebstes Eingabegerät. Ein weiterer Vorteil: Der Controller wird durch die Position der Gewichte nicht kopflastig, sondern gräbt sich förmlich in die Handballen und garantiert so einen sicheren Grip beim Spielen.
Quelle: PC Games Hardware
Nacon Revolution Unlimited Pro CoD Special Edition - Hardware-Modding mit Hülsen, Stick-Buttons und Gewichten
Daneben können noch die Form und das Verhalten des Sticks hardwareseitig geändert werden. Zur Auswahl stehen konvexe oder konkave Stick-Buttons, die man einfach aufstecken kann, bereit. So kann man beispielsweise den rechten Stick konvex gestalten und damit eine feinere Zielsteuerung ermöglichen, während der linke Stick ein konkaves Layout bekommt. Neben einer Mischung aus nach innen oder außen gewölbter Oberfläche kann man natürlich gänzlich auf ein Setting setzen, da jeweils zwei Stick-Buttons mit entsprechender Wölbung beiliegen. Mit den Hülsen, die auf den nackten Stick ohne Oberfläche gesteckt werden, führt man eine hardwareseitige Dead Zone ein, denn je nach Hülsendicke lassen sich die Sticks dann nur noch zwischen 30, 38 und 46° bewegen - damit lässt sich das Stickverhalten stark beeinflussen.
Viele Edelcontroller sind meist kabelgebunden, so auch die Vorgängermodelle aus Nacons Portfolio. Jetzt kann man sich entscheiden - auch am PC - ob man auf Bluetooth-Übertragung per klappbarem Dongle setzt oder doch klassisch mit einem drei Meter langen, robusten und gesleevten USB-Kabel setzt. Vorbildlich wird hier auf USB-C gesetzt, was auch heute nicht unbedingt in jedem neuen Controller-Modell Standard ist. Zudem ist der USB-C-Anschluss so konstruiert, dass einem schnellen Ausleiern entgegengewirkt wird, weil das Kabel form- und passgenau eingesteckt werden kann. Dennoch ist der Einlass nicht zu tief oder speziell gefertigt, sodass auch Ersatzkabel verwendet werden können, sollte das originale den Löffel abgeben.
Nacon Revolution Unlimited Pro CoD Special Edition: Softwareseitiges Finetuning
Wem die Rückentasten und das hardwareseitige Tuning nicht genug sind, der kann noch tiefer mit der Nacon Software in die Konfigurationen des Controllers eintauchen. Neben Updates für Controller und Dongle kann man hier wirklich alles nach dem eigenen Gusto für jeweils PS4 und den PC einstellen. Neben der Empfindlichkeit der Sticks kann auch die Totzone definiert werden, sämtliche Tasten am Gamepad können aber auch total neu zugewiesen werden. Das ist nicht nur für ein kompetitives Spiel von Vorteil, sondern erlaubt auch ein gewisses Maß an Barrierefreiheit, da so eventuell schwer bedienbare Tasten umgelegt werden können. Für die beiden Trigger-Tasten kann man so softwareseitig individuell eine Totzone einfügen, die dann entweder am Anfang oder am Ende des Federweges vorzufinden ist.
Quelle: PC Games Hardware
Nacon Revolution Unlimited Pro CoD Special Edition - Nacons Software erlaubt das Fine-Tuning der Sticks
All diese Einstellungen lassen sich einmal für die Playstation und den PC durchführen, zudem bietet Nacon noch Presets an, bei denen die Voreinstellungen auf einen bestimmten Verwendungszweck konfiguriert sind. Hinzu kommt, dass man mit der Software auch die Vibrationseigenschaften der einzelnen Sticks anpassen kann. Hier lässt sich auch die Hintergrundbeleuchtung und der Leuchtring einstellen, sodass man Farbspiele und deren Geschwindigkeit wählen kann.
Nacon Revolution Unlimited Pro CoD Special Edition: Fazit
Lohnt sich der Edel-Controller von Nacon für kompetitives Gameplay? Ja, definitiv! Das hardwareseitige Modding mit Stick-Buttons, Hülsen und Gewichten lässt einen das Gamepad an die eigenen Vorlieben und Befindlichkeiten beim Spielen anpassen. Damit ist schon viel erreicht, weil der Controller so perfekt in den Händen versinkt, die Totzone dank der Hülsen angepasst werden kann und mit der konkaven oder konvexen Stick-Button-Belegung auch noch ein entsprechender Grip hinzukommt. Generell macht der Controller einen hochwertig verarbeiteten Eindruck, die Aktions-Tasten fallen zudem etwas größer aus und designtechnisch hat man sich viel beim Xbox-Gamepad abgeschaut. Getoppt wird das Modding mit den einzelnen Gewichten, Hülsen und Buttons nur noch durch die Software. Auch wenn man selber kein Fan von unnötigem Code am eigenen Rechner ist, macht dieses Programm durchaus Sinn, da sich hier so viele Feinheiten individuell anpassen lassen, sodass man eine gewisse Trail-and-Error-Phase braucht, um die beste Konfiguration herauszufinden. Besonders ansprechend war dabei, dass wirklich die gesamte Buttonbelegung auf den Kopf gestellt werden konnte und die Sticks in jeder Hinsicht konfiguriert werden können - damit lassen sich dann mehrere Profile für unterschiedliche Spiele anpassen, die dann vor der Konsole mit einem Knopfdruck aufgerufen werden können.
Schade ist zwar, dass durch fehlende Leuchtleiste, Lautsprecher und Sixaxis-Steuerung Bedienelemente eines normalen PS4-Controllers fehlen, in der Regel schafft man sich solch ein Edel-Gamepad aber ohnehin nicht als Ersatz, sondern als Spezialgerät für einen ganz bestimmten Verwendungszweck, an. In diesem Fall, das kompetitive Spiel in einem Shooter wie eben in Call of Duty Cold War. Dank der Back-Paddles funktioniert das nach einer gewissen Eingewöhnungsphase auch recht gut, sodass man in Zukunft die Daumen auf einem gewissen Button lassen kann, während Mittel- und Ringfinger auf der Rückseite zusätzliche Aktionen durchführen. Wer mit dem Gedanken spielt, solch einen Edelcontroller sich anzuschaffen, wird mit dem Nacon Revolution Unlimited Pro CoD Special Edition nicht enttäuscht, zumal noch ein Gutschein für Ingame Bonusinhalt beiliegt.

Das Ding sit selbst in der Version 3 Mist, für den Preis einfach zu viele Kinderkrankheiten. Die Sticks sind grauenhaft, das Kabel ist Mist....da gibts wirklich besseres. Und an der Ps5 wahrscheinlich nur begrenzter Support. Für den PC sinnfrei, da nimmt man nen MS Pad, alles andere ist Quatsch und die gibts für 1/3 mit CoDz Tapete.
Muss aber sagen das ich den 50 Euro Nacon Asymetric an der PS gerne genutzt habe, die Dinger von Sony selbst sind der letzte Müll.
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