Handgerechte Haltung
Wenn man das Tacticalboard oberflächlich betrachtet, fragt man sich, was es gegenüber einer normalen Tastatur für Vorteile bietet. Die Antwort ist, dass die Anordnung der Tasten genau auf die Bedürfnisse eines Spielers ausgerichtet ist.
Das Tacticalboard ist das Äquivalent zu spieletauglichen Mäusen wie dem Mouse Man Dual Optical oder der Razor Boomslang. Die etwas breiteren Bewegungstasten (Pfeiltasten) liegen zum Beispiel shootergerecht mittig auf dem Tacticalboard und sind von neun Funktionstasten umringt. Die Anordnung wurde aber auf Rechtshänder zugeschnitten, welche die Maus mit der rechten und die Bewegungstasten mit der linken Hand bedienen. Die Taste A1 zum Beispiel ist so platziert, dass der linke kleine Finger sie optimal bedienen kann. Auch die Tasten T1 bis T7 befinden sich auf einer Position, die nur mit dem gespreizten linken Daumen einwandfrei zu erreichen ist. Den Funktionstasten einer Standard-Tastatur ähnlich sind satte 22 Tasten wie ein Bogen über die Oberseite des Tacticalboards gespannt. Für Shooter-Spieler sind diese zwar eher uninteressant, Strategen werden dafür aber schnell Verwendung finden. Zudem kann dieser "Bogen" per Gelenk und Klappfüße in einem 45-Grad-Winkel aufgestellt werden, um die "Funktionstasten" besser zu erreichen.
Das Tacticalboard funktioniert genauso wie eine normale USB-Tastatur. Um es anzuschließen und einzurichten, ist unter Windows 98 nur die Windows-CD nötig; Windows XP installiert es ohne weitere Hilfsmittel automatisch. Wenn Sie unter Windows Benutzerprofile vordefinieren wollen, brauchen Sie das auf CD enthaltene Programm Thrustmapper. Hier stehen schon 52 fertige Standardkonfigurationen für Spiele wie Battle Realms, Star Trek: Voyager - Elite Force und sogar IL-2 Sturmovik zur Verfügung. Mit etwas Einarbeitungszeit sind Sie in der Lage, die insgesamt 49 Tasten nach Belieben selbst zu belegen. Versehen Sie eine Taste noch mit der Shift-Funktion, können Sie die restlichen 48 Tasten sogar mit Zweitfunktionen ausstatten.
Ein besonderes Schmankerl ist die integrierte Kommunikationskonsole. Thrustmaster erwarb die Lizenz von Microsoft, um die Hardware des Sidewinder Gamevoice kopieren zu dürfen. Die Konsole gleicht dem Original bis auf die Mute-Funktion, mit der Sie beim Gamevoice-Vorbild das Mikrofon ausschalten können. Ein Headset wurde dem Tacticalboard leider nicht beigefügt. Das Kommunikationsprogramm Teamsound von Thrustmaster unterscheidet sich von der Gamevoice-Software. Die Benutzerführung ist z. B. etwas undurchsichtiger und wenn der Host (Gastgeber) einer Kommunikationsrunde das Programm beendet, wird diese automatisch für alle Gäste geschlossen. Neben Teamsound befindet sich auch das Tool Game Commander II auf der CD, mit dessen Hilfe Sie per Sprachkommandos Spiele steuern können. Diese Funktion ist aber nur bedingt sinnvoll, da bei undeutlicher oder hektischer Aussprache die Befehle oft nicht erkannt werden. Auch wenn der Sprachbefehl korrekt erkannt wird, tritt bei der Umsetzung immer eine leichte Verzögerung auf - was gerade bei 3D-Shootern nachteilig ist.
Wer Vielspieler ist und die Einarbeitung nicht scheut, wird das Tacticalboard schnell als gute Alternative zur PC-Tastatur annehmen. Gelegenheitsspieler sollten lieber beim althergebrachten Keyboard bleiben.
