Corsair: Scuf Envision Pro soll Elite-Controller-Alternative am PC darstellen
Der US-amerikanische Hersteller Corsair hat mit dem Scuf Envision Pro einen Controller vorgestellt, der sich als Konkurrent zum Elite-Controller von Microsoft präsentiert, im Detail aber eine eigene Interpretation darstellt. PCGH hat alle Details und konnte das Gamepad bereits unter die Lupe nehmen.
Bereits seit 2015 gibt es auf der Xbox den Xbox Wireless Elite Controller von Microsoft, mittlerweile in zweiter Generation. Im Gegensatz zum knapp 60 Euro teuren Standard-Controller verfügt die 180 Euro teure Elite-Version über zusätzliche an der Unterseite montierte Schaltpaddles, die abnehmbar sind. Zudem gibt es verschiedene Aufsätze fürs D-Pad und die Analogsticks sowie einstellbare Triggertasten (samt softwareseitigen Optionen). Statt auf Batterien setzt der Xbox Elite Wireless 2 Controller einen aufladbaren Akku mit 40 Stunden Akkulaufzeit. Microsofts Controller kann sowohl an der Xbox als auch am PC sowie via Bluetooth mit Smartphones genutzt werden. Nun schickt sich Corsair an und offeriert mit dem Scuf Envision Pro eine eigene Interpretation exklusiv für PC-Spieler. Vom Tastenlayout her setzen die Amerikaner auf das Playstation-Design, bei dem zwei Analogsticks nebeneinander statt diagonal angeordnet sind.
Playstation-Layout mit Zusatztasten
Wie beim Microsoft-Pendant lassen sich die Analogsticks und zum Teil Tasten (seitliche Special-Buttons sowie D-Pad) ausbauen. Mit einem einfachen Handgriff kann die Oberseite entfernt und gegen eine andere Optik getauscht werden. Demnächst stehen verschiedene Farben und Muster zur Wahl. PC-Spieler können sich über 11 Zusatztasten freuen, während auf der Unterseite vier Schaltpaddles zur Verfügung stehen. Zudem kann umgeschaltet werden zwischen kabelgebundenem Betrieb und 2,4-GHz-Funk-Verbindung.
Seitlich stehen jeweils eine zusätzliche Taste zur Wahl, die Nutzer auch aus-/umbauen können, falls diese bei der Handhabung stören sollten. Getreu dem Vorbild der Redmonder lässt sich die Empfindlichkeit der Trigger mittels eines mechanischen Schalters variieren. So lässt sich etwa für Rennspiele wie Forza Motorsport ein weiter Weg einstellen, um feinfühlig Gas geben zu können. Für First-Person-Shooter hingegen kann ein kurzer Auslöseweg gewählt werden, der dank Mikroschalter an Mausklicks erinnert. Eine Trigger-Vibration bietet der Scuf Envision Pro nicht. Dank geriffelter Griffe sollen Gamer den Controller immer gut in der Hand halten können.
Bildergalerie
Ein PC-Controller mit komplexeren Makro-Funktionen
Für die Optik steht eine konfigurierbare RGB-Lichtleiste parat, die via Corsair iCUE-Software gesteuert werden kann. Mit fünf individuell belegbaren G-Tasten können etwa Audio-Einstellungen schnell gewechselt werden. Ähnlich wie bei Tastaturen unterstützt der Scuf Envision Pro auch nativen Support von Makros wie Tastatur-/Maus-Funktionen, die verzögerter Ausgabe konfiguriert werden können (inklusive Texten, Hotkeys usw.).
Auf dem Controller lassen sich drei verschiedene Hardware-Profile speichern, für den vollen Funktionsumfang von etwa aufwendigeren Makros oder feineren Beleuchtungsformen wird jedoch die iCUE-Software im Hintergrund vorausgesetzt. Die Umbelegung einfacher Controller-Inputs ist davon nicht betroffen.
Der kabellose Scuf Envision Pro mit einem Gewicht von 285 Gramm kostet rund 200 Euro und soll eine Akkulaufzeit von knapp 17 bis 18 Stunden laut Hersteller bieten. Mit dem Eco-Mode lässt sich die Laufzeit um einige Stunden verlängern. Falls man auf die einstellbaren Sofort-Trigger verzichten kann und das Gamepad per Kabel am PC betreibt, lässt sich mit dem Scuf Envision rund 50 Euro sparen. In der kommenden Ausgabe PCGH 12/2023 werden wir den Scuf Envision Pro unter die Lupe nehmen.
Ebenfalls lesenswert: Microsoft: Kündigt günstigere Version des Xbox Elite Series 2 Controllers an
Sammlung zum neuen Corsair Scuf Envision Pro:
- Corsair hat den neuen PC-Controller Scuf Envision sowie Scuf Envision Pro vorgestellt.
- Das Pro-Modell grenzt sich durch die kabellose Verbindung und die einstellbaren Sofort-Trigger vom Scuf Envision ab.
- Vom Tastenlayout her setzen die Amerikaner auf das Playstation-Design. Es lassen sich zum Teil Tasten und Analogsticks ausbauen.
- Insgesamt stehen 11 zusätzliche Tasten parat, darunter vier Schaltpaddles auf der Unterseite und zwei seitliche Tasten.
- Zur Konfiguration wird die iCUE-Software vorausgesetzt.
- Komplexere Makro-Funktionen wie bei Tastaturen oder Mäusen können mit der iCUE-Suite eingestellt werden.
- Die drei Hardware-Profile unterstützen nicht alle per Software eingestellten Funktionen.
- Der 200 Euro teure Scuf Envision Pro soll eine Akkulaufzeit von 17,25 Stunden zu bieten haben.
Quelle: Corsair

PCGH ist für mich immer: GRAFIK, NVIDIA. Wenn jemand mal Datamining mit PCGH macht, der kann das auf jeden Fall bestätigen.
Hier kommen viele Dinge zu kurz oder überhaupt nicht. Spiele haben auch Ton (Audio), diesen als (klingt toll, wuchtig) abzustempeln ist ja wohl eine Lachnummer hoch 10. Hauptsache man zoomt 2000-fach in das FSR-Bild ein, nur um AMD dessen Feature schlechtzumachen und Nvidia toll dastehen zu lassen.
Die PCGH gehört mal aufgeräumt. @ThiloBayer
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Im Endeffekt bietet der Envision Pro als Luxus-Controller einen nativen, unkomplizierten Support aller wichtigen PC-Features, ohne sich intensiv in verschiedenen Software-Suites einarbeiten zu müssen. Die Eckdaten und Trades sind interessant und valide genug, um von einem insgesamt sehr guten PC-Controller sprechen zu können. Trigger-Rumble, Gyro-Sensoren und Touchpads fehlen, dafür werden aber Mikroschalter, eine höhere Akkulaufzeit (insbesondere zu den Dualsense/Dualsense-Edge-Controllern mit ca. 3 bis 9 Stunden) und im Vergleich zum Xbox Elite Controller ein anderes Layout/Griffdesign geboten. Ob die Zielgruppe groß genug ist, ist im am Ende des Tages Problem des Herstellers. Aber anscheinend sind die Verkaufszahlen trotz der utopischen Preise gut genug, ansonsten lässt sich der Launch ständig neuer Controller kaum erklären. Was beinahe universell gemieden wird, sind Hall-Joysticks, was angesichts der Preisklasse ärgerlich ist. Eine derartige Aufrüstoption bei den großen Marken wäre eine schöne Abwechslung. Es gilt als Nutzer abzuwägen, welche Punkte einem persönlich wichtiger sind (Feauture-Set, Anwendungsbereich, Formfaktor, Gefühl in der eigenen Hand) und wie viel man wofür bereit ist, zu zahlen.
Dann lieber den Xbox (Elite) Controller und per reWASD ansteuern.
Idee fürs Heft: mal die verschiedenen Mapping Programme testen und vergleichen. Finde reWASD (auch wenns 8€ kostet) mit Abstand am besten.
Mfg
Schade ist eher das Fehlen der Trigger-Vibrationen. Dagegen stehen aber Mikroschalter an ABXY/D-Pad und den Triggern (mit kurzen Wegen) sowie die Makrofunktion bei den Specialtasten über iCUE. Es ist in der Software fummelig, aber funktioniert. Zugegeben, auch nischig, aber in der Form bei einem modernen Controller mit Wireless-Funktion was Besonderes. Der Preis ist bitter und absolut nichts für den Durchschnittsspieler. Ergo bleiben (wie so oft bei extremen Preisen) vor allem die Enthusiasten als Zielgruppe. Die finden die Summen zwar auch nicht toll, wollen aber bestimmte Features/Vorteile/Konzepte, die sie dann doch kaufen lassen.
Kommt drauf an. Wenn man schon einen hat (durch Konsole) und kein Geld mehr ausgeben möchte? Dann ja. Extra kaufen? Auf gar keinen Fall. Ich nutze selbst PS5-Controller (meist über Bluetooth) und die geringe Akkulaufzeit und das Support-Gefummel nervt im Alltag. Steam hilft da aus, aber löst nicht alle Probleme. Immerhin: Das Touchpad kann gelegentlich nett sein für Cursor-Spiele. Sowas fehlt beim Scuf. Dafür kann man aber mit Makros hantieren. Hat halt alles sein Für und Wider.
Was ratsam wäre, wenn man überlegt zuzuschlagen: Den Controller vor dem Kauf mal in die Hand nehmen und die Form/den Griff vergleichen. Physische Läden sterben zwar langsam aus, aber manches lässt sich vor Ort schneller klären. Bis der Scuf im lokalen Handel ist, dauert es aber vermutlich noch eine Weile.
Der Entwickler und Erfinder Jibb Smart der seine Software JSM pflegt sowie das Feature FlickStick was sogar moderne Spiele integriert haben (Call of Duty/ DeathLoop) sowie Steam (SteamInput) wurde vor einiger Zeit bei EPIC übernommen. UE-Spiele werden alle motion controll sowie FlickStick bieten und es werden immer mehr.
Dieser Scuff-Controller ist ein XBOX-Controller, also technisch völlig veraltet, mit fehlenden Features wie Touchpad, adaptive Trigger sowie haptische Feedback und das für +-200 €.
Dieser Controller ist eine Beleidigung für jeden Gamer.
Pro-Spieler setzen nach wie vor auf den alten Dualshock 4 von Sony wegen des perfekten Clawgriffs den man damit hat.
Extra ein Gamepad für Makrofunktionen kaufen ist völliger Blödsinn. Steam hilft da via Steaminput kostenlos aus, andere mächtige Software (kostenpflichtig) wie reWASD helfen ebenso weiter. Es gibt sogar USB-Sticks, die man an Konsolen stecken kann, um dort seine Makros und Co zu nutzen. (8Bitdo)
Ich finde es extrem traurig, dass viele Menschen technisch nicht ganz up to date sind und dann noch als Redakteur in Technikbereich arbeiten.
PCGH ist für mich immer: GRAFIK, NVIDIA. Wenn jemand mal Datamining mit PCGH macht, der kann das auf jeden Fall bestätigen.
Hier kommen viele Dinge zu kurz oder überhaupt nicht. Spiele haben auch Ton (Audio), diesen als (klingt toll, wuchtig) abzustempeln ist ja wohl eine Lachnummer hoch 10. Hauptsache man zoomt 2000-fach in das FSR-Bild ein, nur um AMD dessen Feature schlechtzumachen und Nvidia toll dastehen zu lassen.
Die PCGH gehört mal aufgeräumt. @ThiloBayer