Samsung Exynos 9820 für Galaxy S10: Samsung nennt Details zu neuer 8-nm-SoC
Samsung hat technische Details zu der neuen Exynos-9820-SoC verraten. Dieser Mobilprozessor wird voraussichtlich im Samsung Galaxy S10 eingesetzt, welches am 20. Februar vorgestellt werden soll. Der Hersteller setzt erstmals auf einen Tri-Cluster mit 8 Kernen, wobei 4 Cortex-A55-, zwei Cortex-A75- und zwei selbstentwickelte Kerne zum Einsatz kommen. Auch GPU, ISP und NPU wurden verbessert.
Der Smartphonehersteller und Halbleiterriese Samsung hat Details zu der neuen Exynos-9820-SoC veröffentlicht. Dieser Mobilprozessor mit ARM-Technik wurde für den Einsatz in dem kommenden Smartphone Samsung Galaxy S10 entwickelt und soll deutlich gesteigerte Leistung im Vergleich zum Vorgänger bieten. Die überarbeite CPU soll laut Samsung eine "desktop-ähnliche" Nutzererfahrung auf Smartphones ermöglichen. Der Exynos 9820 wird im 8-nm-Low-Power-Plus-Verfahren gefertigt, welches laut Herstellerangaben im Vergleich mit dem bisherigen 10-nm-LPP-Verfahren den Stromverbrauch um etwa 10 Prozent verringert. Weitere Verbesserungen der Energieeffizienz wurden durch geringere Idle-, Leckströme und Spannungen ermöglicht.
Samsung Exynos 9820: Tri-Cluster-CPU, neue GPU, HDR10+ und mehr
Der CPU-Anteil des Exynos 9820 ist ein Octocore, der als Tri-Cluster ausgeführt ist. Samsung setzt zum ersten Mal drei verschiedene Kerntypen in einem Chip ein: neben vier stromsparenden Cortex-A55-Kernen und zwei leistungsfähigeren Cortex-A75-Kernen, werden auch zwei von Samsung neu entwickelte Prozessorkerne der vierten Generation verbaut, die noch mehr Leistung als ARMs Referenzdesign bieten sollen. Offizielle Angaben zu dem Namen dieser Kerne macht der Hersteller nicht, in Anbetracht davon, dass die zuvor von Samsung entwickelt Recheneinheiten als M1, M2 und M3 bezeichnet wurden, sollte es sich hierbei um M4-Kerne handeln. Laut einer veranschaulichenden Darstellung in Samsungs Presserelease benötigen die eigenen Kerne deutlich mehr Chipfläche. Im Vergleich zum Vorgänger soll der Exynos 9820 etwa 20 Prozent mehr Single-Core-Leistung bieten und dank des Tri-Cluster-Designs sowie des dazugehörigen Task-Schedulers im Alltag sparsamer arbeiten.
Ein weiterer Kernpunkt des Exynos 9820 ist das neue Neural Processing Unit (NPU), also ein künstliches neurales Netz, um Deep-Learning-Berechnungen energieeffizient zu ermöglichen. Basierend auf Angaben des Herstellers soll die Exynos-9820-SoC dank der NPU die Berechnung von KI-Funktionen siebenmal schneller ausführen als der direkte Vorgänger. Samsung weist auf die Vorteile sogenannter On-Device-KIs hin, die im Vergleich zu Cloud-Lösungen geringere Latenzen, bessere Sicherheit und eine höhere Energieeffizienz bieten soll. Im Exynos 9820 ist ein LTE-Advanced-Pro-Moden integriert, welches LTE der Kategorie 20 unterstützt, um Downlink-Geschwindigkeiten von bis zu 2,0 Gigabit pro Sekunde zu ermöglichen. Das Modem hat 4x4-MIMO-Funktechnik und bietet zudem 256-QAM und eLAA. Samsung weist daraufhin, dass die Exynos-9820-SoC auch mit dem Exynos Modem 5100 gepaart werden kann, um den 5G-Mobilfunkstandard zu unterstützen.
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Die Grafikdarstellung mit dem Exynos 9820 wird durch die Mali-G76-MP12-GPU ermöglicht. Sie bietet breiter ausgeführten Execution Engines, die im Vergleich zur vorherigen Lösung doppelt so viele Lanes bieten, verbesserte Grafikkompression und bessere API-Unterstützung. Laut Samsung erreicht die Mali G76MP12 je nach Anwendung entweder 40 Prozent höhere Leistung oder verringert den Stromverbrauch um 35 Prozent. Die Grafikeinheit unterstützt auch HDR-Darstellung nach dem neuen HDR10+-Standard. Ein weiterer wichtiger Bestandteil eines modernen Smartphones ist die Kameratechnik, weswegen Samsung den Bildprozessor überarbeitet und KI-Funktionen in diesen integriert hat. Die maximale Anzahl unterstützter Bildsensoren wurde von vier auf fünf gesteigert, zudem werden nun neue Videocodecs unterstützt. Samsung hebt besonders die 10-Bit-HEVC-Kodierung hervor, die es erlaubt, 8K-Videos mit 10-Bit-Farbe platzsparender zu speichern.
