Forza Motorsport im Kurztest: Die Liebe zur Perfektion
Im Oktober rast der achte Teil der Reihe Forza Motorsport auf die Xbox und den PC. In einer Vorschau-Version durfte sich PCGH hinters Lenkrad klemmen und die ersten Runden drehen. Wie gut läuft das Simcade-Rennspiel bereits vor dem Release? Kann die Fahrphysik überzeugen und wie sind die Systemanforderungen?
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Seit 2005 gibt es Forza Motorsport für die Xbox. Entwickler Turn 10 Studios schraubt an der simulationslastigen Rennspielreihe, die von Microsoft gepublisht wird. Bislang erschien alle zwei Jahre ein neuer Serienteil, doch seit 2017 war Schluss. Laut den Entwicklern war diesmal alleine der Vorlauf zwei Kalenderjahre, ehe dann die Produktion begann. Gerade die ersten vier Serienteile konnten Fachpresse und Spieler gleichermaßen für sich begeistern. Seit Forza Motorsport 6: Apex können auch PC-Spieler auf Rennstrecken Gas geben. Allerdings enttäuschten die letzten Ableger.
Bei Forza Motorsport 5 wurde der geringe Umfang und die fehlenden Wettereffekte bemängelt. Forza Motorsport 6 rüstete u. a. die Wettereffekte nach und beinhaltete über 450 Fahrzeuge. Zwar bekam Teil sechs mit 87 Prozent bei Metacritic bessere Kritiken als der Vorgänger, doch Level-Glücksrad stieß nicht bei jedem auf Gegenliebe. Im Jahr 2017 erschien dann der bislang letzte Teil. Forza Motorsport 7 wollte ein Hybrid aus Arcade und Simulation darstellen, doch die kaum taktischen Boxenstopps und andere Vereinfachungen gingen der Spielerschaft zu weit. Am 10. Oktober fährt der achte Teil der Simcade-Reihe Forza Motorsport in die Startaufstellung. Im neuen Forza Motorsport sollen über 500 lizenzierte Autos enthalten sein. Vor Kurzem wurden die ersten enthaltenen Fahrzeuge und Strecken bekannt gegeben. PCGH durfte an einem Vorschau-Event teilnehmen und bereits die ersten Runden drehen.
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Schlüsselsegmente bringen Fahrspaß
Der achte Teil der Simcade-Reihe verliert die Zahl im Namen. Warum sich Turn 10 dazu entschlossen hat, dazu später mehr. In der Preview-Fassung stehen die Rennstrecken Maple Valley, Hakone, Grand Oak, Mugello und Kyalami zur Wahl. Im fertigen Spiel werden diese 20 verschiedenen Rennstrecken enthalten sein:
- Circuit de Barcelona-Catalunya,
- Circuit des 24 Heures du Mans (Le Mans),
- Circuit de Spa-Francorchamps,
- Eaglerock Speedway,
- Grand Oak Speedway,
- Hakone Circuit,
- Indianapolis Speedway,
- Kyalami Grand Prix Circuit,
- Laguna Seca,
- Maple Valley,
- Mid-Ohio Sports Car Course,
- Mugello,
- Nürburgring GP,
- Nordschleife (kommt 2024),
- Road America,
- Silverstone Circuit,
- Suzuka Circuit,
- Virginia International Raceway
In der Vorschau-Version lässt sich neben dem Einstieg die erste Kampagne im Builder's Cup-Modus spielen. Zunächst startet man in einem Cadillac LMDh-Rennwagen, der auch in Le Mans in diesem Jahr aktiv war. In der Kampagne entscheidet man sich für eines von drei Fahrzeugen, mit dem es dann in Grand Oak auf die Strecke geht. Auffällig ist, dass der Trainingsmodus eine zentrale Bedeutung im achten Teil von Forza Motorsport erhält. Es gilt innerhalb von drei Runden bestimmte Ziele zu erreichen, etwa nicht von der Strecke abzufliegen. Zudem enthält jede Strecke sogenannte Schlüsselsegmente. Das Rennspiel von Turn 10 misst die Zeiten je Abschnitt und stellt diese klar und deutlich heraus. In jeder gefahrenen Trainingsrunde wird protokolliert, in welchem Abschnitt man schneller geworden ist. So lernt man auf spielerische Art und Weise die Rennstrecken und die Ideallinie kennen.
Quelle: PC Games
Training vor dem Rennen mit bestimmten Zielen in Forza Motorsport.
Forza-typisch verdient man pro gefahrenem Schlüsselsegment virtuelle Credits namens Autopunkte. Diese Punkte können dafür verwendet werden, neue Bauteile fürs Auto zu kaufen und die Leistung zu verbessern. So sollen Spieler eine Bindung zum eigenen Auto aufbauen, da man den vierrädrigen Freund im Karriereverlauf immer weiter tunt, um leistungsfähig zu bleiben und Siege einzufahren. Die Kombination aus Perfektion der Fahrweise und Belohnung in Form von AP sorgt für gehörige Motivation. Schade ist, dass die Schlüsselmomente pro Rennstrecke nicht vorab gezeigt werden beziehungsweise es keine Möglichkeit gibt, nur diese spezifischen Stellen einer Rennstrecke zu befahren. Eine andere schöne Ergänzung wäre es, wenn es nach dem Training eine Übersicht geben würde, an welchen Streckenabschnitten man schnell war und wo man Zeit verloren hat. Bislang ist dieses Feature jedoch leider nicht geplant.
Quelle: PC Games
Challenge the Grid als Herausforderung beim Rennen.
Die Entwickler versprechen weiterhin eine überarbeitete Fahrphysik, vor allem in Bezug auf die Reifen und Federung. Je nachdem, ob es regnet oder sonnig ist, sowie welche Tageszeit gerade simuliert wird, verändert sich der Zustand der Strecken. Beim kommenden Forza Motorsport gibt es gleich acht verschiedene Kontaktpunkte zwischen Reifen und Fahrbahn, die Refreshrate liegt bei 360 Hertz. So soll der Reifenabrieb realistischer simuliert werden. Bereits nach den ersten Runden lässt sich eines festhalten. Die Mechaniker bei Turn 10 haben ganze Arbeit geleistet und ein neues Fahrwerk entwickelt. Zwar rutschen die Autos in Kurven immer noch Forza-typisch, doch mit einem dosierten Gasfuß lassen sich die Boliden sehr feinfühlig kontrollieren. Man hat nun immer das Gefühl, zu wissen, wie das Auto reagieren wird. Ein unkontrollierbares Übersteuern verhindert das optional aktivierbare DSC, wobei es das virtuelle ESP auch in einer Sport-Stellung gibt. Hierbei lässt die Stabilitätskontrolle mehr Spielraum zu.
Quelle: PC Games
Die Reifensimulation mit 360 Hertz sorgt für mehr Strategie im Rennen von Forza Motorsport.
Den Anspruch eines Simcade-Spiels zeigt sich beim Wechsel von einem Ford Mustang in den eingangs erwähnten Cadillac-Prototypen, der für die Langstrecken-WM WEC und die IMSA entwickelt wurde. Der LMDh-Rennwagen mit 690 PS und Hybrid-Antrieb erreicht in Le Mans Höchstgeschwindigkeiten von über 350 km/h. Innerhalb von Forza Motorsport zeigt sich vor allem das Handling in Kurven sehr präzise, sodass man Kurven mit hohen Geschwindigkeiten durchfahren kann. Das Gewicht der Fahrzeuge lässt sich ebenfalls gut spüren. So ist ein Ford Mustang mit seinen knapp 1,7 Tonnen ein anderes Kaliber als der ohne Straßenzulassung fahrende, knapp eine Tonne leichte LMDh-Rennwagen Cadillac V-Series R.
Quelle: PC Games
Jedes der über 500 lizenzierten Autos enthält eine Cockpit-Perspektive in Forza Motorsport.
Für eine abschließende Beurteilung der Fahrphysik ist es aber noch zu früh, da lediglich fünf verschiedene Fahrzeuge in der Preview spielbar waren. Das, was bereits fahrbar ist, unterscheidet sich jedoch merklich voneinander und hinterlässt einen realistischen Eindruck. Es macht einfach Spaß, mit einem Prototyp durch Maple Valley zu heizen und sich dabei an hohen Kurvengeschwindigkeiten zu erfreuen. Der Cadillac klebt förmlich auf der Straße, doch verlangt trotzdem ein feinfühliges Management von Gas und Bremse. Insgesamt fährt sich die 2023-Ausgabe von Forza Motorsport sehr ähnlich zu den erfolgreichen ersten vier Teilen der Rennspielreihe und nicht, wie etwa Forza Motorsport 7.

Man weiss als Sim-Fan einfach ganz genau das man hier nen Arcade racer mit minimal höherem Anspruch als Horizon oder so bekommt.
Wenn ich mir da z.B. ein Wreckfest ansehe, so macht das sowohl mit Controller als auch Highend-Lenkrad fast gleichermaßen Spaß und fühlt sich steuerbar an. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man seitens eines Turn10 nicht notfalls das Know-How dazu auch einfach einkaufen könnte, um den Realismus-Modus auch im FFB und Steuerung besser rüber zu bringen. Dass selbst Konsolen genug Leistung für sehr gute Grafik plus sehr detaillierte Physik-Simulation und ausgeprägtes FFB nebst Support für entsprechendes Equipment haben, zeigen doch Rennsims wie AC, ACC oder auch PCARS - und die kann man ungekehrt sogar auch mit Gamepad gut spielen. Daran kann's also kaum liegen.
Klar...die Simracing Elite macht sich dann immer wahnsinnig gerne über die Controller Fahrer in Forza lustig wenn es heisst "fährt sich total realistisch und so...bla bla"....aber meine Güte.
Auch wir ( die "richtigen" Simracer ) haben alle irgendwann früher mit GT oder Forza angefangen und die Leidenschaft für Autorennen entwickelt.
Einfach mal 2-3 Stunden abschalten, Autos sammeln, bisschen rumprobieren und blödeln....dafür war das schon voll in Ordnung.
Man weiss als Sim-Fan einfach ganz genau das man hier nen Arcade racer mit minimal höherem Anspruch als Horizon oder so bekommt.
Schade sind halt die Inhaltskürzungen und das man sich vehement gegen eine Quali vor dem Rennen streubt....das ist für mich nicht nachvollziehbar.
Trotzdem das optimale Spiel für den Gamepass....wenn nach und nach der Inhalt nachkommt ( Nordschleife zb ) kann man immer mal wieder reinschauen.
junge die kommis hier
und Konsolen Spieler sind keine echten Gamer
ja ihr seid krass und hab n lenkrad und spielt viel im simulator... die meisten wollen da in 1 jahr vielleicht 100h in das game versenekn und dann wieder vergessen, und das ganze mit controller
ich will aber auch gar keine simu zocken sondern einfach ne runde abheizen aber bißchen ernster als horizon
stress hab ich den ganzen tag schon da will ich beim zocken entspannen
Aber was ich bisher vom neuen Forza Motorsports gehört habe klingt ziemlich gut. Mit ein paar Anpassungen soll sich auch das Fahren mit Lenkrad gut anfühlen.
FH und FM zu vergleichen hinkt allerdings etwas. Dass FM niemand online spielt(e), lag da schon genauso an den Crash-Drivern und das soll sich im neuen Teil laut T10 zum Glück bessern. Da kommen solche... Spieler dann in eigene Lobbys. Andererseits war da auch das Problem, dass T10 sich zu wenig um das online Drumrum kümmerte. Da tut, bzw. tat bisher zumindest PD mit GT mehr.