[Update: Berichte über Ruckler] Amazon Fire TV im Hands-on-Test: Überzeugt die schnelle Streaming-Box?
Ab sofort ist Fire TV offiziell in Deutschland zu kaufen und PC Games Hardware hatte die Möglichkeit, einen ersten Test mit der kleinen Streaming-Box von Amazon durchzuführen. Wir prüfen den Einsatz als Video-Streamer, ob die versprochenen Apps verfügbar sind und welches Potenzial die Box durch einen Root hätte.
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Update vom 30.09.2014
In den Amazonforen beklagen sich viele User über ein ruckelndes Bild über Fire TV. Danke auch an PCGHX-User Whitey für den Hinweis. Es scheint so, als ob Fire TV hier ein ähnliches Problem hat wie die Xbox One beim Start, wenn das Ausgangsmaterial mal in 50 Hz (PAL), dann wieder in 60 Hz (NTSC) vorliegt und Fire TV nicht in der Lage ist, unterschiedliche Bildwiederholraten beim Ausgangsmaterial zu berücksichtigen. Durch Hoch- oder Runterrechnen entstehen dann Ruckler. Bei Usern hilft es dann oft nur, die Bild-Automatik bei Fire TV zu deaktivieren und die richtige Auflösung/Refreshrate von Hand einzustellen.
Wir haben uns stichpunktartig einige Filme, auch im Original (z. B. Breaking Bad), angesehen, konnten auf einem Samsung LE46C650 aus dem Jahre 2011 aber keine Ruckler feststellen.
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Update vom 26.09.2014:
Nachdem wir im Test mit Fire TV gestern und heute tagsüber keinerlei Probleme mit dem Abspielen hatten, scheint der Deutschlandstart heute zumindest bei uns für technische Probleme zu sorgen. Erst im dritten oder vierten Anlauf starten bei uns aktuell die Filme - ansonsten zeigt die Internetnetverbindung keinerlei Störungen. Es ist davon auszugehen, dass heute sehr viele User parallel den Dienst nutzen wollen.
Berichte, dass spezielle Fire-TV-Geräte für die Presse bereits die Netflix-App beinhalten sollen, können wir übrigens nicht bestätigen. Bei unserem offiziellen Muster von Amazon ließ sich Netflix nicht starten - obwohl Netflix auch als Logo auf der Verpackung steht. Letzter Infostand ist, dass die App im Oktober nachgeschoben wird.
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Mit dem heutigen Tage startet Fire TV von Amazon auch in Deutschland, nachdem die kleine Streamingbox bereits seit April in den USA verfügbar ist. "Start" ist allerdings relativ, denn wenn überhaupt bekommen Sie nur noch in den Filialen von Media Markt, Saturn und Co. einige Exemplare - und natürlich die glücklichen Vorbesteller, die innerhalb der ersten Stunden nach dem Vorverkaufsstart zugeschlagen haben. Ansonsten heißt es Warten bis mindestens Januar 2015. Im Moment lässt sich Fire TV direkt bei Amazon nur noch "reservieren". Bestellungen werden nach dem Datum des Eingangs abgearbeitet. PC Games Hardware hat ein Testgerät des Fire TV erhalten und einen ersten Praxistest für Sie durchgeführt.
Fire TV: Technische Eckdaten
Fire TV misst 115 × 115 × 7,5 Millimeter und ist ohne Verkabelung 281 Gramm, mit Strom- und HDMI-Kabel 299 Gramm leicht. Die SoC-Plattform Snapdragon S4 Pro 8062 beinhaltet einen vierkernigen Qualcomm Krait 300 mit bis zu 1,7 GHz und den von vielen Smartphones bekannten Qualcomm Adreno 320. Als Arbeitsspeicher kommen 2 GiB LPDDR2 mit 533 MHz zum Einsatz, dazu gesellen sich maximal 8 GByte Speicherplatz für Apps und Spiele. Ins Netzwerk gelangt Fire TV entweder über WLAN (Dualband 2,4/5 GHz mit zwei Antennen, 802.11 a/b/g/n) oder über Ethernet (10/100). Der HDMI-Anschluss ist auf Version 1.4b, ein optisches Audiokabel (TOSLINK) ist auch da. Bluetooth wird in Version 4.0 mit den Profilen HID, HFP 1.6 und SPP unterstützt.
Von Haus aus werden unter anderem AAC und MP3 sowie h.264 / AVC, MPEG-4, VC-1 und JPEG/PNG unterstützt. Im Audiobereich versteht sich Fire TV mit Dolby Digital Plus, 5.1 Surround, 2-Kanal-Stereo und bis 7.1 über HDMI. Als Auflösungen stehen 720 und 1080p bis 60 Fps zur Verfügung. Der USB-2.0-Anschluss ist für Geräte nutzbar, beispielsweise für den optionalen Fire-Gamecontroller. USB-Sticks lassen sich hier nicht offiziell ansteuern. Die Box streamt also nur aus dem Web so wie der Chromecast und spielt aus dem Stand keine Filme von Laufwerken oder aus dem Netzwerk ab. Allerdings kann man beispielsweise mit dem kostenpflichtigen Plex eine entsprechende Netzwerkfunktion nachrüsten.
Die Optik und Haptik von Box und Fernbedienung ist durchaus edel, auch wenn das Design nicht an Apple TV herankommt. Zum Glück muss man die Box eigentlich nur zur Installation anfassen, denn Fingerabdrücke sind relativ schnell und relativ hartnäckig auf dem mattierten Gehäuse.
Quelle: PC Games Hardware
Fire TV Anschlüsse
Fire TV: Was kann das Gerät alles?
Im kompakten Verkaufskarton befindet sich neben der Box noch die Fernbedienung mit Batterien und ein Stromstecker. Ein HDMI-Kabel müssen Sie selbst erwerben, genau wie ein Patchkabel, sofern Sie eine "feste" Netzwerkverbindung bevorzugen. Einen expliziten Ein- oder Ausschalter gibt es nicht, schließt man Fire TV dann an den Fernseher an, startet die Box direkt und suchte in unserem Fall nach Updates, die dann auch installiert werden. Die Möglichkeit, Updates optional nur von Hand wie bei Apple TV durchzuführen, gibt es zumindest im Moment nicht. Im Anschluss suchen wir bei uns per WLAN das Netzwerk, was nach Eingabe des Schlüssels auch problemlos klappt. Nun muss man sich nur noch bei Amazon direkt anmelden, was ohne Tastatur etwas mühsam ist, aber im Grunde sind Sie nach 5-10 Minuten startklar. Fire TV empfängt den User mit einer kurzen, gut gemachten Einführung per Video, die die wichtigsten Grundlagen erklärt.
Im Hauptmenü von Fire TV findet man einen direkten Zugriff zu Prime Video, Spiele, Apps, Fotos und Einstellungen. Wer bereits eine Watchlist für Instant Video pflegt, findet diese ebenfalls vor. Mithilfe der Fernbedienung lassen sich die Menüs verzögerungsfrei aufrufen (wer beispielsweise die Prime Video-App direkt auf dem Smart-TV nutzt, wird durch die Latenz den Fernsehers hier deutliche Nachteile bemerken), die Navigation geht sehr intuitiv von der Hand. Wenn Sie beispielsweise vorher schon am PC oder per Tablet Filme oder Serien angesehen haben, merkt sich Amazon das und synchronisiert das auch über Fire TV. Sie bekommen bei einer Serie dann gleich die chronologisch nächste Folge vorgeschlagen und Sie haben die Möglichkeit, auch begonnene Filme oder Serien fortzusetzen.
Sehr gut gefallen hat uns die Möglichkeit, die Suche per Sprachbefehl durchzuführen. Dazu drückt man eine entsprechende Taste auf der Fernbedienung, die laut Amazon verbauten zwei Digital-Mikrofone mit Rauschunterdrückung nehmen dann die Suchanfrage an und Fire TV versucht, entsprechende Treffer zu liefern. Das klappte im Test erstaunlich gut. Während englische Filmtitel naturgemäß komplett problemlos erkannt wurden, waren selbst deutsche Titel meistens kein Problem. Auf Anhieb erkannt wurden beispielsweise auch ungewöhnliche Namen wie Grüffelo oder Pastewka (danke an die Kollegen von Golem für die Idee). So macht das Suchen nach Filmen einfach Spaß.
Neben dem Programm von Prime Video, das für Prime-Mitglieder kostenlose und kostenpflichtige Filme und Serien beinhaltet, die ausgeliehen und gekauft werden können, gibt es wie erwähnt auch Spiele, die man aus dem Amazon Store für Tablets und Smartphones kennt. Leider konnten wir keines der Spiele wirklich ausprobieren, weil sie fast durchgängig den Fire-Gamecontroller voraussetzen, den wir nicht erhalten haben. Außerdem kann man Fotos anzeigen, allerdings nur dann, wenn man diese auf Amazon Cloud Drive hochlädt; hier sind die ersten 5 Gigabyte kostenlos. Für einen möglichen Root wäre es sicher für den User bequemer, wenn er Bilder auch über einen USB-Stick über die Box auf den Fernseher "streamen" könnte. Auch mit Musik versteht sich Fire TV, so gibt es Apps für Spotify, Tune In oder Vevo. Nicht ausprobiert haben wir das Second Screen Feature, dafür braucht es ein Kindle-Tablet.
Fire TV: Was fehlt im Moment noch?
Amazon forciert mit Fire TV im Moment seinen eigenen Video-Streaming-Service Instant Video, der auch Bestandteil von Prime ist. Watchever fehlt zum Beispiel noch gänzlich und es ist auch nicht klar, ob der Anbieter jemals auf Fire TV landet. Netflix ist in Deutschland gestartet und die Integration für Fire TV soll "bald" folgen. Maxdome konnten wir leider auch nicht entdecken - soll aber ebenfalls "bald" verfügbar sein. Wir hoffen, das sind nicht nur Lippenbekenntnisse.
Was beim deutschen Fire TV leider noch gänzlich fehlt, ist die Unterstützung für Amazon Music. Also die Nutzung von digital gekaufter Musik bei Amazon und der durch Auto Rip zur Verfügung gestellten Songs. Dieses Feature wurde in den USA auch erst einige Monate nach dem Start per Update aktiviert und soll in Deutschland "bald erhältlich" sein. Es wäre natürlich sehr nützlich, wenn man die Box auch als Mediaplayer für Amazon-Musik nutzen könnte.
Fire TV: Praxis-Eindrücke und Problemchen
Für unseren Test haben wir einige Serien und Filme angesehen und dabei im Großen und Ganzen kaum Probleme gehabt. Die Filme starten bei uns sofort, vom Puffern oder Vorausladen von Inhalten merkt man als User bei einer schnellen Anbindung kaum etwas. Amazon vertraut dabei auf ASAP genannte Funktion (Advanced Streaming and Prediction), welche die Sehgewohnheiten analysieren und Programme schon einmal vorladen soll. Nicht transparent ist, warum manche Filme direkt in HD starten und manche erst nach einer gewissen Zeit auf HD umschwenken. Außerdem ist das Angebot an Filmen mit alternativ englischer Tonspur nach unserem subjektivem Eindruck sehr eingeschränkt.
Im Test fiel auf, dass die installierbare Youtube-App nur englische Inhalte zulässt. Wir tippen auf einen Bug. Außerdem ließen sich einige Spiele nicht installieren, obwohl sie eigentlich für Fire TV geeignet sein sollen. Auch hier tippen wir darauf, dass Amazon diese Probleme bald löst.
Standardmäßig ist das Sammeln von "App-Nutzungsdaten" aktiviert. Amazon sammelt damit Daten über die App-Nutzung und stellt diese "eventuell" in Form von "zusammengefassten und nicht-personenbezogenen" Informationen Entwicklern zur Verfügung. Wir empfehlen hier eine Deaktivierung des Features.
Quelle: PC Games Hardware
Fire TV: App Nutzungsdaten sammeln
[COLOR=textColor3]Fire TV: Bootzeit, Leistungsaufnahme (Update), Temperatur
Quelle: PC Games Hardware
Fire TV: Leistungsaufnahme beim Bildschirmschoner
Für unseren Test nutzen wir die aktuelle Version 51.1.3.0. Fire TV lädt aus dem Stand in 30 Sekunden hoch, was aber nicht so sehr ins Gewicht fällt, weil man normalerweise parallel auch den Fernseher anmacht, der auch ein paar Sekunden braucht. Die kleine Box schlägt sich in unseren Tests für Leistungsaufnahme und Temperatur tapfer. Im Normalbetrieb, also in Menüs, nimmt die Box rund 3 Watt an Leistung auf. Schaut man dann einen hochaufgelösten Film, erhöht sich die Leistungsaufnahme auf bis zu 5 Watt. Das alles ist noch im Rahmen.
Ungewöhnlich, wenn nicht ärgerlich sind die Stromsparfunktionen des Fire TV. Wie beschrieben gibt es keinen Ausschalter - man muss die Stromzufuhr im Zweifel unterbrechen. Das mag bei 3 Watt im Normalbetrieb nicht nötig sind, aber wenigstens eine konfigurierbare Stromsparfunktion wäre interessant gewesen. So geht das Gerät erst nach 30 Minuten Inaktivität in einen echten Stand-by. Bis dahin schaltet sich standardmäßig bei bestimmter Inaktivität ein Bildschirmschoner ein, der allerdings mit bis zu 6 Watt fast doppelt so viel verbraucht wie der Standardmodus. Wir empfehlen das Deaktivieren des Bildschirmschoners.
Update: Wir haben nun auch noch die Leistungsaufnahme im Standby-Modus gemessen, den Fire TV rund 30 Minuten Inaktivität erreicht. Wir messen hier noch rund 2 Watt Leistungsaufnahme.
Die Box selbst erwärmt sich im Betrieb leicht, vor allem in der Mitte in Logo-Nähe. Bei unserer Raumtemperatur von 23,8 Grad Celsius messen wir ca. 31 Grad Celsius im Dauerbetrieb - wenn der Bildschirmschoner länger läuft, können es auch mal 33,7 Grad Celsius werden (siehe Bildergalerie).
Fire TV: Fazit
Im Grunde macht Fire TV genau das, was es soll. Prime-Videos bei geeigneter Internetverbindung schnell und weitgehend problemlos abzuspielen. Ich habe Prime Video bisher über ein iPad 2 als Zuspieler auf einem Samsung-Fernseher aus dem Jahre 2012 benutzt und hatte viele Qualitätsprobleme (fehlendes Vollbild, schlechte Bildqualität) damit. Die gehören dank Fire TV nun der Vergangenheit an. Allerdings ist es schade, dass im Vergleich zur Situation in den USA noch einige Apps fehlen und dass noch nicht einmal Amazon Music unterstützt wird. Neben den genannten Kinderkrankheiten, die sich hoffentlich beheben lassen, sollte Amazon genau hier schnell nachliefern, damit Fire TV ein richtig gutes Produkt ist.

... Mhh.. ich glaube ich werde mir da doch lieber eine [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Kleiner Nachtrag....
inzwischen eine 2te Box gekauft bei Sat..n, da voll zufrieden mit der Box.
Bei ama..n sind viele am Meckern wegen der Bild Qualität, gut ich weis nun nicht was sie für eine Gurke als TV bezeichnen, aber bei mit auf 32" als auch 40" habe ich gestochen Scharfe Bilder, auch keine Schlieren zusehen bei schnellen Schwenks, auch das die Box ziehmlich Warm werden würde kann ich Nicht bestätigen gestern 2,5 Stunden in Betrieb und die Box ist nicht mal Lau Warm. Das fehlen des Ausschalters habe ich auch bei der 2ten Box via Einzelschlter Mehrfach Steckdose für unter 10Eus bei O.i gelösst, auch wenn ich es tatsächlich Ausprobiert habe mit den 30minuten Standby welcher bei mir ohne Probleme funktioniert hat ( ich spreche immer von 2 Boxen ) im moment warte ich noch auf mein neues HDMI Kabelmit Winkelstecker da meine HDMI anschlüsse inzwischen hinten am TV voll sind aber an der seite sind ja noch 2 anschlüsse
Als nächstes werde ich dann so eine Wand Halteplatte ausprobieren, im Schlafzimmer das Geräte unsichtbar machen
... richtig flüssig auch bei der Cover Darstellung? cool!
Kodi ist mir noch zu instabil. Glücklicherweise kann man einfach zurück.
Gestern mal XBMC/Kodi ausprobiert, läuft
Viel Spass damit!