FSR 4 'Redstone': Next-Gen-Upscaling auch für ältere GPUs?
AMDs Next-Gen-Upscaling-Technologie FSR 'Redstone' verzichtet offensichtlich ganz bewusst auf einen Versionshinweis in der offiziellen Bezeichnung und könnte sowohl auf älteren Radeon-Grafikkarten als auch auf konkurrierenden GPUs laufen.
Im Rahmen der Computex 2025 hatte AMD offiziell die Einführung seiner nächsten Upscaling-Evolutionsstufe FSR 4 'Redstone' angekündigt, welche im 2. Halbjahr 2025 erscheinen und erstmals vollständig auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ("KI"), Maschinelles Lernen ("ML") und ein neues KI-Modell setzen wird. In einem aktuellen Interview bestätigt Chris Hall, Senior Director of Software Development bei AMD, wiederum, dass 'Redstone' keinen dedizierten KI-Beschleuniger innerhalb des Grafikprozessors voraussetzen, sondern auf ROCm und ML setzen werde.
AMDs Next-Gen-Upscaling-Technologie FSR 'Redstone' verzichtet offensichtlich ganz bewusst auf einen Versionshinweis in der offiziellen Bezeichnung und könnte somit sowohl auf älteren Radeon-Grafikkarten als auch auf konkurrierenden GPUs von Nvidia und Intel lauffähig sein. Das geht zumindest aus einem Bericht der japanischen Website 4Gamer.net hervor, wie Wccftech berichtet.
FSR Redstone wurde unter Verwendung von AMD ML2CODE, einem Forschungsprojekt von ROCm, entwickelt.
Der Kern der neuralen Rendering-Technologie wird in optimierten Compute Shader-Code umgewandelt, indem ML2CODE genutzt wird. Das bedeutet, dass der neuronale Rendering-Kern von FSR Redstone auch auf GPUs anderer Hersteller laufen kann.
Bei AMD verwenden wir HIP im Entwicklungsprozess für viele innovative neue KI-bezogene Technologien. ML2CODE zielt darauf ab, sich mit den am häufigsten verwendeten Grafik-Rendering-Pipelines zu integrieren, beispielsweise mit "GLSL" für Vulkan und "HLSL" für DirectX.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die KI-Kerne der verschiedenen KI-bezogenen Funktionen, die in FSR Redstone verwendet werden, mit HIP-Code entwickelt wurden. Dies liegt daran, dass HIP-Code Code ausgeben kann, der für jede Generation von Radeon-GPUs optimiert ist, und dank dieser Architektur kann er auch auf GPUs anderer Hersteller laufen.
Unabhängig davon, ob das sinnvoll ist oder nicht, wird HIP-Code, wenn er in CUDA umgewandelt und mit einem Nvidia-Compiler erstellt wird, wahrscheinlich auf einer Nvidia-GPU laufen.
- Chris Hall, Senior Director of Software Development bei AMD -
Dieser Ansatz beseitigt die Abhängigkeit von spezialisierter (KI-)Hardware, was es ermöglichen soll, FSR 'Redstone' auch auf Grafikkarten zu betreiben, welche gar keine dedizierten KI-Beschleuniger besitzen, oder gar nicht von AMD stammen. Hierfür wird vorausgesetzt, dass der Anbieter Standard-Grafik-Schnittstellen ("APIs") wie DirectX oder Vulkan unterstützt. Das ist allerdings bei allen aktuellen Grafikkarten der Fall.
FSR 4 "Redstone" soll AMDs KI-Upscaling FSR 4 in den kommenden Monaten mit Strahlenrekonstruktion ("Ray Reconstruction") alias "Ray Regeneration" sowie einer neuen Frame Generation mit KI-Unterstützung aufwerten. "Neural Radiance Caching", welches insbesondere Spiele mit Raytracing und Pathtracing beschleunigen soll, wird ebenfalls mit von der Partie sein, wie AMD schon auf der Computex 2025 versprach.
Quelle: AMD
Auch das eigentliche KI-Upscaling, das sogenannte "Super Sampling", soll durch einen verbesserten Algorithmus und ein neues per Machine Learing trainiertes KI-Modell verbessert worden sein und insbesondere bei niedrigeren Auflösungen bessere Ergebnisse liefern. Hier bieten sich Vergleiche mit dem ebenfalls deutlich verbesserten Transformer-KI-Modell von Nvidia dann geradezu an.
Mit dem Update auf FSR 3.1.4 wurden erste Komponenten von FSR 4 'Redstone' in das Featureset der Upscaling-Technologie implementiert, welcher dann mit dem Upgrade auf FSR 4 'Redstone' zum Einsatz kommen werden.
Zusätzlich zu all den anderen Vorteilen, wie reduziertes gehobenes Geistern und Unterstützung für unsere FSR-4-Treiber-Upgrade-Funktion, fügt FSR 3.1.4 auch bereits die erforderlichen Kameraparameter hinzu, um die kommende ML Frame Generation zu unterstützen. Dieses Feature gehört zum Update auf FSR 4 Redstone.
- AMD -
FSR 4 "Redstone", welches im zweiten Halbjahr 2025 möglicherweise als FSR 4.1 an den Start gehen wird, soll wie FSR 4 der neusten Radeon-Generation auf Basis der RDNA-4-Architektur ("GFX12") vorbehalten bleiben und zusammengefasst die nachfolgenden Verbesserungen im Vergleich zu FSR 4 mit sich bringen.
Ob der bewusste Verzicht auf eine Versionsnummer in der offiziellen Bezeichnung ein Hinweis darauf ist, dass das Redstone-Update auch auf RDNA-3-Grafikkarten, älteren und konkurrierenden Grafikkarten laufen wird, bleibt abzuwarten.
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Quelle: 4Gamer.net via Wccftech

Also doch nix mit FSR4 für RDNA3 ? Wow, so schnell geht's ...