Asustor Drivestor 4 Pro AS3304T im NAS-Test: Preiswerter Multimedia-Server
Die Nische der erschwinglichen Heim-NAS-Geräte ist mit zahlreichen Modellen von Asustor, Synology, Terramaster, QNAP und anderen ziemlich breit gefächert. Die meisten dieser Gehäuse bieten ähnliche Spezifikationen, unterscheiden sich jedoch geringfügig in Bezug auf Arbeitsspeicher, CPU und Laufwerksschächte. Wir möchten uns nach langer Zeit mal wieder an ein NAS-Test wagen und herausfiltern, was so ein kleiner Heimserver leisten kann und was nicht.
In diesem Artikel
Egal, ob automatisierte Backups, eine Heim-Cloud oder ein ambitionierter Medienserver mit Plex - all das lässt sich mit einem effizienten kleinen NAS-Server realisieren, der eher wirkt wie ein Festplattengehäuse als ein fast schon vollwertiger Computer. Das Drivestor 4 Pro verwendet eine Quad-Core CPU von Realtek, die mit 1,4 GHz getaktet ist und von 2 GB DDR4 RAM unterstützt wird. 2 GB Arbeitsspeicher sind wenig, und die RTD1296-CPU ist nicht besonders stark, aber angesichts der Tatsache, dass NAS-Server rund um die Uhr in Betrieb sind, kommt es vor allem darauf an, eine moderate Leistung zu bieten und dabei so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen. Soll heißen: Hier geht es mehr um Effizienz als um Rechenleistung. Da es sich um ein auf den Heimgebrauch ausgerichtetes NAS handelt, ist es außerdem nicht für professionelle Anwendungen geeignet, wofür die Leistung etwas schnell knapp werden könnte. Die Unterstützung von Plex und die 4K-Transkodierung sind gute Neuigkeiten für Benutzer, die ein NAS für ihre Multimedia-Inhalte benötigen. In dieser Bewertung werden wir jedoch auch überprüfen, ob es das tatsächlich kann.
Ausstattung: Vier Laufwerksschächte, aber spärliche Anschlüsse
Der CPU des Servers fehlt ein integrierter Grafikprozessor, daher gibt es keinen HDMI-Anschluss, was ein großer Nachteil für ein multimediaorientiertes NAS ist. Ein direkter Anschluss an einen Fernseher bedeutet, dass Sie Dateien mit sehr hoher Bitrate genießen können, ohne Ihr Heimnetzwerk zu belasten. Die Plex-Unterstützung ist ein Vorteil, aber sie gilt nur für bis zu 1080p ohne jegliche Hardware-Transkodierung, sodass die schwache CPU es schwer haben wird. Der Medienmodus wird helfen, da er 512 GB Speicher für Multimedia-Aufgaben reserviert, aber ADM ist speicherhungriger als DSM.
| Asustor Drivestor 4 Pro AS3304T | |
|---|---|
| Prozessor | Realtek RTD1296 1,4 GHz Quad-Core |
| Arbeitsspeicher | 2 GB DDR4 |
| Kapazität | Vier Laufwerksschächte |
| Kompatible Laufwerkstypen | 3,5-Zoll-SATA-Festplatte, 2,5-Zoll-SATA-Festplatte, 2,5-Zoll-SATA-SSD |
| Hot-Swap-fähig | Ja |
| Externe Ports | Ein RJ-45 2,5 GbE Port, 1 USB 3.2 Gen 1 Port (Vorderseite), Zwei USB 3.2 Gen 1 Anschlüsse (hinten) |
| Stromversorgung | 90-W-Netzteil |
| Verbrauch: Betrieb/Festplattenruhezustand/Schlafmodus (S3) | 23,1 W / 10,1 W / Kein Ruhemodus |
| Maße | 170 mm x 174 mm x 230 mm |
| Garantie | 3 Jahre |
An der Front leuchten zahlreiche Status-LEDs, so wie man es von einem NAS auch erwarten würde. Nicht etwa den Betrieb der einzelnen Festplatten wird hier mitgeteilt, auch die LAN- oder CPU-Aktivität leuchtet hier auf. Die Seiten des Gehäuses sind komplett geschlossen, ebenso wie die Oberseite. Auf der Rückseite des NAS befinden sich der 120-mm-Lüfter, zwei weitere USB 3.2 Gen 1-Anschlüsse, der 2,5-Gb-LAN-Anschluss und der Gleichstromeingang des externen Netzteils. Es gibt keine Staubfilter, daher müssen Sie, wie bei anderen Gehäusen auch, die Einschübe öffnen und die Laufwerke entfernen, um das Innere schnell reinigen zu können.
Das gesamte Gehäuse lässt sich auch leicht zerlegen, es müssen nur ein paar Schrauben auf der Rückseite entfernt werden. Dies ist jedoch nicht notwendig, da es keine M.2-Steckplätze für SSD-Cache gibt und auch der Arbeitsspeicher nicht aufrüstbar ist. Das NAS ist gut durchdacht und lässt sich leicht mit Laufwerken bestücken. Das Einrichten eines Asustor-NAS ist sowieso ein einfacher Prozess. Alles, was Sie benötigen, ist die IP-Adresse des Gehäuses in Ihrem lokalen Netzwerk, um sie in die Browserzeile einzugeben. Finden Sie es nicht auf Anhieb im Netzwerk, kann die herstellereigene Windows-App helfen.
Die Standard 4 Bay NAS von Synology lagen UVP auch immer bei 399€ (DS416, -417, -418 usw.) ohne irgendwelche Abstriche bei Leistung oder Funktionen zu haben.
Plus man hat mit DSM eine solide Basis die erprobt und zukunftsfähig ist.
Da lohnt es sich meiner Meinung nach nicht ein paar Euro zu sparen.
Wenn Asus auch noch stärkere Hardware im Angebot hat, könnte ich tatsächlich schwach werden.