PCGH-Plus Label [PLUS] Festplattenfestung - Fünf robuste externe Festplatten im Härtetest

PCGH Plus: Unter den externen Datenträgern haben Magnetfestplatten die Nase vorn und liegen noch vor dem Flash-Speicher. Der ist viel zu teuer fürs externe Datengrab - und HDDs sind robuster als ihr Ruf. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2018.

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 Festplattenfestung - Fünf robuste externe Festplatten im Härtetest
Quelle: Pixabay

Magnetfestplatten sind eigentlich ziemlich empfindlich. Die dünnen Speicherscheiben, genannt Platter, verzeihen kein Staubkorn auf der Oberfläche, geschweige denn einen Kratzer durch den Lesekopf. Im Betrieb darf die Platte daher keinen Bewegungen ausgesetzt sein, weswegen der Kopf beim "Herunterfahren" der Platte in eine sichere Position einparkt. Ausgeschaltet halten die guten alten Magnetfestplatten aber sehr wohl so einiges aus.

Externe Platten: Basiswissen

Zusammen mit einem externen Gehäuse werden sie zum robusten Speicher, der Staub, Stößen und Wasser trotzt. Grundsätzlich verkraften Flash-Speicher aller Art, also USB-Sticks, Speicherkarten oder SSDs, Stöße besser als Magnetfestplatten, da sie ohne bewegliche Bauteile auskommen. Im Gegensatz zur HDD ist es dem Flash auch egal, ob er den Stoß im Betrieb oder im stromlosen Zustand bekäme. USB-Sticks sind zwar kompakt und praktisch, jedoch relativ langsam und in der Kapazität ziemlich begrenzt. Für die große portable Mediendatenbank sind sie also weniger geeignet.

Zwar gibt es auch hier eine Oberklasse, die kostet aber auch entsprechend. Noch schneller und natürlich noch teurer sind externe SSDs, von denen es mittlerweile einige Modelle gibt. Hier werden nicht etwa einfach interne SSDs mit einem externen USB-Gehäuse verpackt wie bei den HDDs. Externe SSDs sind meist etwas kleiner als 2,5-Zoll-Laufwerke, schneller als die meisten USB-Sticks und auch mit mehreren Terabytes an Kapazität erhältlich. Das Nadelöhr der Leistung externer SSDs ist die USB-3.0-Schnittstelle, mit welcher die meisten Modelle noch immer ausgestattet sind. Und das, obwohl heutzutage nahezu jedes Mainboard und jedes Notebook mit USB 3.1 (Gen. 2) und/oder Thunderbolt 3 über schnellere Schnittstellen verfügt. Ausnahmen sind etwa eine Sandisk Extreme 900, die es schon seit 2016 gibt und die ziemlich teuer ist, oder ein Asus USB 3.1 Enclosure mit einem internen RAID. Auch wenn externe HDDs mit der gleichen USB-3.0-Schnittstelle werben, sind die externen SSDs natürlich deutlich flotter. Große Mengen kopieren sie gut doppelt so schnell. Einige Vertreter von großen und (relativ) schnellen USB-Sticks sowie externe SSDs haben wir genau vor einem Jahr in der Ausgabe 08/2017 getestet. Die dort getesteten Modelle sind noch immer aktuell oder verfügen über einen Nachfolger mit nur unwesentlichen Neuerungen. Abgesehen davon stecken SSDs Stöße dankbarer weg, gegen Feuchtigkeit aber sind sie nicht minder anfällig als Magnetfestplatten, es sei denn dass sie extra als (spritz)-wasserfest deklariert sind.

Preisfrage: HDDs sind deutlich günstiger

Der Grund, warum die schnelleren und unempfindlicheren externen SSDs noch immer ein Nischendasein fristen, dürfte schlicht der hohe Preis sein. Magnetfestplatten werden mit steigender Kapazität nicht direkt proportional teurer als SSDs, sodass etwa üppige zwei Terabytes als Festplatte zweistellig bepreist sind. In diesen Regionen gibt es bestenfalls ein Achtel an Flash-Speicher. Außerdem ist der Geschwindigkeitsvorteil nicht so relevant wie bei einer internen SSD, welche System- und Programmstarts beschleunigt. Für den Privatanwender ist eben meistens noch immer die externe HDD am geeignetsten. Für die Preisersparnis wartet man aber beim Kopieren gerne einige Sekunden länger.

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