Festplatten mit 100 TB: Western Digital stellt die Zukunftspläne mit HAMR-HDDs vor
Western Digital sieht die Zukunft der HDD in HAMR. Erste Modelle mit über 40 TB Speicher sollen 2027 auf den Markt kommen.
HAMR steht für "Heat-Assisted Magnetic Recording" und ist eine recht junge Technologie, mit deren Hilfe die Speicherkapazität von HDD-Festplatten um ein Vielfaches erweitert werden kann. Dabei wird die Plattenoberfläche mit einem Laser erhitzt, wodurch die Speicherdichte erhöht wird. Daten können so enger zusammengepackt werden und die Speicherkapazität steigt. Western Digital gehört zu den Marktführern im HDD-Bereich und hat jetzt die Zukunftspläne mit HAMR vorgestellt. Bis 2030 möchte das Unternehmen so HAMR-HDDs mit einer Kapazität von bis zu 100 TB oder sogar mehr herstellen. Diese XXL-Festplatten könnten etwa für Anbieter von Cloud-Diensten interessant werden.
Bevor es so weit ist, muss aber erst der Übergang zu HAMR gelingen. Die ersten Modelle sollen 2026 auf den Markt kommen und eine Kapazität von 36 TB bei Conventional Magnetic Recording (CMR) und 44 TB mit UltraSMR (Shingled Magnetic Recording) verfügen. Western Digital plant die Vollproduktion dieser Modelle für Ende 2026, sodass sie 2027 flächendeckend einsatzbereit sein sollen. Schon jetzt werden wohl erste Tests mit solchen Modellen durchgeführt, dabei bleibt aber unklar, ob es sich um Versionen mit CMR oder mit UltraSMR handelt.
Weiter geht man bei Western Digital davon aus, dass die Kapazität in den folgenden Jahren auch durch andere technologische Fortschritte weiter steigen wird. Bis 2030 plant man daher mit HAMR-HDDs mit einer Speicherkapazität von 80 TB bei CMR und 100 TB bei UltraSMR. Da die Nachfrage nach Speicherplatz wohl nur weiter steigen dürfte, möchte man sich damit weiter auf dem Markt platzieren.
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Quelle: Western Digital

Verglichen mit optischen Laufwerken, die ihren Laser bei jedem Lesevorgang benutzen müssen und trotzdem >2 Jahrzehnte halten können, sollten HAMRs also sehr lange leben (zugegeben: die Laserintensität dort ist höher). Zudem würde eine Laser-Ausfall nur weiteres Schreiben verhindern, aber keine Daten gefährden.
Ja, Dioden verschleißen - das aber bei "harmloseren" Parametern sehr langsam. Die hersteller müssen da die Ausgangsleistung konstant sein muss sowieso eine Form der Nachregelung einbauen um den Verschleiß der Diode über Zeit auszugleichen, erst wenn die am Ende ist, also die Diode mit maximal erlaubter Betriebsspannung die notwendige Mindestleistung nicht mehr erreicht, wäre die Platte am Ende angekommen.
Das sind aber alles Dinge, wo die hersteller jetzt Jahrzehnte Zeit hatten ums auszutüfteln und die Lebensdauern ziemlich sicher dahin "gezielt" werden wo es bisher auch der Fall war, sprich wenn kein statistischer Totalausfall eintritt der natürlich immer passieren kann sollte man davon ausgehen, dass die ersten 10 Jahre spezifizierter Nutzung (ein paar Hundert geschriebene TB pro Jahr) da keine Verschleißprobleme kommen. Da Dioden nur dann verschleißen wenn sie auch angeschaltet sind solte die Lebensdauer bei entsprechend geringerer Nutzung (Heimanwender schreiben ja normalerweise keine 300 TB/Jahr...) auch entsprechend steigen.
Dabei wird die Plattenoberfläche mit einem Laser erhitzt
Alles in AV1 umzuwandeln würde zwar immense Rechenzeit verbrauchen, aber könnte ein PC erledigen, der irgendwo rund um die Uhr läuft, vllt auch etwas gedrosselt damit er nicht laut und heiß läuft. Würde deine Sammlung um 40% schrumpfen beim Speicherplatzverbrauch.
Ich behalte immer alles im Original (also verlustfrei, vor allemdie Videos der Kinder/Familie), es gibt aber natürlich auch eine AV1 Version für "Plex" zum Streamen um Haus. So ganz glücklich bin ich damit aber nicht, am großen OLED merke ich manchmal schon Artefakte.
Aber da ich tausende Filme und Alben auf BD, DVD, CD besitze braucht es halt dennoch Platz, egal ob im AV1/OGH/AAC/MP3 Format.
Das mit der Rechenleistung ist gar nicht so wild, Umwandeln in AV1 hab ich Mal mit einer A380 probiert. Könnte vielleicht auch ein Laptop aus der Arbeit machen (Lunar Lake/Battlemage), wäre einfach ein spannendes Experiment
Zu meinem Anwendungsfall ist es anders:
Mein NAS (DS923) steht im Abstellraum neben dem Esstisch, der nur elegant mit einem Vorhang geschlossen ist. Normale HDD sind viel zu laut. Ich habe also 2x 4TB SSD Samsung 870 EVO verbaut und eine Smasung PM893 mit 7,84TB. Genutzt wird es ebenfalls für Serien, die ich günstig auf BD oder DVD gekauft habe und verlustfrei speichere um es im Haushalt zur Verfügung zu stellen. Dazu die TimeMachines von 2 MacBooks mit täglichem Intervall und die Sicherung von einem PC, plus FinalCut-Daten etc. Extern hängt dann noch ein 16TB-Laufwerk dran, als BackUp für den NAS.
Ich würde mir wünschen das die Hersteller wieder den Fokus auf SATA SSD setzen würden und höhere Speicher mengen anbieten. Mir würden 8 bis 16TB vorerst reichen (Mushkin mit 16TB soll definitiv nicht die nötige Qualität haben). Auch um den Preis in diesen Bereichen etwas zu senken, denn allein die SSD-Platten haben ein kleines Vermögen gekostet.