Festplatten im Vorteil: HDDs verbrauchen weniger Strom - oder doch nicht?
Festplatten wurden zwar in vielen Bereichen von SSDs verdrängt, vereinzelt haben sie aber immer noch Vorteile. Neben den Kosten pro Speicherplatz trifft das laut dem Speicheranbieter Scality auch auf den Energieverbrauch zu. Die Methodik hinter dieser Annahme wirft aber Fragen auf.
Für viele Heimanwender sind Festplatten bereits ein Relikt der Vergangenheit, das sich höchstens noch als Datengrab im eigenen Computer befindet. Wenn besonders viele Daten gespeichert werden müssen, sind die vergleichsweise kostengünstigen HDDs den schnelleren SSDs aber immer noch überlegen. Und nicht nur das: Angeblich soll auch der Stromverbrauch geringer sein - und zwar, je nach Szenario, deutlich.
Fragwürdige Methodik
Dafür spricht zumindest ein Bericht des Cloud-Speicheranbieter Scality, in der die von dem Unternehmen genutzten Festplatten und SSDs mit Hinblick auf ihren Verbrauch verglichen werden. Die Testmethodik wirft dabei aber durchaus Fragen auf. Beispielsweise wurden die Vergleichskandidaten - eine Micron 6500 Ion mit QLC-Speicher und 30,72 TB sowie eine Seagate Exos X22 mit 7.200 RPM und 22 TB - nicht direkt vermessen. Stattdessen wurden die Verbrauchswerte aus den jeweiligen Datenblättern übernommen. Je nach Lastszenario wurden dabei die folgenden Werte ermittelt:
Quelle: Scality
Angeblich soll die untersuchte HDD im Schnitt deutlich weniger Energie als die zum Vergleich herangezogenen SSD verbrauchen.
Auf den ersten Blick scheint es dabei so, als wären Festplatten bei schreibintensiven Anwendungen pro TB fast doppelt so effizient. Als Szenario geht Scality dabei von je 10 Prozent im Idle und unter Lese-Last sowie 80 Prozent unter Schreib-Last aus. Neben dem Fehlen von echten Praxismessungen wird dabei aber offenbar die abweichende Datenrate vernachlässigt. Und während die Seagate-HDD laut Hersteller nur sequentielle Datenraten von 272 MB/s bis 285 MB/s erreicht, kommt die Micron-SSD auf sequenzielle Schreibraten von 5.000 MB/s und Leseraten von 6.800 MB/s.
Auch spannend: Festplatten: Backblaze sieht steigende Ausfälle, WD und Seagate mit höheren Kapazitäten
Um dieselbe Datenmenge zu transferieren, braucht die Micron-SSD damit wohl nur grob ein Zwanzigstel so lange wie die HDD, womit sie wesentlich länger im Idle-Zustand verbringen könnte. Das ist gleichzeitig genau der Zustand, wo die SSD etwas weniger Energie verbraucht als die Festplatte. Die tatsächlichen Werte dürften damit deutlich von der Tabelle abweichen, für belastbare Aussagen müsste man hier zudem Praxismessungen durchführen. Die pauschale Aussage, dass HDDs effizienter seien als SDDs, bleibt damit bis auf Weiteres zweifelhaft.
Quelle: Scality via Tom's Hardware

(...)
Ich hab damals von 16 auf 32 GB aufgerüstet, weil der Wechsel zwischen den Welten den RAM zum überlaufen brachte und und 30s Ruckeln mit sich brachte. Mit 32 GB waren dann auch 24GB belegt und die Weltwechsel liefen smooth.
Edit: Typo
Inhalt eines Artikels reviewed, wiedergegeben und kritisch hinterfragt.
(Und das bei einem "Test außerhalb eures Universums"
Genau den Painpoint getroffen: peak Wattage vs. consumption over time.
Gleiches macht man ja auch bei CPU's:
Wieviel Leistung wird gezogen und über welchen Zeitraum, den der Prozessor zum Abarbeiten der Workload benötigt?
Am Ende zählt die Fläche unter der Kurve
Weiter so! So wünsch' ich mir PCGH.
Top
Es scheint am VRAM der 4070 zu liegen, der lagert minimal aus aber wohl nicht komplett in den RAM. Und das wäre wirklich peinlich. Ich muss dem Problem nochmal genau auf den Grund gehen. Ist nicht so schlimm, ist kein Shooter und meine Welt ist inzwischen riesig, aber dafür hab ich 64GB RAM.
Gibt es irgendwo Veröfffentlichungen zum Energieverbrauch der Chipindustrie. Ich finde auf die Schnelle nichts und tappe völlig im Dunkel, was man insgesamt für die Herstellung braucht. Ich dachte bisher, vor allem die Wafer sind es und, das Belichten scheint aber auch viel auszumachen. Da hab ich nicht einmal ein grobes Gefühl und liege vermutlich um Zehnerpotenzen in der Abschätzung daneben.
Und möglicherweise spielt auch der Grafikkartentreiber eine Rolle, aber es steht dem Spiel immer frei, alle einmal bereitgestellten Daten auch im Arbeitsspeicher vorrätig zu halten, wenn noch Platz frei ist. Wir sprechen hier ja nicht von einer Produktivanwendung, die davon ausgehen muss, dass der zum Start freie RAM während der Laufzeit noch von mehrere weiteren, gleich wichtigen Programmen beansprucht wird.
Die großen Chiphersteller veröffentlichen eigene Umweltreports, meistens einmal im Jahr, aber die lassen sich natürlich schwer auf einzelne Chips runterbrechen. Dazu gibt es immer mal wieder Studien von 3rd-Partys, aber keine allgemeinen Angaben. Die Firmen selbst brüsten sich lieber mit relativen Verbesserungen, ohne die Bezugswerte zu nennen und schon gar nicht detailliert. Aber TSMC soll zum Beispiel 2021 17 Millionen MWh verbraucht und 14 Millionen Wafer-Äquivalente geliefert haben, also deutlich über 1 MWh pro durchschnittlichem TSMC-Wafer. CPUs und GPUs dürften bei einem Vielfachen dieses Durchschnitts liegen, da sie die feinsten Fertigungsverfahren und vor allem die meisten Belichtungsdurchgänge erfordern.
Es scheint am VRAM der 4070 zu liegen, der lagert minimal aus aber wohl nicht komplett in den RAM. Und das wäre wirklich peinlich. Ich muss dem Problem nochmal genau auf den Grund gehen. Ist nicht so schlimm, ist kein Shooter und meine Welt ist inzwischen riesig, aber dafür hab ich 64GB RAM.
Gibt es irgendwo Veröfffentlichungen zum Energieverbrauch der Chipindustrie. Ich finde auf die Schnelle nichts und tappe völlig im Dunkel, was man insgesamt für die Herstellung braucht. Ich dachte bisher, vor allem die Wafer sind es und, das Belichten scheint aber auch viel auszumachen. Da hab ich nicht einmal ein grobes Gefühl und liege vermutlich um Zehnerpotenzen in der Abschätzung daneben.