SSHD - Seagates Hybridlaufwerke mit Flash-Beschleunigung nun auch für Desktop und mit mehr Speicher
Seagate kündigt auf der Cebit an, die SSHD-Reihe Momentus auszubauen und künftig bis zu 1 TByte flashbeschleunigten HDD-Speicherplatz im 2,5-Zoll-Format anzubieten. Die neue 3,5-Zoll-Desktopreihe auf Basis der Barracuda-Technik folgt auf dem Fuße. Im gleichen Atemzug stellt Seagate die Produktion konventioneller 2,5-Zoll-HDDs mit 7.200 U/min ein.
Quelle: Seagate
Seagates neue: Hybrid-Festplatten (SSHDs) nun auch im 3,5-Zoll-Format.
Seagate bringt gleich drei neue SSHD-Reihen auf den Markt. Die 2,5-Zoll-Laptop-SSHD in Standard-Bauhöhe von 9,5 Millimetern bietet nun bis zu 1 TByte Speicherplatz, die ebenfalls im 2,5-Zoll-Formfaktor gebaute Laptop-Thin-SSHD ist nur 7 Millimeter hoch und verfügt über maximal 500 GByte Platz. Die 1-TByte-Version wird unter der Modellnummer ST1000LM014 (Link zum PCGH-Preisvergleich) verkauft und die Laptop-Thin-SSHD als ST500LM000 (Link zum PCGH-Preisvergleich).
Verschiedene Medien, unter anderem unser Partner-Portal Golem.de, berichten darüber, dass Seagate künftig keine Notebook-HDDs mit 7.200 U/min mehr entwickeln wird, die nicht gleichzeitig auch über eine Flash-Beschleunigung verfügen. Wie man uns auf der Cebit mitteilte, handelt es sich dabei allerdings hauptsächlich um eine Portfolio-Bereinigung, da Performance-orientierte Anwender gleich zu den SSHDs greifen würden und für Low-Power- oder besonders preissensitive Produkte seien weiterhin die 5.400-U/min-Platten im Angebot.
3,5-Zoll-Desktop-Festplatten mit Flash-Beschleunigung
Am spannendsten jedoch sind für den PCGH-Leser sicherlich die ebenfalls neuen 3,5-Zoll-Festplatten mit bis zu 2 Terabyte Kapazität. Wie wir in unserem Gespräch mit Seagate auf der Cebit über den Inhalt der Pressemitteilung hinausgehend erfuhren, kombinieren die Desktop-SSHDs aktuelle Barracuda-Technik wie 1 TB Kapazität pro Platter und 7.200 U/min Rotationsgeschwindigkeit mit dem bekannten Flash-Beschleunigungs-Cache der Momentus-XT-Reihe. Offizielle Preisvorstellungen gab man zwar noch nicht an, aber angesichts der bekannten Momentus-XT-Preise, welche über prinzipiell dieselbe Technik verfügen, ist von einem Aufschlag von circa 20 bis 30 Euro gegenüber einem regulären HDD-Modell auszugehen.
Durch ihren 8 GiByte großen NAND-Flash-Cache beschleunigen die Geräte Zugriffe auf häufig genutzter Programme - es handelt sich dabei um eine Nutzung als reinen Lesecache, Schreibvorgänge finden in jedem Fall direkt auf die Magnetscheiben statt. Durch dieses Nutzungsprofil erklärt sich wohl auch, warum Seagate nun auf MLC- anstelle des höherwertigen SLC-Speichers setzt. Letzter spielt seine Haltbarkeitsvorteile nur bei vielen Schreibzyklen aus, von denen er circa 10 bis 30 Mal mehr verdaut als MLC-NAND. Wie die 8 GiBye sinnvoll zu befüllen sind, wird nach wie vor von Seagates Adaptive Memory entschieden. Laut Seagate entscheidet darüber ein blockbasierter Algorithmus, welcher Zugriffshäufigkeit und die dabei entstehende Latenz berücksichtigt. Unter anderem soll durch "FAST"-Factor Boot sichergestellt werden, dass die Windows-Bootdateien in einem reservierten Bereich des Flash-Speichers verbleiben.Sie ermittelt Zugriffsmuster und packt die entsprechenden Daten auf den Flash-Speicher. Zusammen mit Fast Factor, dass die Kombinationsleistung des Hybridlaufwerks abrunden soll, sollen System- und Anwendungsstarts beschleunigt werden.
Die Vorteile der Flash-Beschleunigung, welche inzwischen auch von WD und Toshiba angekündigt wurde, haben wir bereits an der Momentus XT im Test ausprobiert. Auch exisitiert ein PCGH-Video, welches den Windows-7-Start zwischen SSDH, SSD und zwei HDDs vergleicht. Wir haben es der Bequemlichkeit halber in diese Meldung eingebunden.

Nutzt du ein zweites Betriebssystem?
Wenn nicht, dann nutze doch einfach die Caching-Funktion vom Chipsatz. Meiner Beobachtung zu folge ist die Logik von Intel genauso gut, wie die von Seagate und es ist auch möglich, nur einen Teil einer SSD dafür zu nutzen und den Rest als normale Partition => normale Festplatten, gecached auf SSD + OS auf dem Rest der SSD.
Der einzige Nachteil bei Intel ist, dass man mit aktiviertem Caching nur auf das Betriebssystem booten kann, unter dem das Caching aktiviert wurde. (deaktivieren ist aber im Problemfall auf BIOS-Ebene möglich, dann funktionieren die Festplatten ganz normal)
Bezüglich Seagate: Jeder Hersteller hat mal eine schlechte Serie und ggf. basieren die hier auf Samsungentwicklungen. Etwaige WD-Projekte dagegen könnten auf die Hitachi-IBM-Dethstar-Linie zurückgehen. (Auch da war es nur eine misratene Serie, die einem jahrzehntelang für Zuverlässigkeit bekannten Hersteller das Genick brach)
Genau diese Idee reizt mich persönlich an dem Teil, denn immo hab ich z.B. alle Games, Office, etc. noch auf ner HDD und da wär es schon ne tolle Sache, wenn man auch den Rest bissel schneller hat
Fakt ist jedenfalls: Wer in Anwendungen und Spielen von schnellen Flash-Zugriffen profitiert, muss entweder
a) verdammt viel Geld ausgeben
b) verdammt wenig Software nutzen
c) verdammt viel Zeit in Speichermanagement und hin- und herkopieren investieren
d) eine gute Caching-Lösung haben
Ob man das OS auch auf eine SSHD oder eine schnellere SSD packt, ist dann auch nur noch eine Kostenfrage. Imho dürfte sich SSHD für die meisten jedenfalls mehr lohnen, als das gleiche Geld in SSD+HDD zu stecken. Denn einen Großteil der OS-Daten werden viele nur 1-2 mal am Tag laden, diverse Spiele,... Daten, die auf einer kleinen SSD keinen Platz mehr finden, dagegen häufiger.
Platten mit nur einem Kopf sind jedenfalls schon seit längerem üblich, 45 statt 55 € (bei der 7200.14) sind zugegebenermaßen ein eher kleiner Unterschied. Aber mit dem SSHD-Preisaufschlag könnte man in einen Bereich gelangen, in dem einige Euro mehr Unterschied machbar sind. Wenn die 1 TB Variante einfach direkt über 70 € auf den Markt bringen, ist mir das natürlich auch recht
Aber vom Platzbedarf her reichen mir derzeit 2x 320 GB noch mehr als aus. Davon auf 2x 750 GB aufzurüsten würde, wenn ich meinen (quasi nicht vorhandenen) Speicherplatzanstieg der letzten Jahre angucke, bequem bis zum Ende des Jahrzehntes reichen.
Alternativ gab es in der Vergangenheit noch Festplattenserien (weiß nicht mehr, ob bei Seagate), die auf 4k Sektoren bei den kleineren Mitgliedern verzichtet haben. Das wäre aufgrund des fehlenden Schreibcachings ganz sicher zu befürworten.
Die 2,5"er Fingerübung war ja seinerzeit sehr eindrucksvoll was die Beschleunigung bei kleinen Dateien angeht, aber 1x 2,5" 7200rpm ist halt einfach zu langsam für die großen. Da bin ich 2x 3,5" 7200rpm gewöhnt und die gab es bislang gar nicht mit Flash - und wenn ich vom Umstieg überzeugt werden soll, müsste es sie ausreichend billig (d.h. klein) geben.
So gesehen nicht schlecht der Speed, aber obs das wirklich lohnt. Ne SSD mit OS und den rest auf ne HDD, ich glaub das bleibt erst mal so das Optimum. Wirklichen nutzen sehe ich da jetzt nicht so.