Zukunft der Fernseher: Ist die 8K-Auflösung vom Tisch? Auch LG zieht den Stecker
Fernseher mit 8K-Auflösung stehen womöglich ihrem Ende gegenüber: Auch LG hat die Produktion eingestellt. Dadurch verbleibt nur noch ein großer Anbieter.
Fernseher mit 4K/UHD-Auflösung haben sich längst am Markt etabliert. Der Blick in den PCGH-Preisvergleich zeigt, dass sich dort die mit Abstand meisten Modelle konzentrieren: Insgesamt 2.236 verschiedene TVs mit dieser Auflösung werden dort gelistet. Die vorherige Platzhirsch-Auflösung FHD kommt hingegen nur noch auf 287 Produkte und hat damit massiv an Relevanz verloren. Noch einmal deutlich geringer ist hingegen die Produktvielfalt bei der Nachfolgetechnik 8K/UHD2. Derzeit werden im Preisvergleich nur 44 entsprechende Fernseher angeboten. Und das, obwohl die Technik schon seit Jahren verfügbar ist.
LG geht, Samsung bleibt
Für den mangelnden Erfolg sind offenbar keine technischen Probleme, sondern vielmehr die mangelnde Nachfrage verantwortlich. Laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmens Omdia spielen 8K-Fernseher bei den Stückzahlen keine nennenswerte Rolle. Und das macht sich wiederum bei den Anbietern bemerkbar. Die Panel-Hersteller TCL und Sony haben sich bereits aus dem Segment zurückgezogen, nun zieht auch LG den Stecker. Eine entsprechende Meldung gab es bereits kurz vor dem Jahreswechsel von Digitimes Asia, jetzt berichtet auch Flatpanels HD über das Aus. Demnach hat LG die Produktion und die Weiterentwicklung von 8K-Panels mit LCD- und OLED-Technik ersatzlos gestrichen.
Quelle: Omdia via Ars Technica
Laut Omdia ist die Stückzahl von 8K/UHD2-Fernsehern nahezu irrelevant.
Als einziger größerer Marktteilnehmer verbleibt damit Samsung am Markt. Passend dazu stammen 43 der 44 im PCGH-Preisvergleich gelisteten 8K/UHD2-Fernseher von ebendiesem Unternehmen. Der offizielle Abgang von LG dürfte auf die Marktsituation also keinen nennenswerten Einfluss mehr haben. Gleichzeitig bleibt natürlich offen, ob und wie lange Samsung diesem Marktsegment noch die Treue halten will. Wenn auch dieses Unternehmen die Produktion einstellt, ist die weitere Auflösungsverdopplung wohl endgültig abgesagt.
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Womöglich ist das Ende aber schon jetzt vorgezeichnet, denn das weiter geschrumpfte Anbieterfeld sorgt für ein weiteres Problem. Denn dadurch wird die Produktion entsprechenden Materials torpediert. Die Produktion von 8K-Inhalten ist kostspielig und mangels entsprechender Abspielgeräte zunehmend unrentabel. Gleichzeitig könnten wohl nur 8K-Filme und Spiele mit entsprechendem visuellem Vorteil dafür sorgen, dass Kunden entsprechende Abspielgeräte kaufen wollen. Dadurch sieht es derzeit nach einer Abwärtsspirale aus. Für Endkunden hat das aber auch etwas Gutes: Mit einem aktuellen 4K-Monitor besitzt man dadurch wohl noch lange den etablierten Stand der Technik - zumindest mit Blick auf die Auflösung.
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Quelle: Ars Technica

70% mehr ist also nicht sonderlich viel?
da war der Oled 1500€ und der 8K für 900€ zu haben
ich bin jetzt nicht vom günstigsten OLED Vorjahres Model ausgegangen als ich das geschrieben habe... allerdings hab ich auch nicht in n Preis vergleich geschaut bevor ich die aussage getätigt habe.
auf jedenfall gibts die Dinger auch in einer Preisrange von unter 2000€ und somit erschwinglich... das sie dabei in der Preisklasse gegen einen schönen 4k OLED abstinken weil LCD Technik ist natürlich auch nochmal so n Thema für sich.
8K ist zur Zeit einfach noch ein Nischen Produkt
Auch nicht sonderlich viel teurer als 4K OLEDs
70% mehr ist also nicht sonderlich viel?
Das ist meines Erachtens noch gar nicht so lange her
In entsprechender Qualität vorliegende Filme, Filmeigenproduktionen, Nachrichten, etc. machen ÖR aber schon lange in 1080p50 nativ. Da leidet die Bildschärfe nur noch, wenn ein Kameramann mal wieder der Meinung oder gezwungen war, mit maximal offener Blende zu arbeiten. Aber da können Fernseher und Übertragung natürlich nichts dafür, wenn bereits die Optik alles ab einem halben Meter hinter der Schärfeebene vermatscht hat. Von 4K als Regelfall sind wir aber noch weit entfernt und HDR4K habe ich außerhalb Youtubes (mit Kompressionsartefakten) noch gar nicht gesehen. Erst danach würde sich 8K anbieten. Währenddessen hat die Filmindustrie alles daran gesetzt, das Filme in mehr als BR-1080p-Qualität gar nicht vollständig und einheitlich zugänglich sind und Kunden mit falschen "4k"-Versprechen ruhig gestellt werden.