OLED-Displays: Berater prophezeit Verdrängung von Highend-OLED-TV-Produktion
Der Display-Spezialist Ken Werner vom Unternehmen Nutmeg Consultants sagt, dass weniger OLED-TVs im Premiumbereich verfügbar sein könnten. Ein Grund ist die geringe Helligkeit der organischen LEDs. Zukünftige Filme und Serien könnten mit hohen Anforderungen an den dynamischen HDR-Standard kommen und so am besten auf LCD-Bildschirmen mit neuartiger LED-Hintergrundbeleuchtung aussehen.
Der Unternehmensberater Ken Werner hat seine Meinung offengelegt, wie es mit der OLED-Technologie bei Fernsehern weitergehen wird. Er stützt sich auf die Äußerungen eines hochrangigen Mitarbeiters bei Sony. Die traditionsreiche Firma aus Japan nutzt in den hauseigenen Premium-TV-Modellen OLED-Technik. Dabei werden die Displays vom Konkurrenten LG hergestellt, dann an Sony geliefert und mitsamt einem eigenen Sony-Bildprozessors in den TVs verbaut. Der Mitarbeiter des japanischen TV-Herstellers sagte, dass man für die bestmögliche Bildqualität zukünftig keine OLED-Technik mehr braucht, sondern auf LCD setzen wird. Organische Leuchtdioden könnten im Einstiegsbereich im Premiumsegment verwendet werden. Der Hauptgrund für die Neupositionierung hängt mit der schwachen Helligkeit der OLEDs zusammen.
HDR als neuer Standard bei der Produktion und im Wohnzimmer
Die aktuellen Displaytechnologien kommen vor allem dann zum Tragen, wenn man Inhalte hat, die den erweiterten Farbraum nutzen. Prinzipiell gibt es verschiedene HDR-Standards, einig ist man sich aber sowohl bei HDR10, als auch dem lizenzkostenpflichtigen Dolby Vision, dass man Farbinfos mit mehr als acht Bit speichert. Beim freien Standard wird auf 10 Bit gesetzt, während Dolby Vision maximal 12 Bit unterstützt. Letztendlich können so mehr unterschiedliche Farbstufen auf dem Bildschirm dargestellt werden. Im Endeffekt bieten aktuelle TVs hohe Helligkeitswerte an, die Richtung 4.000 cd/m² gehen.
Film- und Serienproduktion lieber mit LCD
Neue Filme und Serien sollen noch realistischer sein, indem die Produzenten auf den erweiterten Farbraum - die HDR-Technik - setzen. Damit dies möglich wird, müssen die Inhalte speziell erstellt werden. Manche Filmemacher setzen auf Produktionsmonitore wie den Sony BVM-X300 4K OLED Mastering. Dieser Monitor, der sowohl am Filmset als auch im Ü-Wagen genutzt wird, setzt auf die OLED-Technik und liefert eine maximale Helligkeit von 1.000 cd/m². Jedes Mal, wenn man beim aufgenommenen Filmstück zu nah an den Wert von 1.000 cd/m2 kommt, leuchtet eine Warnleuchte auf. So soll die Farbtreue gewährleistet werden. Das Problem ist nur, dass aktuelle und kommende TV-Displays immer mehr Richtung 4.000 cd/m² gehen. Um dann noch ein Video, welches mit maximal 1.000 cd/m² gemastered wurde, darstellen zu können, muss der Bildprozessor dieses wieder zurückrechnen. Diese hohe Kompression geht aber zulasten der Farbtreue, sodass Farbdetails verwaschen oder komplett verloren gehen. Daher bietet Sony nun einen neuen Produktionsmonitor an. Dieser nutzt die Dual-Cell-LCD-Technik. Dank dieser neuartigen Panel-Konstruktion sollen sich Inhalte erstellen lassen, die Werte von 2.000 cd/m² und mehr erreichen. In Endkunden-Produkten wie Fernsehern sorgen die Quantum Dot-Technologie und Co. dafür, dass LCD-TVs mit dimmbarer LED-Hintergrundbeleuchtung farbtreu sind. Zudem gehen diese TVs heute schon stark Richtung 2.000 cd/m².
Zukünftig jede Menge LED-Hintergrundbeleuchtung
In kommenden TVs können verschiedene LED-Backlights eingesetzt werden. Eine Möglichkeit stellen MiniLED-TVs dar. Es bezeichnet ein LC-Display, welches in einer zusätzlichen Polymerschicht viele kleine LED-Chips einsetzt. So soll eine individuell steuerbare Hintergrundbeleuchtung möglich sein. Alternativ befinden sich auch sogenannte Dual-Cell-TVs in Entwicklung. Hierbei steckt hinter dem gewöhnlichen farbigen LCD-Panel ein monochromes LCD-Panel. Mit dem Schwarzweiß-Panel soll sich Licht modulieren und so viele Dimming-Zonen einstellen lassen, wie es Pixel gibt. So werden Schwarzwerte ähnlich wie bei OLEDs möglich. Die dritte Technologie ist die MicroLED-Technik. Vor allem Samsung forscht an dieser Lösung, manche Analysten gehen davon aus, dass ab etwa 2024 MicroLED in der Massenfertigung sein wird.
OLED als Displaywunder?
Lange Zeit wurde die OLED-Technik als teure Premium-Lösung gehandelt, die dann eine hohe Bildqualität liefern sollte. Eine der wichtigsten Besonderheiten ist, dass die LEDs hierbei selbstleuchtend sind. Displayhersteller können also auf eine separate Hintergrundbeleuchtung verzichten. Zudem können Bildschirme, die auf OLED oder AMOLED setzen, möglichst echtes Schwarz darstellen, da sich die einzelnen Pixel komplett ausschalten können. So ist der Kontrast bei OLED also sehr gut. Je nach Displaygröße kann ein OLED-Bildschirm stromsparender sein als ein herkömmliches LC-Display. Bei den großen Bildschirmdiagonalen bei TVs ist dies jedoch nicht der Fall. Wo Licht ist, ist aber auch Schatten. Problematisch bei organischen Leuchtdioden ist, dass durch die fehlende Hintergrundbeleuchtung die Helligkeit geringer ausfällt als bei manchen LC-Displays. Außerdem besteht die Gefahr von Einbrenneffekten und es ist nach wie vor fraglich, wie lange die organischen Leuchtdioden halten. Forscher versuchen aktuell, mit einer anderen chemischen Zusammensetzung diese Problemstellen abzuschwächen. Bis entsprechende Geräte mit diesen neuartigen OLEDs erhältlich sind, sind aber noch einige Tests notwendig und das dauert.
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Fakten zum möglichen Ende von OLED-Highend-TVs:
- Ein Unternehmensberater für die Display-Industrie geht davon aus, dass es bald keine Highend-TVs mit OLED-Technik geben wird. Ken Werner stütz sich dabei auf die Aussagen eines hochrangigen Sony-Mitarbeiters.
- Die selbstleuchtenden Leuchtmittel können sich zwar abschalten und so echtes Schwarz darstellen, haben aber auch Nachteile.
- So ist die maximale Helligkeit bei OLEDs geringer als bei modernen LCDs mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Auch besteht nach wie vor Unsicherheit über die Langlebigkeit der OLED-Panels.
- Sony stellt bei seiner neuen Generation an Produktionsmonitoren von OLED-Display auf Dual-Cell-LCD mit LED-Hintergrundbeleuchtung um. So sollen sich Filme und Serien mit noch größerem Farbraum produzieren lassen.
- Künftige LCD-TVs mit LED-Backlight sollen Werte nahe von 4.000 cd/m² erreichen.
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Quelle: via heise


Im dunklen Raum ist ein OLED sicher toll, aber tagsüber in einem lichtdurchfluteten Raum braucht man die Helligkeit. Mein Sharp hat wie viele andere auch sowieso eine adaptive Helligkeit die sich den Gegebenheiten im Rahmen des möglichen anpasst. Aber trotz das es nur LED ist reicht es manchmal fast nicht aus, daher wäre eine deutlich geringere Helligkeit für mich nicht akzeptabel.
Ich werde dann meine ps5 und Xbox scarlet zusammen mit einem LG c10 77zoll... Oder Sony oder Phillips in 2020 in den Warenkorb legen.
Geld liegt schon parat. Freu mich drauf.
1, 5Jahre warten, das schaff ich noch.
So lange tuts mein LG c7 65zoll OLED locker noch
Das Bild ist jetzt schon superb.... Einzig über die Funktionen der aktuellen und zukünftigen Modelle, Wuerde ich mich sehr freuen, also 4k@120hz und variable Framerate (das bessere gsync).
Fernseher (gute) sind mittlerweile so viel besser wie PC Gaming monitore.
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Ich würde so weit gehen und sagen 65" würde ich nicht unter 2000 € kaufen (was ich auch nicht gemacht habe).
Und zwei Wochen um das Bild einzustellen? Krass. Das habe ich bei meinen Sony AF8 gar nicht gemacht. Eingeschaltet, von SD bis UHD Material alles laufen lassen und Bild so für gut befunden.
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Ich würde so weit gehen und sagen 65" würde ich nicht unter 2000 € kaufen (was ich auch nicht gemacht habe).
Und zwei Wochen um das Bild einzustellen? Krass. Das habe ich bei meinen Sony AF8 gar nicht gemacht. Eingeschaltet, von SD bis UHD Material alles laufen lassen und Bild so für gut befunden.