PCGH-Plus Label Far Cry 5 im erweiterten Technik-Test: 30 Grafikkarten plus der Einfluss der Bildqualität

PCGH Plus: Ein Schisma bleibt aus, Far Cry 5 begeht keine Gameplay-Häresie. Sündhafte Faulheit auf technischer Seite ist indes nicht zu befürchten, beinahe himmlische Optik sowie Performance lassen frohlocken. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 06/2018.

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Far Cry 5 im erweiterten Technik-Test: 30 Grafikkarten plus der Einfluss der Bildqualität
Quelle: PC Games Hardware

Hinweis: Zum Launch des neuen Far Cry haben wir bereits einen Online-Test zu Far Cry 5 veröffentlicht. Im Folgenden finden Sie die Printversion aus der aktuellen PCGH, die wesentlich erweitert wurde. Da natürlich trotzdem schon bestimmte Teile auf der Webseite sind, erhalten Sie den erweiterten Printtest zu einem günstigen Preis. Da wir PCGH Plus auch für Abonnenten anbieten, ist es naheliegend, dass solche Artikel auch auf der Webseite erscheinen.


Das jüngste, fundamental-religös angehauchte Far Cry aus dem Hause Ubisoft ist konzeptionell, wie im Einleitungstext angedeutet, alles andere als eine spielerische Revolution. Im Grunde ähnelt Far Cry 5 stark dem vierten Teil der Reihe. Statt Sie im Himalaya mit einem wahnsinnigen, autoritären König und seinen Schergen zu konfrontieren, versetzt Sie Far Cry 5 in den US-Bundestaat Montana. Dort bekämpfen Sie einen durchgeknallten Sektenführer sowie seine Geschwister und Anhänger. Abgesehen von dem durchaus erfrischenden Szenario-Wechsel und einigen Gameplay-Anpassungen hat sich seit Far Cry 4 im Grunde nicht allzu viel bewegt - Sie helfen der

Folgendes bekommen Sie im Far-Cry-5-Test: • Benchmarks mit unterschiedlichen Spieldetails (Niedrig bis Ultra) auf GTX 1050, RX 560, GTX 1060, RX 580
• 30 Grafikkarten in vier Auflösungen
• CPU-Verlauf mit Kernskalierung (vier Kerne ohne HT bis 10 Kerne mit HT)

unterdrückten, befreundeten Bevölkerung, indem Sie Gefangene befreien, feindliche Lager einnehmen, Fahrzeuge kapern und Bauten der Sekte zerstören. Währenddessen decken Sie die weitläufige Karte auf (die Kraxelei auf Türme entfällt nun). Beständig neu erscheinende, mit zunehmendem Spielfortschritt stärker werdende KI-Soldaten und freundliche NPCs sorgen neben diversen Sammel- und Crafting-Gegenständen dafür, dass Ihnen dabei nicht langweilig wird. Dazu gibt es eine Reihe von aufwendig gestalteten (Haupt-)Missionen samt unterhaltsamen, gut geschriebenen und ansehnlich inszenierten Zwischensequenzen. Damit ähnelt Far Cry 5 nicht nur dem Vorgänger stark, sondern gleicht in vielen Belangen auch anderen Ubisoft-Open-World-Abenteuern. Eine Revolution bleibt also aus, vielmehr ist Far Cry 5 eine Evolution - oder bildlich argumentiert: Ubisoft hat für Far Cry 5 den Sand der Sandbox ausgetauscht und ein paar Gerüste umlackiert - der eigentliche Spielplatz bleibt dabei jedoch im Großen und Ganzen unangetastet.

Technischer Fortschritt bei Far Cry 5

Die für Far Cry 5 eingesetzte Dunia-2-Engine ist ebenfalls ein alter Bekannter - sie kommt seit Far Cry 3 zum Einsatz, in über die Jahre stetig verbesserter Form. Gegenüber dem vierten Teil und dem Ableger Far Cry Primal hat sich allerdings auf technischer Seite eine ganze Menge getan. Und zwar im positiven Sinne: Der Open-World-Shooter sieht nicht nur hübscher aus, auch die Performance hat sich verbessert. Ein sehr erfreulicher Umstand, der Far Cry 5 qualitativ deutlich aufwertet.

Far Cry 5 präsentiert sich optisch ansehnlich. Landschafts- und Vegetationsdarstellung und die hohe Weitsicht gefallen, Beleuchtung und Effekte sind gelungen.  Far Cry 5 präsentiert sich optisch ansehnlich. Landschafts- und Vegetationsdarstellung und die hohe Weitsicht gefallen, Beleuchtung und Effekte sind gelungen.  Bereits in der Einleitungssquenz, welche Sie noch stark an die Hand nimmt und Sie wie auf Schienen leitet, um Ihnen Figuren und Szenario vorzustellen, fällt die deutlich aufgewertete Optik auf. Der Detailgrad der Oberflächen wurde dank Displacement-Mapping gesteigert. Die dynamisch per Tessellation erzeugte Geometrie verleiht Bodentexturen eine zusätzliche Tiefe und lässt außerdem feine Details wie Baumwurzeln oder Geröll glaubhaft hervortreten. Dazu wurden die Beleuchtung und das Shadermodell sichtbar aufgewertet. In Far Cry 5 kommt nun offenbar ein physikbasierter Ansatz für die nun glaubhaftere Interaktion zwischen Licht und Materialien zum Einsatz. Die gegenüber den Vorgängern nun deutlich authentischer wirkende Beleuchtung fällt bereits in den ersten Spielminuten ins Auge, doch weiß Far Cry 5 kurz nach dem Tutorial nochmals stärker zu beeindrucken.

Weltdarstellung und Streaming in Far Cry 5

Haben Sie das Tutorial und die zu Beginn durch dichte Nebelbänke von der Außenwelt abgeschnittene "Newbie-Insel" hinter sich gebracht, öffnet sich Ihnen ein riesiges Gebiet zur freien Erkundung. Das weite, von grasbewachsenen Ebenen, dichten Wäldern, Flüssen und Seen durchzogene Hope County wirkt optisch sehr glaubhaft. Nicht nur der gesteigerte Detailgrad, mittels Tessellation neu hinzugekommenen Feinheiten, verbesserte Beleuchtung und erweiterte Effeke sind dafür verantwortlich, sondern außerdem die generell organischer wirkende Weltdarstellung.

Natürlich, auch Far Cry 5 konfrontiert Sie mit üblichem Open-World-Unfug - Truthahn-Attacken, zum Schießen komische KI-Dummheiten, explosive Massenkarambolagen und diverse Physik-Katastrophen inklusive. Dieses unrealistische, doch amüsante Sandbox-Chaos dürfte indes zumindest zum Teil gewollt sein - es macht einfach einen wichtigen spielerischen Grundton von Far Cry aus. Doch von dem launig-über­triebenen Gameplay-Charakter und dem satirischen Ton des Szenarios abgesehen ist Hope County die bis dato wohl authentischste Umsetzung einer natürlichen Umgebung in einem Far Cry.

Weit entfernt von träge - Far Cry 5 im ausführlichen Technik-Test (1) Weit entfernt von träge - Far Cry 5 im ausführlichen Technik-Test (1) Dieser Aspekt der Spielwelt ist neben aufwendigen Shadern, dem schicken volumetrischen Nebel, Materialien und verbesserter Beleuchtung auf weitere (design-)technische Fortschritte zurückzuführen. Ubisoft nutzt in Far Cry 5 die Houdini-­Middleware, um das Erstellen von weitläufigen Landschaften sowohl für die Entwickler zu vereinfachen als auch optisch glaubwürdiger zu machen. Die Designer behalten vollen Zugriff und können Details von Hand erstellen oder anpassen. Des Weiteren lassen sich mit der Middleware einfacher andere Studios und Mitarbeiter in den Workflow integrie­ren. Viele Spielinhalte, darunter die eigentliche Landschaft samt Bergen, Wiesen und Flüssen, wurden mit Houdini indes prozedual generiert. Um die Authentizität zu steigern, besuchten Ubisoft-Mitarbeiter Mon­tana und studierten Flora und Fauna. Diese Erkenntnisse wurden dann genutzt, um im Editor diverse Biome für das Spiel festzulegen, also Gebiete mit festgelegten Gegebenheiten, in welchen nur bestimmte Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Manche Pflanzen wachsen nur an den Ufern von Seen und Flüssen, einige nur im Schatten des Waldes, andere gedeihen auf steinigen Hängen - mithilfe dieser Vorgaben wurde die Landschaft prozedual generiert und anschließend händisch veredelt. Wenn Sie also durch das virtuelle Montana streifen, verändern sich Umgebung und Vegetation je nach Lage realistisch und ohne dass es wirkt, als wären mehrere unterschiedliche Landschaftstypen "aneinandergeklebt".

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  • CPU-Verlauf mit Kernskalierung (vier Kerne ohne HT bis 10 Kerne mit HT)
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