Von TES Oblivion bis Fallout 4: Gamebryo- und Creation-Engine im Wandel der Zeit

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Fallout 3 (dt.)

Bethesda nutzt für seine Rollenspiele die Gamebryo-Engine (bis Fallout 3 / New Vegas) bzw. seit TES Skyrim die Creation-Engine, die auf Gamebryo basiert und mit Fallout 4 sein aktuelles Pendant hat. Wir stellen die grafische Entwicklung anhand einiger ausgesuchter Beispiele vor.

Mit Gamebryo fing alles, mit Creation (basierend auf Gamebryo) ging es weiter: Bethesda Rollenspiele nutzen seit fast zehn Jahren entsprechende Engines und es ist interessant zu sehen, wie die grafische Entwicklung entsprechender Spiele vorangeschritten ist. Wir erklären kurz die Historie der genannten Game-Engines und zeigen dann Vergleiche bei ausgewählten Spielen.

Die Gamebryo-Engine von Gamebase (früher: Emergent Technologies bzw. NDL) ist unter anderem bei TES IV: Oblivion, Fallout 3 sowie Divinity 2: Ego Draconis für die grafische Darstellung zuständig. Die Gamebryo-Engine ist eine Sammlung modularer C++-Bibliotheken und lässt sich mit vielen Middlewares erweitern und modifizieren, darunter Speedtree (für die Baumdarstellung), Nvidias Physx und APEX (Physik), Euphoria sowie Beast (Beleuchtung). Seit 2010 ist nicht mehr Emergent für die Entwicklung zuständig, sondern Gamebase. Die aktuelle Engineversion 4.0 wurde 2012 vorgestellt und unterstützt Windows (DirectX 9 bis 11), Linux / Mac (Open GL), aber auch alle relevanten Konsolen. Gamebryo 4.0 vereint dabei das originale Gamebryo-System mit dem Spin-off Lightspeed. Bekannte Spiele, die ebenfalls Gamebryo nutzen, sind Rocksmith, Rift, Dark Age of Camelot, Empire Earth 1 und 2 oder auch Sid Meiers Civilization IV.

Für TES V: Skyrim wechselte Bethesda seine Strategie und wollte schneller an der Grafikschraube bei seinen Rollenspielen drehen. Auf Basis der Gamebryo-Engine entwickelte man fortan die Creation genannte Engine, die für Skyrim rudimentäre Echtzeit-Schatten und ein besseres Level of Detail bei weiter entfernten Objekten erlaubte. Auch die Wasserdarstellung und Physiksimulation konnte damit erheblich verbessert werden. Für Fallout 4 bohrte man die Engine noch einmal auf. Die aktuelle Creation-Engine beherrscht "volles" Physically Based Rendering, kurz PBR. Damit lassen sich die Eigenschaften von Oberflächen bestimmen, vor allem, wie diese mit Licht interagieren sollen, wodurch diese bei einer korrekten Umsetzung realistischer ausschauen. Insgesamt soll die Beleuchtung einen Großteil der Immersion in Fallout 4 ausmachen. Darüber hinaus winkt eine dynamische, volumetrische Beleuchtung inklusive Tessellation, die spätestens in Kombination mit Nebel, Qualm oder staubiger Luft ihre Stärken ausspielen soll, indem das Licht auf den Partikeln reflektiert wird. Das geht mit dem neuen Wettersystem einher, das "dynamische Anpassungen" über die Spielwelt verteilt erlauben soll.

Im Folgenden vergleichen wir einerseits die grafische Entwicklung der Gamebryo-Engine TES IV: Oblivion (Release März 2006), Fallout 3 (Release Oktober 2008), Divinity 2: Ego Draconis (Release Juni 2009) und Fallout: New Vegas (Release Oktober 2010), andererseits die Creation-Engine-Spiele TES V: Skyrim (Release Juni 2011) und Fallout 4 (Release November 2015 )anhand der Wasser-, Landschafts- und Charakterdarstellung - allesamt ohne Mods.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Grestorn
        Du magst halt lieber eine sonnige Naturwelt als eine diesige zerstörte postapokalyptische Welt. Durchaus verständlich ...
      • Von Grestorn
        Du magst halt lieber eine sonnige Naturwelt als eine diesige zerstörte postapokalyptische Welt. Durchaus verständlich ...
      • Von dmxcom PC-Selbstbauer(in)
        Oblivion hat einfach den besten Art Style aller Bethesda Spiele.
        Spiele heute sogar noch lieber Oblivion mit Mods, als Fallout 4 lel
      • Von Grestorn
        Zitat von Cett
        Stillstand wie man ihn kennt und liebt. Bethesda ist zu geldgeil um mal in eine neue Engine die nicht so hölzern wirkt zu investieren deswegen setzt man auf so veralteten Schund.
        Was für ein selten dämlicher Beitrag.

        Warum meinst Du, dass irgendein Studio Geld investiert, um eine schöne Grafik zu produzieren? Um irgendwelchen Nerds nen Gefallen zu tun? Oder vielleicht doch eher um am Ende mehr Spiele abzusetzen?

        Newsflasg: ALLES was ein Gamestudio macht, macht es nur, um Geld zu verdienen!

        Werd erwachsen und verdien Dein eigenes Geld, dann reden wir weiter.
      • Von Guadeno Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also zwischen Skyrim und Fallout 4 hat sich grafisch und auch gameplay mäßig genau Null geändert (Habe in beide Spiele jetzt schon einige Zeit investiert).
        Sehr schade eigentlich.
        Allein die Realistic Light Mod macht die Atmosphäre deutlich besser. (Vor allem in Innenräumen, wo es sehr viele Stellen gibt aus denen Licht scheint, obwohl sich dort gar keine Lichtquelle befindet. Die Mod entfernt solche Sachen etwa)
        Von den ganzen Bugs, den spielerischen Sachen die einen einfach nur nerven und von der dummen Ki will ich gar nicht erst anfangen. Trotzdem macht das Spiel spaß.
      • Von Leob12 Lötkolbengott/-göttin
        Von Fallout 3 zu Fallout 4 sieht man schon einen guten Fortschritt. Das liegt aber daran dass die Optik von Fallout 3 damals schon angestaubt war und man in Fallout 4 eine breitere Farbpalette verwendet hat.

        Zum Screenshot Wasser:
        Ich hätte da jetzt New Vegas glatt für Fallout 3 gehalten. Da gibts ja 0 Unterschied, sogar die Waffen sehen völlig ident aus.

        Vegetation:
        Da sieht man am Fallout 3 Screen 2 Bäume, und die nichtmal im Vordergrund.
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