E3 2014: Evolve ist hochdramatisch und ein echter Tipp

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E3 2014: Evolve ist hochdramatisch und ein echter Tipp (2)
Quelle: 2k Games

Wurden die Zombies in Turtle Rocks Left 4 Dead noch vom PC gesteuert, kontrolliert in Evolve jetzt ein fünfter Spieler ein Monster, das die vier anderen Spieler jagt - und umgekehrt.

Evolve hat eine bewegte Vergangenheit. Ursprünglich sollte der Action-Titel vom Publisher THQ herausgebracht werden, doch nach dessen Pleite Ende 2012 landete das Spiel in einer Auktion aller THQ-Besitztümer. 2K Games bekam für knapp 11 Millionen US-Dollar den Zuschlag. Ein hoher Preis, doch wenn man bedenkt, dass Entwickler Turtle Rock Studios für die sehr erfolgreiche Reihe Left 4 Dead verantwortlich war, relativiert sich der Betrag rasch wieder. Auf der E3 in Los Angeles feierte das Spiel offiziell Premiere.

"Release the Kraken!"

Die Grundidee von Evolve ist einfach und gleichzeitig genial: Vier Spieler wählen eine von vier Charakterklassen aus, um dann ein riesiges Monster zu erlegen, das von einem fünften Spieler gesteuert wird. Das startet gar nicht mal so riesig, sondern muss durch das Erlegen und Futtern von im Level lebenden Kreaturen groß und stark werden, um zur nächsten Entwicklungsstufe zu wechseln. Alternativ kann es sich eine Zeitlang verpuppen, ist dann aber Angriffen der Jäger schutzlos ausgeliefert. Auf der E3 bekamen wir nach dem schon bekannten Goliath-Monster zum ersten Mal den Kraken zu sehen - ein Ungetüm, das in seiner zweiten Evolutionsstufe über den Dingen schwebt und den vier Menschen am liebsten per Fernangriffen einheizt - etwa mit Bodenminen, Blitzen oder mit dem Ausstoß von dunkler Energie, die die Jäger wie eine Druckwelle aus dem Weg pustet. Aber auch ein herzhafter Schlag mit den Tentakeln sorgt für Angst und Schrecken bei den Jägern. Gelingt dem Monster eine zweite Evolution in seine Entwicklungsstufe, hat es das Spiel so gut wie in der Tasche.

Ein schlagkräftiges Quartett

Vier Jägerklassen gibt es, die sich gegenseitig im Kampf unterstützen. Evolve soll nach dem Wunsch der Entwickler je drei Charaktere pro Klasse bieten, also insgesamt zwölf. Auf der E3 waren vier davon spielbar. Angreifer Hyde feuert mit Minigun, Flammenwerfer und Giftgranaten auf den Gegner und schützt sich mit einem Schutzschirm vor dessen Attacken. Fallenstellerin Maggie besitzt eine Maschinenpistole und einige Harpunenfallen, kann dem Monster aber auch ihren tierischen Begleiter Daisy auf den Hals hetzen - eine Art Zwergdinosaurier. Sanitäter Lazarus verfügt über ein schallgedämpftes Scharfschützengewehr und das Lazarus-Gerät zum Heilen seiner Freunde, kann sich aber auch hinter einem Individualschirm verstecken. Unterstützer Bucket freut sich über seinen Lenkraketenwerfer und Geschütztürme, deren Tun er in seinem Tarnfeld versteckt zuschaut.

Die Jagd beginnt

Im auf der E3 spielbaren Level geht es gut zur Sache. Doch bis es zur Konfrontation kommt, suchen die vier Freunde die Fährte der Kreatur, immer in der Sorge, dass es jeden Moment aufkreuzen könnte. Mit Hilfe von Fußabdrücken, aufgescheuchten Vogelschwärmen oder der wild umherschnüffelnden Daisy spüren sie den Kraken auf. Doch haben unsere Gefährten ihn endlich entdeckt, muss jede Klasse ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Schafft es die Fallenstellerin, es in eine Falle zu locken? Kann der Unterstützer einen Sender auf dessen Körper platzieren, der dem Team seine Position verrät? Gelingt es dem Angreifer, genug Schüsse auf den mächtigen Leib des Kraken abzugeben? Und hat der Sanitäter seine Crew jederzeit im Blick und bei bester Gesundheit? Wenn sich ein Spieler alleine vorwagt, ist es schnell um ihn geschehen.

Einer gegen alle

Evolve ist eine hochdramatische Angelegenheit. Fraglich bleibt nur, wie sehr die Dramatik im Laufe der Runden abnimmt. Um dem entgegenzusteuern, arbeitet Turtle Rock nicht nur an zwölf Jägern und drei Monstern, sondern auch an über einem Dutzend Karten und zahlreichen Spielmodi, die zum Verkaufsstart am 21. Oktober 2014 mit dabei sein sollen. Zahlreiche Zusatzinhalte sollen auch nach der Veröffentlichung für Kurzweil sorgen. Wem Left 4 Dead gefallen hat, der sollte sich Evolve auf jeden Fall vormerken.

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        Zitat von Khazar
        Die Ansicht wechseln zu können, würde aber trotzdem nicht schaden. ^^ Auswahl ist meistens am attraktivsten auf dem ersten Blick.

        Ich gehe doch mal stark davon aus, dass sie mit dem Gedanken spielen, oder gespielt haben, verschiedene Perspektiven einzubauen. Naja, wir werden sehen.
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        Zitat von Khazar
        Die Ansicht wechseln zu können, würde aber trotzdem nicht schaden. ^^ Auswahl ist meistens am attraktivsten auf dem ersten Blick.

        Ich gehe doch mal stark davon aus, dass sie mit dem Gedanken spielen, oder gespielt haben, verschiedene Perspektiven einzubauen. Naja, wir werden sehen.
      • Von Khazar
        Zitat von Nazzy
        nur dann verlierst du schnell den Überblick, wenn sie um dich herum sind.

        Die Ansicht wechseln zu können, würde aber trotzdem nicht schaden. ^^ Auswahl ist meistens am attraktivsten auf dem ersten Blick.
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        Zitat von spawa93
        Gekauft, bin begeisterter L4D-Versus-Fan und das Spiel ist von Turtle Rocks
        Ich hätte nur den Wunsch, daß man das Monster auch in 1st person Perspektive spielen kann.

        nur dann verlierst du schnell den Überblick, wenn sie um dich herum sind.
      • Von spawa93 Freizeitschrauber(in)
        Gekauft, bin begeisterter L4D-Versus-Fan und das Spiel ist von Turtle Rocks
        Ich hätte nur den Wunsch, daß man das Monster auch in 1st person Perspektive spielen kann.
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Bisher geseheness Gameplay-Material sieht sehr interessant aus. Das Balancing ist aber sicher durch das asymmetrische Gameplay eine schwierige Sache. Werd den Titel aber sicher mal im Auge behalten (auch privat ). Mir gefällt vor allem die Abkehr von dem uninspirierten Modern Military Shooter und die Tatsache, dass sich die Designer wegen des Szenarios wohl schön austoben können. Allein deshalb finde ich ein fiktives Szenario meist deutlich attraktiver, wobei es hier eine Handvoll Ausnahmen gibt.

        Gruß,
        Phil
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