Studio-Chef von Eve Online: "Die meisten Innovationen passieren am PC"
Hilmar Veigar Pétursson, Geschäftsführer des Eve-Online-Machers CCP Games, sieht den PC weiterhin als wichtigste Plattform für Experimente und Neuerungen in der Spielebranche.
Der "Tod des PCs als Spieleplattform" wird seit gefühlten Jahrzehnten immer mal wieder herbeigerufen. Auch der CEO von CCP Games Hilmar Veigar Pétursson - verantwortlich für das MMO Eve Online - erinnert sich im Interview mit PC Gamer daran, dass der "Totenschein schon mehrfach unterschrieben" wurde. Dennoch bleibt der klassische PC nicht nur eine widerstandsfähige Plattform, sondern in den Augen des Eve-Chefs auch die treibende Kraft hinter Innovationen der Branche.
"Ich denke, die meisten Innovationen im Gaming sind auf dem PC entstanden, bis zu einem gewissen Grad auch auf dem Mobilmarkt - allein aufgrund der schieren Menge."
PC-Gaming als Experimentierfeld - Cuphead als Beispiel
So sei die geringe Eintrittsbarriere für Entwickler ein entscheidender Faktor. Anders als auf Konsolen genüge eine Gebühr von 100 US-Dollar bei Steam oder ein einfacher Upload auf Plattformen wie itch.io, um Spiele zu veröffentlichen. Diese Offenheit führe dazu, dass "Erfolg aus sehr zufälligen Orten" entstehe und die Plattform "gegen alle Widerstände stark bleibe".
Als konkretes Beispiel nennt Pétursson das Indie-Spiel Cuphead vom kanadischen Entwicklerstudio MDHR: "Wer würde auf die Idee kommen, Cuphead zu machen? Natürlich könnte das auch woanders passieren, aber es fühlt sich einfach so typisch nach 'PC-Spielen' an", so der CEO.
- Das Spiel, das mit seinem 1930er-Cartoon-Stil und anspruchsvollem Run-and-Gun-Gameplay bekannt wurde, wurde von den Brüdern Chad und Jared Moldenhauer über Jahre hinweg in Eigenregie entwickelt.
- Finanziert wurde diese Produktion unter anderem durch eine Aufnahme einer Hypothek ihres Hauses, ehe Microsoft im Jahr 2015 als Partner einstieg (via Gamesindustry).
Zwar können Interessierte Cuphead inzwischen auch auf Konsolen spielen, doch der PC als Plattform habe keine "Gatekeeper", die eine solch offene Form der Innovation verhindern würde. Vielmehr seien Entwickler in der Lage, "Spiele einfach zu machen".
Modding als Bastion der PC-Community
Pétursson hob zudem Modding als besondere Stärke des PC-Gamings hervor - ein Bereich, in dem die Plattform trotz der technischen Annäherung von Konsolen weiterhin ein Monopol halte. "Konsolen sind mittlerweile im Grunde PCs", räumte er ein, doch die Modding-Kultur bleibe ein Alleinstellungsmerkmal.
Diese Philosophie fließt direkt in CCP Games' aktuelles Projekt Eve Frontier ein. Das Survival-fokussierte Spin-off setze auf serverseitiges Modding zur Laufzeit: Spieler sollen das Spiel modifizieren können, ohne es zu verlassen oder auf Eingriffe der Entwickler zu warten. Bei einem Hackathon wurde sogar demonstriert, wie Doom innerhalb von Eve Frontier läuft:
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Und vieles ohne EA niemals veröffentlicht worden wäre... damals (heute vielleicht als Indie).
Rabbit, NHL, N4S fallen mir spontan ein.
Schon auf Atari ST war mir deren Logo omnipresent.
Gab vor einiger Zeit einen sehr guten Artikel über EA in der PCG.
Steam EA gibt es übrigens erst seit 2013. Kickstarter schon etwas länger, aber die Hochphase dürfte in etwa zur gleichen Zeit gewesen sein. Sollte also nicht verwundern, dass da keine Atari ST, C64 oder Amiga Spiele in meiner Liste von hochkarätigen Early Access, bzw. Kickstarter Spielen auftauchen.
Und vieles ohne EA niemals veröffentlicht worden wäre... damals (heute vielleicht als Indie).
Rabbit, NHL, N4S fallen mir spontan ein.
Schon auf Atari ST war mir deren Logo omnipresent.
Gab vor einiger Zeit einen sehr guten Artikel über EA in der PCG.
Was hat mein Alter, ob nun jung oder nicht, mit der Feststellung zu tun, dass es einige meiner liebsten Spiele ohne EA nicht gegeben würde?
Doom zählt nicht mehr...
Würdest du auch, auf einem Toaster, ohne es zu wissen.
Würdest du eine Steuererklärung auf deiner Waschmaschine machen wollen, wenn es tatsächlich vernünftig gehen würde?