Elex auf der Gamescom 2015: Was kann man vom neuen Piranha-Bytes-Rollenspiel erwarten?
Auf der Gamecom bekamen wir erstmals bewegte Bilder zu Piranha Bytes neuem Action-Rollenspiel Elex zu sehen. Dabei handelte es sich um Videomitschnitte von Gameplay-Szenen aus einer sehr frühen Alpha-Version; echte Spieleszenen gab es also noch nicht zu sehen, dafür ist die Entwicklung noch nicht weit genug fortgeschritten. Aber für einen ersten Eindruck reichen diese, zudem stand uns Piranha Bytes Rede und Antwort.
Das neue Spiel der deutschen Rollenspiel-Schmiede Piranha Bytes, Elex, bietet mit einem Mix aus Science-Fiction und Fantasy ein sehr interessantes Szenario - auch optisch. Als Basis dient eine Welt mit einer modernen, hochentwickelten Gesellschaft, nach einem Meteoriten-Einschlag wurde vor einigen hundert Jahren jedoch fast die gesamte Menschheit ausgelöscht. Mit der seltsamen Substanz Elex entdeckten die Überlebenden aber auch eine neue Ressource: Mit Elex kann die Stärke einer Person erhöht werden, zudem kann sie in Mana umgewandelt werden und ermöglicht so den Einsatz von Magie.
Es gibt allerdings auch einen gravierenden Nachteil: Elex unterdrückt die Gefühle, wer es nutzt, wird kalt und emotionslos. Wie die Alben, eine der vier Fraktionen, zu denen auch der Protagonist gehört. Ja, richtig: Zu Beginn gehört die Spielfigur bereits einer Fraktion an, hier gibt es eine Abweichung zum klassischen Piranha-Bytes-Konzept: Dieses Mal hat die eigene Spielfigur einen Namen und auch eine Vorgeschichte. Jedoch soll Elex auch die alten Gothic- und Risen-Tugenden fortsetzen.Elex soll auch die alten Gothic- und Risen-Tugenden fortsetzen.
Die post-apokalyptische Welt wird anders als bei den letzten Risen-Teilen aus einem einzigen, großen Kontinent bestehen und soll mit Wäldern, Wüsten, Eisfeldern und anderen klimatisch und landschaftlich unterschiedlichen Zonen groß und sehr abwechslungsreich werden. Gleichzeitig soll sie aber auch glaubwürdig und lebendig wirken und den Spieler zum Erkunden ermutigen. Dabei sollen keine Ladezeiten anfallen, Piranha Bytes hat das Streaming ihrer Engine verbessert. Und die Engine außerdem gleich kräftig modernisiert. Elex nutzt nun DirectX 11 und einen physikbasierenden Renderer sowie eine volumetrische Beleuchtung. Neue Animationen und eine verbesserte Charakterdarstellung sowie ein Physikmodell für die Kleidung und Rüstungen verhelfen den Figuren und Gegnern zu deutlich mehr Lebendigkeit, was auch beim Kampfsystem Verbesserungen mit sich bringen wird.
Nun gibt es zudem mit den futuristischen Waffen neben klassischen Mittelalterwaffen eine ganz andere Art zu kämpfen. Spieler können sich im Nahkampf, mit Magie oder per Fadenkreuz und Plasmagewehr der Gegner entledigen. Einige der Widersacher bekamen wir schon zu Gesicht. Auch diese, oft einfallsreich gestaltete Panzerechsen, haushohe Ungetüme oder mechanische Monstrositäten, sehen dank offensichtlich feineren und hochauflösenderen Polygon-Modellen und guten Animationen schon sehr ordentlich aus. Der Nahkampf wird ebenfalls überarbeitet, über Details schweigt sich Piranha Bytes aber noch aus.
Die paar Szenen, die wir zu Gesicht bekommen, zeigen eine atmosphärische, relativ düstere und schön gestaltete Welt, die verbesserte Grafik gegenüber Risen 3 ist sehr auffällig, sofern man das anhand von Videos beurteilen kann. Die Weitsicht ist erfreulich hoch, die Texturierung ist recht hochauflösend und dank Parallax-Mapping schön plastisch. Die volumetrische Beleuchtung erlaubt schöne, weiche Lichtübergänge, die häufigen metallischen Oberflächen glänzen dank Physically Based Shading hübsch. An aktuelle Grafikkracher kommt Elex zumindest bislang nicht heran, doch wirkt das Bild sehr stimmig. Die Verbesserungen an der Engine waren aber auch langsam nötig, gut dass Piranha Bytes durch die Unterstützung von Publisher Nordic Games die Möglichkeit dazu erhielt.Die Verbesserungen an der Engine waren aber auch langsam nötig.
Dieser Publisher erlaubte auch das ungewöhnliche Szenario und lässt den Entwicklern offenbar weitestgehend freie Hand, ihr neues Spiel ganz nach ihren Wünschen zu gestalten - das finden wir gut, und die Gothic-Macher sind offenbar sehr motiviert. Wir bleiben gespannt, Elex machte einen sehr interessanten Eindruck und wir sind sehr gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickeln wird. Wir freuen uns jedenfalls schon auf eine Gelegenheit, die sehr interessant wirkende Welt auf eigene Faust zu erkunden.



Es geht nichtmal ums Kampfsystem, das war Skyrim sogar noch einen Ticken bescheidener als in Risen - macht aber auch keinen Unterschied, alles unter dem Anspruch von bspw. The Witcher ist eh sterbenslangweilig.