Elex 2 im Test: Anforderungen und Grafikeinstellungen
Die Engine von Elex 2 beruht wie der Vorgänger auf einer abermals erweiterten Version der Genome-Engine (Debüt-Jahr 2006 mit Gothic 3) und unterstützt Direct X 11.
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Dass das knapp 30-köpfige Team dieser Tage überhaupt noch auf eine eigene Inhouse-Engine setzt, ist in gewisser Weise einzigartig und gleicht dem Kampf David gegen Goliath, denn im Vergleich mit größeren Konkurrenten wie der Unreal Engine 5 muss sich die mittlerweile 16 Jahre alte und immer aufgehübschtere Genome-Engine in jeder Hinsicht geschlagen geben. Das ältere Grundgerüst kann weder in Optik, im Bereich von Technik-Implementierungen, Animationen noch Performance einen Pluspunkt ernten. Selbst der hochgehaltene Stil scheint als Argument eher vorgeschoben. Viel gewichtiger dürfte die notwendige Entwicklungsumstellung sein, weshalb immer noch das alte Steckenpferd ins Rennen geschickt wird.
Dass sich die Entwickler über die Jahre an die hauseigene Engine gewöhnt haben und sich in dessen Umgebung vertrauter fühlen, dürfte auf der Hand liegen. Dennoch wird an jeder Ecke ein dringender, kompletter Modernisierungsbedarf deutlich - sei es jetzt bei der KI von NPCs und Gegnern, der Grafik oder dem Optik-Style. Natürlich wurde die Optik aber trotz gegenüber dem Vorgänger verbessert, einige Unterschiede lassen sich bei der Materialdarstellung und dem Shading ausmachen, beide fallen in Elex 2 feiner aus und reagieren gefälliger mit der Beleuchtung, die ebenfalls einen gewissen Schliff erhalten hat. Die Texturen sind hochauflösender, viele Landschaftstexturen wurden obendrein mit einem recht fein aufgelösten Displacement Mapping versehen und erhalten durch dieses via dynamischer Tessellation zusätzliche geometrische Details sowie plastische Tiefe.
Quelle: PC Games Hardware
Die meisten Texturen sind angenehm hochauflösend. Einige Bodenoberflächen wurden in Elex 2 obendrein mit Displacement-Mapping versehen und erhalten durch Tessellation beim Näherkommen Geometrie sowie Plastizität. Der Faktor ist offenbar recht hoch (achten Sie einmal auf die obere Kante und deren Polygondichte), allerdings ist die Tessellation aufgrund der recht geringen Tiefe nicht immer wirklich auffällig.
Einige Effekte, darunter etwa der volumetrische Nebel oder die feine und hochauflösende Umgebungsverdeckung machen ebenfalls einen guten, wenn auch generell eher unauffälligen Eindruck. Neben der Weitsicht wurden außerdem Details wie Vegetation, Objekte und deren Verschattung verfeinert. Gegenüber dem ersten Elex ist also durchaus eine größere Verbesserung an der Grafik festzustellen, ein optischer Knaller ist Elex 2 aber nicht.
Quelle: PC Games Hardware
Neben einigen Effekten, darunter der volumetrische Nebel und dessen Ausleuchtung sowie die recht ansehnliche Umgebungsverdeckung, hat auch die Vegetationsdarstellung in Elex 2 ein grafisches Upgrade erhalten. Deren Verschattung wurde ebenfalls verbessert und nutzt tatsächliche Shadow Maps, keine Screen Space Shadows für die feinen Kontaktschatten. Diese blenden allerdings ab mittlerer Distanz sichtbar ein. Das Shading wurde ebenfalls verbessert, sichtbar etwa an Kleidung und Haut unseres Protagonisten - gerade letztere wirkt im Halbschatten bzw. nur indirekt beleuchtet allerdings alles andere als natürlich und erhält einen unschönen Schein.
Es ist durchaus erfreulich, dass neben großen, etablierten und nahezu vollumfänglichen Entwickler-Tools wie etwa der Unreal Engine es auch noch andere Grafikmotoren gibt und selbst ein kleiner Entwickler wie Piranha Bytes für technische Abwechslung und auch optische Diversität sorgt, aber im Falle von Elex 2 war die technische Hürde wohl ein wenig zu hoch. Das Sci-Fi-Rollenspiel hat allerdings tatsächlich einen eigenen Grafikstil, wenn dies also ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung war, so ist das Vorhaben zumindest bis zu einem Grad gelungen. Allerdings sieht Elex 2 häufig ein wenig nach Playmobil aus, was wohl zum Teil an Shading und Materialien liegt, zum anderen an der indirekten Beleuchtung, die vielen glänzenden Objekten und Oberflächen im (Halb-) Schatten einen bläulich-stumpfen Schein verpasst. Elex 2 hat einige ansehnliche Seiten und bietet einige nette Ausblicke in die weite Ferne. Es hat definitiv einen gewissen optischen Charme, dessen potenzielles Attraktionsvermögen allerdings wahrscheinlich relativ individuell ausfällt. Weniger kompliziert ausgedrückt: Die Optik von Elex 2 hat zweifellos hübsche Seiten. Diese sind allerdings nicht einfach zu erkennen und der grafische Eindruck mag zwar individuell ausfallen, ist jedoch generell gesehen etwas durchwachsen.
Elex 2: Einstellungsoptionen
Mit der Genome-Engine gibt es aktuell keine direkte Raytracing-, DLSS- oder FSR-Implementierung. Eine Auflösungsskalierung in 10-Prozent-Schritten ist wie beim ersten Teil über einen Regler im Anzeigenmenü vorhanden.
Das Einstellen von Kleinigkeiten wie die sofortige Interagieren/Aufsammeln oder das optionale Gedrückthalten wäre eine schöne Ergänzung gewesen. Ähnliche Optionen sind bereits bei der Controller-Belegung umgesetzt worden, denn es lassen sich sowohl Xbox- als auch Playstation-Tasten optisch auswählen. Bei den Sprachen sind Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch vertont. Französisch, Italienisch, Spanisch, Chinesisch und Japanisch sind für die Menüoberfläche und Untertitel vorhanden.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | |
|---|---|---|
| Windows | Windows 10, 64 Bit | Windows 10, 64 Bit |
| CPU | AMD Ryzen 3 3100 | Intel Core i5-7400 | AMD Ryzen 7 2700 | Intel Core i5-9500F |
| RAM | 12 GiB RAM | 16 GiB RAM |
| Grafikkarte | Radeon RX 5600 XT | Geforce GTX 1060 | Radeon RX 5700 XT | Geforce RTX 2060 |
| Festplatte | 45 GB verfügbarer Speicherplatz | 45 GB verfügbarer Speicherplatz |
Die relativ geringen Systemanforderungen lassen den Eindruck entstehen, dass das Spiel mit aktueller Hardware ohne Probleme flüssig laufen soll. Warum dem nicht so ist, sehen Sie auf den folgenden Seiten mit unseren CPU- und GPU-Benchmarks.
Geschliffene Ecken und Kanten? Gesichter und Kampfsystem
Neben den altbekannten, hölzernen Lauf- und Kampfanimationen wurde beim Thema der Lippensynchronität und den Gesichtern geschraubt. Zum Guten? Ja und nein. Technisch ist die reine und genauere Lippenbewegung ein Fortschritt und erinnert im Ansatz an die automatische Lippenbewegungserkennung von Cyberpunk 2077. Praktisch bewegen sich die Gesichter in Elex 2 im Uncanny-Valley durch statisch wirkende Blicke, ausmodellierte Zähne und fehlende Emotionen, sodass der Fortschritt insgesamt eher einem Seitenschritt in puncto Immersion gleicht. Die deutsche Sprachsynchronisation wirkt an manchen Stellen zusätzlich überdreht, sodass manche Dialoge und Cutscenes einem Schultheaterstück ähneln. Flashbacks und eigentlich besondere Ereignisse wie ein "großes Konzert" eines gealterten Punk-Rockers aus den 1980er-Jahren (aus Spoilergründen nennen wir keinen Namen) sind viel zu oft lieblos dargestellt und umso bitterer, wenn man an die einst erstklassige Einflechtung Ingame von In Extremo im 2001er Gothic 1 denkt. Immersion und Atmosphäre geht anders.
Quelle: PC Games Hardware
Die Gesichter sind detaillierter, bewegen sich aber vor allem im bewegten Bild im Uncanny-Valley. Die Beleuchtung der Zähne kann den Eindruck in manchen Szenen zusätzlich verstärken - die Textureinstellung ist in dem Ausschnitt nicht auf hoch gestellt.
Einer der häufigsten Kritikpunkte des ersten Ablegers war das sperrige Combi-Kampfsystem. Die Überarbeitung des Kampfsystems zeigt sich positiveren Licht. Zwar sind Aktionen immer noch eher langsam im Vergleich zu Titeln wie Dark Souls, dennoch wirkt die etwas schnellere Kampfinteraktion interessanter und fairer. Mit geschicktem Nutzen
der Invincibility-Frames lassen sich beim Ausweichen auch mit Level 1 die stärksten Gegner im Nahkampf besiegen, auch wenn vielleicht zeitaufwendig. Plötzliche Sprünge von Wildtieren lassen sich leichter vorhersehen und problemlos ausweichen. Durch Fernkampfwaffen und dem aufgewerteten Jetpack am Rücken sind auch Fluggegner kein Problem.
Mit de neuen, schnellen Iron-Man-Flugmethode ist in Notsituationen eine Flucht jederzeit möglich, sofern genug Treibstoff vorhanden. Treibstoff ist in der Welt verteilt und sorgt beim Aufwerten am Jetpack-Tisch für einen größeren Tank. Die Flugsteuerung bedarf ein wenig Übung. Wer sich beim stylischen Fliegen doch mal mit der Höhe verschätzt, kann durch Bremsraketen dem sicheren Tod von der Bergklippe springen. Die Kameraführung ist nicht ohne Konsole oder Ini-Anpassung großartig einstellbar. Im Kampf und Flug kam es vorbildlich selten zu Kameraproblemen. Am ehesten gab es im Gameplay Ecken und Kanten beim neuen Kletter- und Rutschsystem, bei der Jax an falsche Kanten beim Springen teleportiert wurde.


Patchnotes noch keine gefunden, zu GoG kann ich leider nichts sagen, aber wenn über Steam ein solch beachtliches Update gefahren wird, vermute ich mal den überfälligen DX12 Official Patch, der auch für GoG und Konsolen Nutzer zu Verfügung steht.
Edit: Laut World of Elex ist es die DX12 Version, auch für GoG:
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Edit 2: Das ist der Stand der Beta. Kaputtes LOD, keine funktionierende Kantenglättung, grelle Helligkeit nach Mitternacht, das Hacking Minigame verhunzt. Mir fehlen die Worte ...
Edit 3: Laut CM Zyddie wurde aus Versehen die alte BETA Version hochgeladen ...
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PB sollte mal in die Puschen kommen, retten was noch zu retten ist. Technisch war dieser Release echt übel und sehr grenzwertig.