Elden Ring im Technik-Test: Performance und GPU-Benchmarks
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Elden Ring im Technik-Test: Performance und GPU-Benchmarks

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Auf Seite 2 beschäftigen wir uns mit der Performance von Elden Ring und stellen die GPU-Benchmarks vor.

Spiele aus dem Hause From Software sind bereits in der Vergangenheit mit einigen Lästigkeiten aufgefallen. Über die Jahre sind insbesondere die PC-Versionen technisch ausgereifter geworden, doch auch Elden Ring fällt durch eine Reihe Unzulänglichkeiten auf. Einige davon sind bloß ärgerlich oder treten unter bestimmten Umständen auf - ein größeres Problem verhagelt PC-Spielern allerdings recht gehörig den Genuss und trübt Ausflüge in die stimmungsvolle, düstere Fantasy-Welt stark. Doch, der Reihe nach.

Elden Ring - Technische Macken und Ärgernisse

Das erste, wenn auch lästige, aber noch relativ unerhebliche Problem, liegt bei der Bildausgabe begraben. Elden Ring nutzt ein 60-Fps-Lock und forciertes Triple-Buffer-Vsync. Das ist für Nutzer eines 60-Hz-Displays weniger ein Problem, allerdings sorgt der Vollbild-Modus für ein ungleichmäßigeres und ruckeligeres Spielgefühl. Letzteres ist jedoch insbesondere bei Nutzern von hochfrequenten Displays der Fall, denn Elden Ring setzt neben der maximalen Bildrate auch die Refresh-Rate des Monitors auf 60 Hz. Dies können Sie mit einem zweiten Display umgehen. Dort können Sie das Menü Ihres Grafiktreibers öffnen und die Refresh-Rate des anderen Displays zurück auf beispielsweise 144 Hz setzen. Oder Sie nutzen einfach den Borderless-Modus, der Ihnen diese Komplikation erspart - aber ebenfalls auf 60 Fps gelockt ist.
Der Fps-Unlocker erfüllt zwar sachgemäß seinen Zweck und startet ohne EAC, ein Multiplayer-Spiel ist so allerdings nicht möglich. Die Verwendung geschieht auf eigene Gefahr. Lesen von unterhaltsamen Spielernachrichten, Koop-Sessions und mehr sind nur Vanilla möglich. Quelle: PC Games Hardware Der Fps-Unlocker erfüllt zwar sachgemäß seinen Zweck und startet ohne EAC, ein Multiplayer-Spiel ist so allerdings nicht möglich. Die Verwendung geschieht auf eigene Gefahr. Lesen von unterhaltsamen Spielernachrichten, Koop-Sessions und mehr sind nur Vanilla möglich. Letzteres lässt sich mit dem kleinen Tool EldenRingFpsUnlockAndMore des Github-Users uberhalit aushebeln - dieses bietet neben einigen weiteren Hacks außerdem eine Option für Ultrawide-Darstellung. Allerdings bleibt trotz Einsatz des Tools V-Sync samt Triple-Buffering aktiv. Der letzte Punkt lässt sich wiederum mit dem Nvidia-Grafiktreiber ausschalten, nicht jedoch mit Radeon-GPUs. Bei AMD bleibt V-Sync trotz Deaktivierung in der Radeon Software aktiv. Wenn Sie also eine AMD-Grafikkarte und ein 60-Hz-Display nutzten, bleiben Ihre Bildraten trotz Fps-Unlocker auf 60 Fps begrenzt. Einzige uns bekannte Abhilfe ist die Nutzung eines hochfrequenten Displays. Wir haben daher für unsere Grafikkarten-Benchmarks auf UHD und 144 Hz gesetzt.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie den Fps-Unlocker benutzen wollen, müssen wir klarstellen, dass dies auf eigene Gefahr geschieht. Zwar ist es nur schwerlich möglich, das Spiel unabsichtlich zusammen mit dem Tool und mit aktiviertem Easy Anti Cheat zu starten, einer Fehlbedienung sind einige Sicherheitsriegel vorgeschoben, doch ist ein Bann nicht vollkommen ausgeschlossen. In der Regel dürfte das Risiko allerdings gering ausfallen, da Easy Anti Cheat bei korrekter Bedienung zuvor deaktiviert wird und Elden Ring im Offline Modus startet. Sie können darauf auch nicht versehentlich online gehen, das Spiel gibt eine ablehnende Fehlermeldung aus, wenn Sie mit laufendem Tool respektive deaktiviertem EAC auf die Schaltfläche "Anmelden" klicken. Das Risiko muss Ihnen dennoch bewusst sein.

Elden Ring - Ruckeln, Shader-Compiling und Streaming-Verschlucker

Das weitaus größere Problem als die verkorkste Bildausgabe und die lästige, anachronistische 60-Fps-Sperre ist allerdings Stabilität der Bildraten. Auf keinem unserer Systeme, gleich mit welcher CPU, Grafikkarte oder Bildschirmfrequenz läuft Elden Ring dauerhaft flüssig. Es gibt offenbar zwei Probleme, die sich obendrein eventuell gegenseitig verstärken. Das Erste, im Vergleich geringfügige Problem ist, dass Elden Ring offenbar die Shader in Laufzeit berechnet. Immer, wenn erstmalig ein Asset geladen wird, jedes Mal, wenn zum ersten Mal ein Effekt angezeigt wird, jedes Mal, wenn erstmals Blut spritzt oder ein Gegner Sie mit Magie oder Feuer beharkt, ruckelt es kurz.

Das ist insbesondere bei den Gefechten unfassbar störend, da es hier auf Präzision und geschicktes Timing ankommt - ein kurzer Stocker kann Ihnen letzteres verhageln, was gerade in einem kniffligen Soulsborne extrem frustrierend ist. Doch dies ist noch das kleinere Problem.

Das Größere liegt offenbar bei der Streaming-Engine begraben. Elden Ring leidet hin und wieder unter echten Slow-Downs bis hin zu mehreren 100 Millisekunden andauernden Hängern, die einen Genuss des Spiels extrem torpedieren. Unseres Ermessens könnte das Problem darin bestehen, dass die Engine nur verhältnismäßig wenige Daten im Speicher behält - die vergleichsweise geringe Grafikspeicherbelegung ist ein Indiz - und relativ häufig auf einen Schlag große "Chunks" also gewichtige Blöcke der Umgebung inklusive Geometrie, Texturen, Objekten und Shadern laden muss. Wenn diese Daten zum ersten Mal geladen werden, könnte das Shader-Compiling zur Laufzeit die Problematik sogar noch verstärken.
Kleinere Unstimmigkeiten gibt es beim vermeintlichen Vollbildmodus und den alternativen Fenstermodi, die für weniger Ruckler sorgen können. Quelle: PC Games Hardware Kleinere Unstimmigkeiten gibt es beim vermeintlichen Vollbildmodus und den alternativen Fenstermodi, die für weniger Ruckler sorgen können. Spielen im Borderless-Mode hilft ein wenig, doch es ist uns aus Perspektive eines PC-Spielers leider keine Herangehensweise bekannt, mit welcher sich die lästigen Shader-Ruckler und heftigen Streaming-Hänger vollständig beheben ließen. Hier müssen die Entwickler nochmals Hand anlegen. Es sind bereits mehrere kleine Patches erschienen, zuletzt Patch 1.02.2, welcher die Grafikkartenauslastung und die unrunde Performance verbessern soll. Die Performance fällt mit Version 1.02.2 tatsächlich geringfügig besser aus, insbesondere Geforce-GPUs profitieren ein wenig, am deutlichsten in WQHD-Auflösung, also bereits mit erhöhter Grafiklast. Auch das Problem mit den Rucklern wurde etwas mitigiert, besteht allerdings weiter. Unsere Messungen basieren auf dieser Spielversion. Kommen wir zu unseren Benchmarks.

Elden Ring - Benchmarks (GPU)

Unsere Grafikkarten-Benchmarks liegen in den nebligen und von einem steten Sturm durchzogenen Wäldern von Sturmhügel verortet. Dazu schalten wir das Leuchtfeuer bei der Hütte des Kriegsmeisters frei, um uns einfach und bequem zu unserer Benchmark-Szene begeben zu können und die Tageszeit festzusetzen. Sie können das Leuchtfeuer kurz nach Betreten der offenen Welt nach etwa 30 Minuten Spielzeit erreichen. Die Szene und unsere genutzten Einstellungen sehen Sie im verlinkten Video. Um die Benchmark-Werte aufzuzeichnen, nutzen wir das ausgesprochen praktische Tool CapFrameX, welches Sie in aktueller Version kostenlos herunterladen können, um eigene Benchmarks aufzuzeichnen und/oder Ihre Systemkomponenten zu überwachen.

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Vor dem Start nutzen wir das Leuchtfeuer und die Funktion Ausruhen, um die Tageszeit auf Mittag zu setzen. Bei den Grafikeinstellungen nutzen wir das Preset Maximal. Vor dem Start des Benchmarks laufen wir bis zu dem Baum links der Hütte des Kriegsmeisters, positionieren unsere Spielfigur bei dem knallig roten Beerenbusch und blicken Richtung Osten zu der in der nebligen Ferne befindliche Ruine. Dann starten wir unsere 20-sekündige Messung und gehen (!) los. Die niedrige Bewegungsgeschwindigkeit hilft dabei, Streaming-Ruckler zu vermeiden, welche - insbesondere vor Patch 1.02.2 und mit AMD-GPUs - häufig kurz vor der Ruine auftreten.

Die Performance ist prinzipiell gut, Elden Ring stellt keine allzu hohe Ansprüche an die Grafikkarten. Der Bedarf an Grafikspeicher ist, wie bereits erwähnt, ebenfalls nicht sonderlich hoch - vielleicht gar eher etwas zu niedrig. In Full HD belegt Elden Ring knapp über 4 GiByte, selbst die durch ihre Speicheranbindung stark kompromittierte RX 6500 XT liefert noch eine gute und von den generellen Streaming-Aussetzern abgesehen eine bemerkenswert gute Performance. Mit etwas Detailverzicht wären mit der kleinen Einsteiger-Radeon in Full HD auch 60 Fps keine allzu hohe Hürde. Auffällig im Vergleich ist allerdings auch die RTX 3050, die in Full HD nur unbedeutsam schneller ist. Generell und trotz verbesserter Grafikkarten-Auslastung durch Patch 1.02.2 werden viele Karten erst mit höherer Auflösung ausgelastet, die potenteren GPUs kommen erst ab WQHD richtig aus den Startlöchern.
Elden Ring ruckelte vor allem zu Release der PC-Version je nach Konfiguration stark. Folgende Patches sorgten für eine Besserung, ein völliges Verschwinden können wir leider noch nicht feststellen.  Quelle: PC Games Hardware Elden Ring ruckelte vor allem zu Release der PC-Version je nach Konfiguration stark. Folgende Patches sorgten für eine Besserung, ein völliges Verschwinden können wir leider noch nicht feststellen.  Ebenfalls interessant: Mit steigender Auflösung brechen die AMD-GPUs tendenziell weniger stark ein als ihre vergleichbaren Geforce-Pendants, letzteren liegen Full HD und niedriger Last ein wenig besser - das ist prinzipiell genau andersherum als von vielen DX12-Spielen gewohnt. Auffällig sind auch die relativ geringen Kosten für eine Auflösungserhöhung, ein weiteres Indiz dafür, dass die Grafikkarten in niedrigen Auflösungen nicht optimal ausgelastet werden. Abseits dieser Punkte schlagen sich die Grafikkarten beider Hersteller auf erstaunlich ebenem Spielfeld. So sind etwa sowohl GTX 1070 und Vega 56, RX 6600 XT und RTX 2070, RX 6700 XT und 3070 in WQHD jeweils beinahe exakt gleich schnell.

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  3. Seite 3 Elden Ring im Test: CPU-Benchmarks und Fazit
    • Kommentare (44)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Jemand ne Quelle für Benchmarks mit nem neueren Patchstand?
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Jemand ne Quelle für Benchmarks mit nem neueren Patchstand?
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von sandworm
        Die RX6500XT liefert wieder einmal, eine Bärenstarke Leistung ab, die ca. doppelt so teure RTX3050 kann sich in diesem Titel um gigantische 5% (100 vs. 105%) absetzten bzw. bei den min. FPS um 2%.
        Dies natrlich mit maxed out Details, mit medium bis high Details, würde ...
        Jo,
        man könnte mal nen Nachtest zur 6500xt machen.
        z.Bsp.
        Mit RSR 900p-->1080p, da könnte ich mir vorstellen, das man gar net so sehr in den Settings runter muss.
        (viele Games laufen dann sicher auch mit 75fps, was ja passend zum "höherwertigen" FHD-Moni mit FS 40-75 wäre)

        Interessant wäre außerdem das Steamdecksetting, was ausversehen in nem Game aufgetaucht ist.
      • Von Geldmann3 PC-Selbstbauer(in)
        Die Möglichkeit auf mehr als 60 FPS gehört heute nicht nur zum guten Ton, es ist katastrophal, wenn diese fehlt.
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von AzRa-eL
        Aber im randlosen Fenstermodus wird HDR nicht unterstützt, oder?

        Danke für den tollen Test! Als jemand der es (noch) nicht besitzt, konnte ich eine sehr gute Vorstellung bekommen, was mich optisch/technisch erwarten wird, was mich leider aber auch dazu ermutigt, weitere Patches abzuwarten, obwohl ich auf das Spiel schon richtig heiß bin ?

        Btw, "Learning by dying"...geiles Wortspiel
        Danke. Das Wortspiel ist allerdings nicht meins (ich vermute, Richies). Ich werd es mir bei Gelegenheit aber vielleicht mal "ausleihen" ?

        Gruß,
        Phil
      • Von Melierax Komplett-PC-Käufer(in)
        Mit einer GTX 760 funktioniert es nicht, da sie anscheinend nur feature level 11 hat. Benötigt wird aber 12_0. Vielleicht könnt ihr euch das mal ansehen. Sonst bekommt man nur einen weißen Bildschirm nach dem Start und dann schließt sich das Spiel einfach.
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