Razer Salmosa im PCGH-Hand-on-Test
Kurz vor dem Wochenende ist die neue Maus von Razer in der Redaktion angekommen. Wir haben den Nager für Sie angetestet.
Die Razer Salmosa verfügt über den gleichen 1.800-Dpi-Sensor wie die bereits getestete Razer Diamondback 3G, die in der letzten Marktübersicht Mäuse (PCGH 08/2008) in Sachen Preis-Leistung sehr gut abgeschnitten hat. Dementsprechend leistet sich die Salmosa auch keine Schwächen in unseren Spiele-Praxistests - egal ob im Low- oder im Highsense-Betrieb, die Bewegungen der Maus werden ohne Aussetzer oder Ungenauigkeiten umgesetzt.
Die Salmosa ist im Vergleich zu anderen Razer-Mäusen sehr kompakt und angenehm unspektakulär, da Razer auf Leuchteffekte verzichtet hat. Herausgekommen ist eine Drei-Button-Maus, die für Rechts- und Linkshänder geeignet ist. Trotz der geringen Größe liegt die Maus angenehm und sicher in der Hand und auch der ansonsten sehr leichte Auslösedruck der Haupttasten ist von Razer etwas angehoben worden. Dieser ist zwar immer noch relativ gering, aber die Gefahr eines zufälligen Auslösens der Haupttasten ist bei diesem Modell eher gering. Ein weiterer Pluspunkt ist das 2-Wege-Mausrad. Die Rasterung ist klar definiert, ohne zu prominent zu sein, dabei aber noch intuitiv genug um beispielsweise bei mehreren Waffen im 3D-Shooter-Arsenal auf Anhieb einen Wechsel zur übernächsten Waffe sicher umzusetzen. Der Druckpunkt ist ebenfalls knackig und liefert ein gutes Feedback.
Unter der Maus befinden sich die beiden Schalter für die USB- und Dpi-Rate.
Sparmaßnahme oder Feature - die Ausstattung der Salmosa wird die Geister scheiden. Technisch erlaubt sich die 30-Euro-Maus keine Schwäche, aber bis auf zwei Schalter unter (!) der Maus, einer zur Dpi-Umschaltung (800 oder 1.800 Dpi) und ein zweiter zur Umschaltung der USB-Rate (125, 500 1.000 MHz), bietet die Salmosa keine Extras. Bis auf die Geringere Geschwindigkeit konnten wir übrigens in den ersten praktischen Tests keine Einwirkung der verschiedenen Einstellungen auf die Leistung der Maus feststellen.
Wirklich wünschenswert wäre zumindest eine Seitentaste gewesen. So hat Razer eine echte Puristen-Maus im Stall, die der nur fünf Euro teuren Diamondback in Sachen Ausstattung unterlegen ist und klar als Einsteigermodell definiert ist. In diesem Segment muss sich Razer aber mit den Entry-Platzhirschen MX 518 von Logitech und der Genius Agama anlegen - die zwar beide keine so gute Abtastung wie die Salmosa haben, aber mit viel Ausstattung punkten und fast in jeder Spielsituation auf Abtast-Augenhöhe mit dem Neuling sind. Eine Geschmacksfrage ist auch die geringe Größe (115x63x37 mm) der Maus, Zocker mit großen Händen sollten die Salmosa unbedingt probespielen. Einen ausführlichen Test samt finaler Note finden Sie in der PCGH 10/2008, die am 3. September erscheint.