Quickshot 2: Neu aufgelegte Joystick-Legende der Heimcomputer-Ära im Test
Retro-Gaming boomt und Retro Games/Plaion haben den Quickshot 2, eine Joystick-Legende aus der Heimcomputer-Ära der 1980er- und 1990er-Jahre, neu aufgelegt. Der soll Nostalgie wecken und authentischen Retro-Gaming-Spaß am modernen PC bieten. Ob das gelingt, zeigt der Praxischeck.
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Retro feiert Renaissance! Das gilt nicht nur für die Heimcomputer der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre, die als The C64 (Mini), Amiga500 Mini, A1200, Atari 400 Mini sowie The Spectrum wiederbelebt werden. Auch die ikonischen Eingabegeräte der Heimcomputer-Ära kommen als Neuauflage, in der Regel mit technischen Upgrades, als "The CX Stick", "The Gamepad" oder "The Joystick", erneut auf den Markt. Jetzt haben auch Retro Games Ltd. und das österreichische Unternehmen Plaion den ursprünglich 1983 erschienenen Quickshot 2, eine Joystick-Legende, für moderne Gaming-PCs neu aufgelegt. Das jetzt als The Quickshot 2 vermarktete Eingabegerät soll dabei dem charakteristischen Gefühl des Originals treu bleiben, Nostalgie wecken, aber auch den Spaß beim Retro-Gaming am modernen PC aufwerten.
Die Quickshot-Joysticks wurden seinerzeit von der Firma Spectravideo, die ab 2006 unter dem Namen Logic3 geführt wurde, hergestellt. Verkauft hat sich der Quickshot 2, der vor allem am Commodore 64, Amiga und Atari ST und ZX Spectrum zum Einsatz kam, laut Herstellerangaben bis 1999 mehr als 42 Millionen Mal. Trotzdem war er damals nicht der erfolgreichste Joystick. Sein Look war, zugegeben, eher billig und plastikhaft, und bei der Fertigungsqualität und Langlebigkeit gab es auch noch Luft nach oben. Daher wurde nicht zuletzt wegen seiner Mikroschalter der Competition Pro zum Favoriten für das Zocken am C64 und später am Amiga 500.
Quelle: Speedlink
Auch bei mir ersetzte der Competition Pro schnell den Quickshot 2 als Eingabegerät für den C64 und den Amiga. Grund dafür waren seine Mikroschalter und seine hohe Fertigungsqualität sowie Langlebigkeit.
Schnelle Schalter gehören heute auch zur Ausstattung des "neuen" Quickshot 2. Dazu macht ihn Retro Games mit einem USB-Anschluss kompatibel zum PC oder einer modernen Retro-Konsole wie dem Evercade VS-R. Doch wie viel Nostalgie kommt nach über 40 Jahren beim Zocken wirklich auf? Kann der auch technisch modernisierte Quickshot 2 am PC überhaupt noch mit regulären Eingabegeräten mithalten? Unser Nostalgie- und Praxischeck liefert die Antwort.
Moderate, aber sinnvolle Modernisierungen
Der neu aufgelegte Quickshot 2 ist in seinen Abmessungen eine exakte Nachbildung des Originals. So umschließt auch hier selbst bei einer größeren Hand die Faust den Knüppel vollständig. Dazu liegen die Finger, selbst wenn diese länger ausfallen, in den dafür vorgesehenen Mulden. Auch die beiden Feuertasten lassen sich bequem mit dem Zeigefinger respektive Daumen erreichen und ohne Verrenkungen bedienen. Dazu verfügt der modernisierte Quickshot 2 über die vier ikonischen Saugnäpfe, mit denen man ihn zumindest für eine gewisse Zeit auf einem Glas- oder Schreibtisch mit glatter Oberfläche fixieren kann. Die Designer haben sogar den originalen Auto-Feuer-Schalter hinten wieder eingebaut, das ist authentisch nostalgisch und man kann ihn sogar erstaunlich häufig ohne Probleme einsetzen.
Quelle: PCGH
Um den Nostalgiefaktor zu erhalten, verfügt auch der neue Quickshot 2 über den originalen Auto-Feuer-Schalter. Der funktioniert in der Praxis erstaunlich gut.
Die Modernisierungen sind sinnvoll, bleiben aber moderat, um den Nostalgiefaktor zu erhalten. Eine nützliche Neuerung etwa ist, dass sich die beiden Feuerknöpfe am Stick nun getrennt konfigurieren lassen. Dieses Feature stellt sich gerade im praktischen Gaming-Einsatz als vorteilhaft heraus. Dazu platziert der Hersteller sechs Knöpfe auf der Basis, die sich an gängigen Joypad-Layouts orientieren und die wir bei allen Retro-Testplattformen nutzen konnten. Eine ebenfalls sinnvolle Modernisierung ist das USB-A-Anschlusskabel mit 180 cm Länge. Das macht den Quickshot 2 sehr anschlussfreudig, sodass Sie mit ihm auch am regulären oder Retro-Rechner sowie an Retro-Heimspielkonsolen wie dem Blaze Evercade VS-R zocken können.
Bei der Verarbeitungsqualität des neu aufgelegten Quickshot 2 finden Retro Games/Plaion einen Mittelweg aus sinnvollen, nötigen Updates - und dem bewussten Verzicht auf Änderungen dort, wo sie nicht benötigt werden. Was sich verbessert hat, ist die Materialanmutung der Plastikkonstruktion, denn der Retro-Joystick fühlt sich wertiger und robuster an. Was bleibt, sind die kaum abgerundeten Kanten rund um die Daumentaste an der Oberseite des Sticks. Letzterer hat nach wie vor reichlich Weg, daher muss man ihn ziemlich weit drücken, damit eine Bewegung registriert wird. Das war damals schon ein Markenzeichen, mit dem sich der Quickshot 2 für die Steuerung von Raumschiffen, virtuellen Fluggeräten oder Pixelpersonal qualifizierte. Im Gegenzug machte dies ihn aber auch berüchtigt ungeeignet für Spiele, bei denen man den Joystick hektisch hin und herreißen musste - etwa Daley Thompson's Decathlon, Track & Field oder einige Events bei Summer Games und Summer Games 2.
Quelle: PCGH
Die Fertigungsqualität der Quickshot-2-Neuauflage ist etwas besser als beim Original. Allerdings müssen Sie mit dem Stick trotz des Einsatzes von Mikroschaltern immer noch ausladende Bewegungen machen.
Sehr kräftige Stickbewegungen führten damals oft zu Beschädigungen. Auch hier gibt es Verbesserungen, da die Designer jetzt Mikroschalter eingebaut haben. Die ändern zwar nicht den eigentlichen Aktionsradius des Steuerknüppels, allerdings klickt es jetzt beim Bewegen angenehm. Dazu fällt der Stick-Widerstand spürbar geringer aus als beim Original, sodass Sie viel weniger Kraft benötigen und den Stick theoretisch mit zwei Fingern bedienen können. Das Klickgefühl der Feuerknöpfe hingegen entspricht dem des Originals. Gerade den Trigger muss man erst um einiges bewegen, bevor dieser auslöst. Dieses späte Klicken mit weichem Druckpunkt und die spezielle Akustik gehören zu den wohlig-nostalgischsten Aspekten des Geräts. Das gilt auch für die sechs Tasten mit Gummidom-Mechanik an der Basis. Auch die fühlen sich, wie vom Ur-Quickshot-2 gewohnt, leichtgängig, aber auch ein wenig schwammig an.

Irgendwann 1988, C64 Game "1942", Level 95 von 99 und der besagte Joystick ging auf einmal nicht mehr nach rechts... Die Folge: "Game over"
Ich glaube, dass ich damals ziemlich ausgerastet, denn ich erinnere mich noch, dass ich den Joystick mit dem Kleber Pattex 2000 zugeschmiert und ihn im Garten meiner Eltern angezündet habe 🤬🙈
Ab diesem Zeitpunkt, kam mir nur noch der Competition Pro ins Haus, obwohl der mehr als doppelt so teuer war, glaube ich zumindest 🤔
Aber quick Joy turbo 1 fand ich damals ganz Gut und nein die Feder Schalter konnte man auch reparieren wenn die Feder durch war, nur hat es da mit der Zeit den Kunststoff nupsie der die Feder auslöst abgenutzt und dann war Feierabend 😜
Unter dem Strich fand ich die joysticks von Computec aus UK am besten, die hatten die selben Schalter wie der comp pro aber indirekt ausgelöst durch Blech Federn, das war praktisch nicht kaputt zu kriegen und wesentlich präziser.
Competition Pro waren robuster aber lagen nicht so gut in der Hand.