Gamecom-Headsets: Klang
Auf der Games Convention (21. bis 24.08.2008) präsentiert Plantronics drei neue Headsets für Spieler. Bei einem Besuch in der Redaktion brachte der Hersteller alle Modelle der Gamecom-Reihe mit, daher konnten wir sie bereits testen.
Gamecom 777: Klang
Gamecom 367/777: Mit der Kabelfernbedinung regeln Sie die Lautstärke oder lassen die Mikrofonaufnahme leiser werden. (Bild: PCGH)
Im Vergleich zu Speed-Links Medusa 5.1 Home und dem Stereo-Headset MMX2 von Beyerdynamic klingt das Gamecom 777 etwas blass und weniger kräftig. Gerade im Tieftonbereich fällt sofort ein geringer Dynamikumfang auf - hier fehlen Details. Zwar ist der Bass relativ laut gestimmt und übertönt gerne Mitten sowie Höhen, allerdings vermissen wir Tiefe. Bereits das 25 Euro günstige Fatal1ty-Headset von Creative klingt kräftiger und spielt tiefe Töne dynamischer. Im Hochtonbereich liefert das Gamecom 777 hingegen feinere Abstufungen. Zudem schmieren in unserem Teststück aus dem Forrest-Gump-Soundtrack selbst sehr hohe Geigen- oder Fanfarenkänge nicht. Beim MMX2 von Beyerdynamic oder dem Medusa 5.1 Home wird der Hochtonbereich allerdings filigraner wiedergegeben.
Im Spieletest klang der UT2004-Raketenwerfer zwar recht kräftig, allerdings zischt beispielsweise die Shock-Rifle nicht giftig genug. Zudem war nur wenig Ortung möglich. Auch im 5.1-Test mit dem Tool Rightmark 3D Sound konnten wir schwer unterscheiden, ob die Geräuschquelle vor oder hinter uns liegt.
Die Techniken Dolby Pro Logic II und Dolby Headphone, mit denen 5.1-Sound simuliert werden soll, funktionieren zudem nur, wenn Sie das Gamecom 777 mit dem enthaltenen USB-Adapter anschließen. Die Klangqualität wirkt mit dem integrierten Soundchip nicht schlechter als mit einer Soundblaster X-Fi Elite Pro. Auf EAX müssen Sie dann allerdings verzichten.
Gamecom 367: Klang
Das günstige Modell klingt schlechter als das Gamecom 777. So tönte der Bass in unseren Teststücken stumpf und unmotiviert. Bei manchen Passagen in Coldplays melodischem Clocks-Intro (eines unserer Teststücke) war die Bassspur gar nicht mehr herauszuhören. Insgesamt klingt der Tieftonbereich viel zu hell und zu schwach. Auch im Spieletest fällt der schwache Bass auf - gerade bei ansonsten schmetternden Explosionen. Hohe Töne werden angenehmer wiedergegeben. Hier liegt das Gamecom 367 nur ganz knapp hinter der 777er-Variante - daher teilen sich beide die gleiche Wertung in diesem Teilbereich.
