Dying Light erinnert an Dead Island 2 und könnte die gleichen Probleme bekommen - E3-Vorschau
Urlaubsfieber einmal anders: In einem sonnigen Küstenort kämpfen wir gegen die von einem unbekannten Virus infizierten Bewohner, die bei Nacht Jagd auf uns machen - dann hilft nur waghalsiges Wegrennen über die Dächer der Stadt.
Was früher die Nazis waren, sind heute die Untoten: moralisch bedenkenlos umnietbare Gegner, die bevorzugt in 3D-Shootern auf ihr Lebensende warten. Das sieht in Dying Light nicht anders aus, in dem wir uns gegen Heerscharen von Zombies, pardon, Infizierten wehren müssen. Hinter dem Ego-Shooter stecken die polnischen Entwickler von Techland, die mit Dead Island ihren ersten Ausflug ins Zombieland gewagt haben. Brand Manager Craig Mitchell vom Publisher Warner Bros. Games ist unser Reiseführer beim E3-Ausflug in die von Techlands hauseigenen Chrome Engine 6 angetriebene PC-Version des Spiels.
Dying Light: Halb so wild, ihr seid schon vom Biss infiziert
Unsere Mission klingt relativ harmlos: Wir sollen von einem Flugzeug über einer Küstenstadt abgeworfene Hilfsgüter aufspüren und uns insbesondere die darin enthaltenen Medikamente unter den Nagel reißen. Über Funk stehen wir mit einer Dame namens Jade in Verbindung, die unsere Position irgendwie orten kann und uns mit Informationen versorgt. Und protestiert, wenn wir herumtrödeln. So wie an einem Haus, aus dem wir einen Hilfeschrei hören - es lockt eine optionale Mission. Wir greifen zu und klettern einen Strommast hinauf, um so ins Haus zu gelangen. Mit einem Baseballschläger - es soll im Spiel auch Fernwaffen geben - prügeln wir uns durch die Menge, bis wir in einem Wandschrank ein verängstigtes Mädchen entdecken. Das können wir unmöglich mitnehmen, doch Jade merkt an, dass sie es später einsammeln will. Möge das Mädchen so lange überleben. Beim Kampf mit den Infizierten passiert uns übrigens ein kleines Malheur: Einer der Burschen verbeißt sich in uns. "Halb so wild", meint Craig Mitchell. "Ihr seid schon vor dem Biss infiziert gewesen." Plötzlich bekommt die Suche nach den Medikamenten eine ganz neue Dringlichkeit.
Dying Light: Wir schnetzeln uns weiter durch Horden von Infizierten
Wir schnetzeln uns weiter durch Horden von Infizierten, die wir nun auch mit einem Beil bearbeiten. Schließlich nähern wir uns dem Landeplatz der Versorgungsgüter, doch nicht als erste: Drei schwerbewaffnete, mutmaßlich osteuropäische Soldaten bedeuten uns mit klaren Worten und noch klareren erhobenen Waffen, das Weite zu suchen. Jade merkt an, dass es noch einen zweiten Landeplatz gebe. Auf dem Weg dahin begegnen uns sogenannte "Virals" - Infizierte, deren Krankheit noch nicht ganz zum Ausbruch gekommen ist, doch die uns dennoch um eine Entleibung bitten. Das machen wir - Dead Rising lässt grüßen - sogar mit selbst zusammengebauten Waffen wie einer Machete mit einer starken Batterie, die wir mit Klebeband daran befestigen: Stromschläge und Schnittwunden sind die Folgen. Mit besonderen Angriffsmanövern, etwa einer Drehung um die eigene Achse mit weit ausgestreckter Waffe, ziehen wir mehreren Gegnern gleichzeitig einen Scheitel.
An der zweiten Abwurfstelle warten zwar keine Soldaten, doch einige Infizierte auf uns, die sich durch die kostbaren Güter wühlen. Sie mit dem Beil zu erledigen ist eine Sache, die langsam untergehende Sonne jedoch eine ganz andere. Wir schnappen uns die zum Glück noch vorhandenen Medikamente und nehmen dann die Beine in die Hand. Bei Dunkelheit kommt nämlich die "Volatiles" aus ihren Verstecken, die größten und gefährlichsten Infizierten. Wir orten sie zwar mit einer Art Puls-Fähigkeit, doch dann sollten wir auf einen Kampf verzichten und stattdessen einen möglichst weiten Bogen um die Burschen machen. Auch Jade wird langsam nervös und rät uns eindringlich, zurück zum Versteck zu eilen. Das machen wir nur zu gerne, indem wir wie weiland in Mirror's Edge mit kühnen Free-Running-Manövern über Hausdächer, Bäume und Mauerwerk flitzen. Die Vorführung wäre keine E3-Vorführung, wenn uns nicht am Ende doch noch ein Volatile erwischen würde - wobei gilt, was wir schon an anderer Stelle geschrieben haben: Ob diese Szene im fertigen Spiel noch geben wird, wagen wir zu bezweifeln.
Dying Light: E3-Fazit
Dying Light lässt uns mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Die Küstenstadt sieht schick aus, die Free-Running-Flucht vor den Infizierten über Wellblechhüttendächer ist dramatisch - doch kann Techland aus dieser Grundidee ein ganzes Spiel lang Spannung erzeugen? Können wir die am Horizont sichtbaren Hochhäuser erkunden? Und was machen wir nachts? Die Zutaten des Spiels sind gut, doch jetzt braucht Techland ein Kochrezept, um sie in eine wohlschmeckende Mahlzeit zu verwandeln.
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Noch gar kein Sammelthread für das Game? Es sieht richtig gut aus und hier gibt es ein wenig Alpha-Footage
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Erinnert an einen Mix aus Dead Island, Left 4 Dead und Mirrors Edge
Auf Fotos,ja aber in Bewegung und mit Gameplay kanns genau so schnell in die Hose gehn.Vorsichtig
der stoff ist gut, lassen wir uns überraschen.
hoffentlich nicht wieder nur DX9.
Der erste Eindruck ist mal sehr gut!
Ist hoffentlich besser als der andere langweilige Käse!!! aussehen tut es nicht schlecht