DJI Neo 2 im Test: Alles rund um die Drohne - Modelle, Gesetze und Kaufempfehlungen
Welche Drohne passt zu Ihnen? In unserem großen Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten, welche Gesetze 2025 gelten und welche aktuellen Modelle im Test überzeugen. Neu dabei: die DJI Neo 2.
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Ob man seine Videoprojekte mit beeindruckenden Luftaufnahmen aufpeppen oder einfach nur ein wenig durch den Himmel sausen will - Drohnen sind sowohl für Foto- und Videografen als auch für Hobbypiloten eine feine Sache. Moderne Modelle kombinieren präzise Steuerung, intelligente Flugmodi und hochauflösende Kameras. Zugleich wurden sie immer sicherer und einsteigerfreundlicher - und die Auswahl größer. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Drohnenarten es gibt, wie die gesetzliche Lage ist und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Außerdem mit dabei: unsere aktuellen Produkttests.
Aktuell im Test: DJI Neo 2
Sucht man online nach Drohnen, kommt man an dem Hersteller DJI kaum vorbei. Und mit der Neo 2 präsentiert der nun die in nahezu jeder Hinsicht weiterentwickelte Version seines bislang leichtesten Modells. Noch leichter ist sie zwar nicht geworden - im Gegenteil: Mit 160 × 174 × 53 mm und 160 g (mit O4-Modul) ist sie sogar etwas größer und schwerer als die Vorgängerin. Dafür verfügt sie als erste DJI-Drohne dieser Gewichtsklasse über ein Rundumerkennungssystem mit einem LIDAR-Sensor vorn sowie einen Infrarotsensor unten und erkennt Hindernisse in bis zu 15 m Entfernung.
Quelle: PCGH
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In den allermeisten Fällen funktioniert das ausgesprochen gut und lässt die Drohne zuverlässig vor Objekten bremsen oder sie umfliegen. Lediglich bei schlechtem Licht kommt die erweiterte Sensorik an ihre Grenzen. Als wir sie probeweise bei Nacht starteten, erschienen sofort eine rote LED sowie ein Audiosignal und die Neo 2 setzte zur selbstständigen Landung an. Da in dem Fall jedoch das Orientierungssystem auszusetzen scheint, sollte man lieber zur Stelle sein, damit sie nirgends anstößt oder ungünstig abstürzt. Selbst tagsüber kam das zweimal vor, womöglich beeinflusst durch strukturlose Oberflächen oder zu helles, direktes Licht. Damit können LIDAR-Sensoren gelegentlich Schwierigkeiten haben.
Fast schon übernatürliche Steuerung
Was jetzt womöglich kritisch klingt, waren jedoch lediglich Ausnahmen. Denn insgesamt sind die Erkennungsfunktionen wirklich ausgefeilt und unterstützen insbesondere bei automatischen Flügen. Die Neo 2 lässt sich nämlich nicht nur per App, Sprachbefehl oder Fernsteuerung bedienen, sondern zudem über die Tasten am Gerät. Einfach einschalten, Modus mithilfe des integrierten Bildschirms wählen und über den Startknopf direkt aus der Handfläche starten lassen. Zusätzlich sind einige Einstellungen auch über die Auswahltasten verfügbar, indem man sie gedrückt hält und so etwa Flughöhe oder Folgedistanz anpasst. Modi wie "Follow" oder "Dronie" sind in dieser Schnellauswahl bereits voreingestellt - über die DJI-Fly-App kann man jedoch noch eine ganze Menge weitere Modi hinzufügen, zum Beispiel den Hitchcock'schen Dollyzoom.
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Während dort die Erkennungsfunktionen dann besonders punkten können, ist die Gestensteuerung teilweise sogar noch beeindruckender. Lässt man die DJI Neo 2 aus der Handfläche starten, scannt sie kurz das Gesicht des Piloten und reagiert, signalisiert durch eine blaue LED, fortan auf dessen Handbewegung. Handfläche hoch, die Drohne steigt - beide Handflächen auseinander, die Drohne entfernt sich usw. Das ist nicht nur intuitiv, es macht auch eine Menge Spaß, den kleinen Flugbegleiter wie mit der Macht zu steuern. Einzig der Pilotenwechsel glückte nur gelegentlich. Dazu kann theoretisch eine andere Person die Handfläche heben, bis diese als neuer Meister erkannt wird. Was dafür umso befriedigender funktioniert, ist das Return-to-Palm-Feature. Das lässt die Drohne nach Wunsch sanft und sicher auf der Handfläche des Piloten landen, wodurch die Neo 2 sich wirklich wie ein fliegendes Haustier anfühlt.
Kamera- und Verbindungstechnik
Das waren allerdings noch lange nicht alle Verbesserungen. Gerade die Kamera mit ihrem 1/1,3"-CMOS-Sensor hat gleich mehrere starke Upgrades bekommen, darunter nun einen Zwei-Achsen-Gimbal, der gerade bei den neuen Zeitlupenaufnahmen mit 100 Fps brillieren kann. In Verbindung mit dem leicht erweiterten Blickwinkel (von 117,6° auf 119,8°) sind so atemberaubende, ruckelfreie Panoramen möglich. Videoseitig hat man unter anderem die Wahl zwischen 60, 50 und 30 Fps bei Full HD oder 4K (4:3, 3.840 × 2.880 Pixel | 16:9, 3.840 × 2.160 Pixel). Und einen 2,7K-Modus mit 1.512 × 2.688 Pixeln für hochformatige Social-Media-Clips gibt es inzwischen ebenfalls.
Gespeichert werden Bilder und Videos nun auf 49 statt wie zuvor auf 22 GB - eine MicroSD-Karte lässt sich allerdings noch immer nicht einsetzen. Dank DJI O4 läuft die Datenübertragung allerdings deutlich geschmeidiger und über größere Distanzen. Möglich wird das durch den Transponder am Hinterteil der Neo 2, der die Reichweite von 500 m (WLAN) auf theoretisch 10 km erhöht. Praktisch hängt die jedoch von unzähligen Faktoren und nicht zuletzt den rechtlichen Gegebenheiten ab.
Ein eher kurzer Spaß
Ähnliches gilt in gewisser Weise auch für den Akku. Dessen Laufzeit wurde zwar theoretisch von 18 auf 19 Minuten erhöht. Die praktischen Umstände machen dem aber einen Strich durch die Rechnung. Selbst im ruhigen Schwebeflug setzte die Drohne bereits nach 14 Minuten zum selbstständigen Landeanflug an. Dafür bietet sie mit ihrer Powerbank-Funktion, mit der sich das Smartphone unterwegs notladen lässt, immerhin ein nettes Zusatzfeature.
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Über die halbherzige Abwärtskompatibilität tröstet das allerdings nicht hinweg. Denn mit früheren DJI-Controllern ist die Neo 2 kompatibel, nicht aber mit den Akkus der Vorgängerdrohne. Um also nicht ständig an der Buchse zu hängen, empfiehlt sich definitiv die Investition in einige zusätzliche Akkus. Diese laden dann nicht nur deutlich schneller (ca. 50 Minuten), sondern bei einem entsprechend starken Netzteil (nicht enthalten) auch mehrere gleichzeitig.
Beeindruckend stabil
Eines kann man der DJI Neo 2 jedoch nicht vorwerfen: mangelnde Robustheit. Mit dem etwas wackeligen Gimbal und den Antennen mag es durchaus einige empfindliche Stellen geben, auf die man besonders Rücksicht nehmen sollte. Bei einem ihrer Orientierungsaussetzer kam es in unserem Test nämlich tatsächlich zu einem Sturz aus ca. 12 m Höhe. Und obwohl man es bei dem geringen Gewicht vielleicht nicht erwarten würde, blieben bis auf einige leichte Schrammen keine Spuren davon zurück. Nicht einmal die dünnen Propeller, von denen sogar Ersatz beiliegt, wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Die sind übrigens ebenfalls leiser als beim Vorgängermodell. Mit rund 70 dB(A) ist deren Geräuschentwicklung aber noch immer mit einem Staubsauger vergleichbar - wenn auch mit einem weniger unangenehm surrenden.
DJI Neo 2: Fazit
Man könnte noch einige Seiten mit den Features, Optimierungen und Einstellungsmöglichkeiten der Neo 2 füllen. Viele davon sind etwa ausschließlich über die Verbindung mit einem Controller möglich. Und dass ihre Fluggeschwindigkeit auf zackige 12 m/s erhöht wurde, sollte ebenfalls noch erwähnt werden. Vor allem zeigt sie aber eines: dass der Einstieg ins "Game of Drones" nicht teuer sein muss. Die DJI Neo 2 ist in nahezu jeder Hinsicht ein sinnvolles Upgrade und bietet trotzdem ein verdammt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Damit eignet sie sich sowohl für Profis, die alles aus dem kleinen Begleiter herauskitzeln wollen, als auch für Neulinge, die sich erst einmal herantasten möchten.
