Dragon Ball Z: Kakarot: Ein Fest für alle DBZ-Fans!
Fans von Son Goku und Co. mussten lange auf gute Dragon-Ball-Spiele warten, doch es hat sich gelohnt. Dragon Ball Z: Kakarot schickt sich an, liebgewonnene Fans nicht zu enttäuschen und eines der besten Spiele der Serie zu werden. Wir haben uns das Spiel genauer angeschaut, vor allem mit Blick auf die Technik.
Spoiler-Warnung: Dieses Special dreht sich um ein Spiel aus der bekannten Anime-Serie Dragon Ball Z. Man erlebt dabei die komplette Geschichte erneut, laut Entwickler sogar mit neuen Inhalten. Um das Spiel beschreiben und zeigen zu können, sind daher einige Inhalte aus der Geschichte nötig. Wir sprechen daher für alle Neulinge eine Spoiler-Warnung aus. Dabei bemühen wir uns natürlich, möglichst wenig von der Geschichte preiszugeben.
Dragon Ball Z: Kakarot wurde von Cyber Connect2 entwickelt, einem japanischen Entwicklerstudio, welches bereits seit dem Jahr 1998 Spiele entwickelt, vorrangig für die Playstation. Erstmalig wurde mit Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 Full Burst im Jahr 2013 auch ein Spiel auch für Windows programmiert. Unter den veröffentlichten Spielen zählen vor allem viele Anime-Games, Cyber Connect2 hat demnach Erfahrung auf diesem Gebiet. Vertrieben wird DBZ: Kakarot durch Bandai Namco Entertainment und zwar auf dem PC (Steam), der PS4 sowie der XBox One. Das Spiel kommt bei Steam super an, der Schnitt der Bewertungen ist mit 91 Prozent "sehr positiv", bei inzwischen über 3.300 Reviews. Erstmalig angekündigt wurde der Titel im Februar des Jahres 2019.
Dragon Ball Z: Kakarot: Übersicht
Wie der Name des Spiels bereits vermuten lässt, ist die Geschichte um Son Goku, seinem Sohn Son Gohan und allen weiteren bekannten Charakteren wie Piccolo, Krillin, Chi-Chi, Bulma, Vegeta und Muten-Roshi Dreh- und Angelpunkt des gesamten Spiels. Da es sich um die Z-Saga handelt, beginnt die Geschichte in der Saiyajin- und endet mit der Majin Buu Saga. Dabei sind die meisten Etappen der Story spielbar, einige von ihnen werden allerdings nur durch Zwischensequenzen erzählt, wie zum Beispiel der Besuch von Son Goku bei Meister Kaio. Das Spiel wurde als Action-RPG designt, was wir zweifelsfrei bestätigen können: Verschiedene spielbare Charaktere dürfen sich frei in der Welt bewegen, sind aber jeweils an die Geschichte gebunden, werden also erst im weiteren Spielverlauf freigeschaltet. Das gilt
Quelle: PC Games Hardware
Der Talentbaum von Son Gohan. Nach und nach schalten sich hier Fähigkeiten frei, welche man erlernen und meistern kann.
auch für die Fähigkeiten. Es ist beispielsweise nicht möglich, sich von Anfang an in einen Super-Saiyajin zu verwandeln; Skills schaltet man nach und nach über einen umfangreichen Talentbaum frei, doch dazu später mehr. Die in einzelne Schauplätze unterteile Welt bietet dabei zahlreiche Möglichkeiten zur Beschäftigung: Training, Sidequests, Ressourcen sammeln, neue Skills freischalten, Schätze finden - das ist nicht zwingend erforderlich, erfrischt aber zwischen den Story-Missionen und ist der Atmosphäre zuträglich, da sich hier oft bekannte Charaktere aus Dragon Ball als Nicht-Spieler-Charaktere (NPCs) zeigen. Grafisch bedient man sich an der Unreal Engine 4 und zaubert damit ein nahezu perfektes Ebenbild zum beliebten Anime. Son Goku und Co. wurden glaubwürdig gestaltet und haben augenblicklichen Erkennungswert. Auch der Sound ist absolut überzeugend. Viele der bekannten Soundeffekte aus dem Anime wurden eins zu eins übernommen, ebenso der Soundtrack. Von der ersten Sekunde an fühlt man sich heimisch. Das rettet das Spiel durchaus, denn zwischen den Hauptmissionen fühlt man sich mancherorts eher einer Beschäftigungstherapie als sinnvollem Gameplay ausgesetzt. Das liegt unter anderem an manch einfachen Nebenmissionen, bis hin zum (optionalen) Z-Kugeln sammeln, welche zum aufleveln der Fähigkeiten gebraucht werden. Diese Kugeln werden aber auch durch den Abschluss einer Mission gutgeschrieben, abhängig von der Missionsbewertung, was für die meisten Fähigkeiten ausreichend ist. Zudem muss nicht in jede Kampftechnik investiert werden. DBZ: Kakarot lebt daher vor allem von der erzählten Geschichte, den Charakteren und den sehr guten Kämpfen. Die "Open World" ist lediglich schmuckes Beiwerk. Im Folgenden beziehen wir uns auf den technischen Aspekt des Spiels. Wer mehr über das Spiel erfahren möchte, ist bei unseren Kollegen der PC Games gut aufgehoben.
Quelle: PC Games Hardware
Die Weltkarte ist in Sektoren unterteilt, welche jederzeit erreichbar sind. Weitere Schauplätze schaltet man im Verlauf der Geschichte frei.
Dragon Ball Z: Kakarot: Technik überzeugt in Kämpfen, sonst eher schwach
Was macht der PCGH-Leser zuerst, wenn er ein neues Spiel installiert und gestartet hat? Er geht ins Optionsmenü, was sonst. Das fällt bei DBZ: Kakarot sehr rudimentär aus. Neben den obligatorischen Optionen für die Auflösung, Vollbild und V-Sync, bieten sich nur noch Einstellmöglichen für das AA, die Schatten und eine Auflösungsskalierung bis 200 Prozent an. Dabei lässt sich maximal die WQHD-Auflösung mit 2.560 × 1.440 Bildpunkten
Quelle: PC Games Hardware
Überall in der Welt sind bekannte Charaktere aus der Dragon-Ball-Saga zu finden. Sie haben oft Nebenmissionen für euch.
aktivieren, auch mit einem nativen UHD-Display. OGSSAA seitens des Grafiktreibers wird nicht unterstützt, zudem werden die Fps bei 60 abgeriegelt. Mit Temporal AA und 200 Prozent Resolution Scale zaubert die Engine allerdings dennoch ein sehr ansehnliches Bild auf den Schirm. Ein Fps-Limit sorgt allerdings für Unmut, vor allem lassen sich so keine anständigen Benchmarks auf die Beine stellen. Da das Spiel allerdings selbst auf einfachsten PCs absolut flüssig läuft, verzichten wir in dem Fall darauf. Wir konnten selbst auf einer Mittelklasse-Grafikkarte wie der AMD Radeon RX 480 mit 4 GiB Speicher stabile 60 Fps in WQHD messen. Der Speicherverbrauch beziffert sich auf etwa 2,5 bis 3 GiB bei maximalen Details. Auf Seiten der CPU werden maximal sechs Kerne adressiert, das haben Tests mit einem AMD Ryzen 7 1700 ergeben. Der Prozessor wurde dabei nicht mal ansatzweise ausgelastet, auch nicht in Kämpfen oder als wir massiv Streaming provozierten. Der Nachtest mit einem nochmals langsameren AMD Ryzen 5 1400 mit vier Kernen + SMT bestätigt das noch einmal. Wir geben daher offiziell Entwarnung: DBZ: Kakarot läuft auf jedem halbwegs aktuellen Gaming-PC flüssig, oder anders gesagt, auf jeder Möhre.
Vergleich min. gegen max. Details DBZ: Kakarott
Für die Eingabe empfehlen wir Ihnen dringend in ein gutes Gamepad zu investieren. Die Steuerung durch Maus und Tastatur ist zwar möglich, allerdings mehr Krampf als Kampf. Die Symbole lassen sich im Optionsmenü entsprechend denen der Gamepads der Playstation bzw. Xbox anpassen und das Gameplay geht nach einer kurzen Eingewöhnung gut von der Hand. Vor allem im Kampf ist die Steuerung per Pad viel genauer, da viele Fähigkeiten eine bestimmte Tastenkombination erfordern.
Die Animationen in den Kämpfen und Zwischensequenzen sind überzeugend gestaltet, man leistet sich aber Schwächen beim offenen Gameplay. Spricht man beispielsweise mit NPCs, so bewegen diese meist nur den Mund und vielleicht mal einen Arm, was im Jahr 2020 blechern und albernd wirkt und an alte MMORPGs erinnert. Das wird durch die sehr guten Kampfeffekte aber wieder wett gemacht: So eindrucksvoll und brachial konnte man die Stärke der Gegner und auch der eigenen Charaktere noch in keinem DBZ-Spiel fühlen. Gerade in den Bosskämpfen kommt das zur Geltung, welche Story-bedingt immer größere Herausforderungen bieten. In den Echtzeitkämpfen ist die Umgebung zerstörbar, es gibt zahlreiche und sehenswerte Partikeleffekte und der Sound tut sein Übriges.
In der Bildergalerie haben wir noch weitere Eindrücke für Sie zusammengestellt, viel Spaß beim Anschauen.
Bildergalerie
Die Auslegung der Fähigkeiten im Talentbaum entscheidet im Kampf darüber, ob man eher in den Nah- oder Fernkampf geht. Völlig gleich, wie Sie sich entscheiden, wenn Gegner an die Wand knallen, dann entsteht Rauch und Teile der Umgebung weisen Beschädigungen auf. Bei bestimmten Techniken werden Feinde sogar durch mehrere Bergformationen hindurch geschmettert, ganz im Stile des Animes. In Bosskämpfen werden besondere Kampfanimationen gezeigt, je nach Auslegung des eigenen Kampfstils. Auch außerhalb der Kämpfe ist die Umgebung teilweise zerstörbar. Hinter manchem Felsen offenbart sich so ein Geheimnis. Teile der Welt interagieren mit dem Spieler: Fliegt ihr beispielsweise über Wasser, so stoßt ihr jenes nach den Seiten weg. Ihr könnt gar durch ganze Felsformationen oder Gegner fliegen, und sie werden platzen. Das passiert zwar nicht physikalisch korrekt, doch ganz ehrlich, das stört im DBZ-Universum niemanden. Was zählt ist, dass die Entwickler es geschafft haben, die immer größer werdende Stärke der Charaktere glaubwürdig darzustellen.
Dragon Ball Z: Kakarot: Fazit
Unser Fazit bezieht sich vornehmlich auf die technische Seite des Spiels, welche wir als durchaus gelungen bezeichnen. Man muss bedenken, dass hier kein millionenschwerer Triple-A-Titel vorliegt, sondern ein einfaches Action-RPG, dass sich technisch auf das beschränkt, was es ausmacht: Glaubwürdige Zwischensequenzen und die zahlreichen Kämpfe. Grafische Knaller wie Raytracing würden den grafischen Comic-Look gar beeinträchtigen. Die sehr gute Perfomance sorgt für Spielspaß und die Untermalung durch die originalen Soundeffekte sowie des Soundtracks machen das Spiel zu genau dem, was es sein möchte: Ein Fest für Dragon Ball Fans. Diejenigen, die mit Dragon Ball aber so gar nichts anfangen können, sollten sich einen Kauf für den Vollpreis allerdings zweimal überlegen.

Mein Lieblings-DBZ-Spiel ist Legacy of Goku 3 und bleibt es wohl auch noch für eine lange Zeit. Sollte ich wohl mal wieder raus kramen. Dort ist die Spielewelt nämlich gefüllt mit interessanten Inhalten und vor allen Dingen mega kurzweilig!
Kaum grafische Einstellmöglichkeiten
Zig Bugs ingame
Wichtige Teile der Handlung und kultige Momente weggelassen
Steuerung nur mit Gamepad erträglich
Gameplay unglaublich simpel, auch in den Kämpfen
Nebenquests leider zu 80% stupide
Filler ( Fliege rum und sammle hunderte von farbigen Bällen ein für Power Ups)
Sinnfreie Umsetzung von Mechaniken (Kaioken gleiche Power wie SS1)
Leere Spielwelt
Etc.
Ich oute mich hier mal als DBZ Fan und muss sagen, es ist KEIN Fest. Es ist eine Umsetzung, die minimal das abliefert, was dafür sorgt, dass das Spiel sich verkauft und Leute bei dem Nostalgiefaktor mal locker 80€ für Game und Pass springen lassen.
Es ist kein schlechtes Spiel und vieles wird richtig gemacht. Für ein DBZ Spiel ist es ganz gut geworden, lässt man den Fanfaktor mal raus hat man leider nur Durchschnittsware von der Stange. Hätte episch werden können mit mehr Liebe zum Detail, besserer Portierung und durchdachtereren Systemen.
So geht meine Empfehlung für DBZ Fans, die nicht sinnfrei alles kaufen, wo Goku drauf steht, auf einen Sale und ein paar Patches zu warten.
Keine Ultrawide Unterstützung trotz UE 4 ( Workaround vorhanden per Hexedit, FOV Edit und HUD Edit, dann aber mit fehlerhaftem Crosshair infight)
Kaum grafische Einstellmöglichkeiten
Zig Bugs ingame
Wichtige Teile der Handlung und kultige Momente weggelassen
Steuerung nur mit Gamepad erträglich
Gameplay unglaublich simpel, auch in den Kämpfen
Nebenquests leider zu 80% stupide
Filler ( Fliege rum und sammle hunderte von farbigen Bällen ein für Power Ups)
Sinnfreie Umsetzung von Mechaniken (Kaioken gleiche Power wie SS1)
Leere Spielwelt
Etc.
Ich oute mich hier mal als DBZ Fan und muss sagen, es ist KEIN Fest. Es ist eine Umsetzung, die minimal das abliefert, was dafür sorgt, dass das Spiel sich verkauft und Leute bei dem Nostalgiefaktor mal locker 80€ für Game und Pass springen lassen.
Es ist kein schlechtes Spiel und vieles wird richtig gemacht. Für ein DBZ Spiel ist es ganz gut geworden, lässt man den Fanfaktor mal raus hat man leider nur Durchschnittsware von der Stange. Hätte episch werden können mit mehr Liebe zum Detail, besserer Portierung und durchdachtereren Systemen.
So geht meine Empfehlung für DBZ Fans, die nicht sinnfrei alles kaufen, wo Goku drauf steht, auf einen Sale und ein paar Patches zu warten.