Doom Eternal auf der E3 2019: Dämonenhatz durchs Sonnensystem

Wer stehenbleibt, hat schon verloren: In Doom Eternal machen uns doppelt so viele Dämonen wie im Vorgänger das Leben schwer - und wir ihnen dafür mit neuen Waffen und neuen Tricks das Sterben leichter.

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Doom Eternal auf der E3 2019: Dämonenhatz durchs Sonnensystem
Quelle: Bethesda

Doom 2016 war ein Hit - so sehr, dass id Software alsbald mit der Arbeit am Nachfolger Doom Eternal begann. Erstmals auf der QuakeCon 2018 angekündigt, konnten wir die rasante Dämonenhatz auf der E3 2019 in Los Angeles ausgiebig anspielen.

Nur nicht stehenbleiben!

Wer sich an das Spielprinzip von Deckungs-Shootern wie The Division oder Destiny gewöhnt hat, muss seine Finger umtrainieren: In Doom Eternal gilt es, ständig unterwegs zu sein, um die dämonischen Horden anzugreifen. Die nutzen jetzt Portale, um auf der Erde, dem Mars und anderen Himmelsgestirnen für Unruhe zu sorgen. Deutet man die Infos der Bethesda-E3-Pressekonferenz richtig, geht es sogar in Himmel, Hölle und auf die Heimatwelt der Monster.

Bevor wir uns den Invasoren auf dem Mars-Mond Phobos stellen dürfen, müssen wir allerdings ein kurzes Tutorial über uns ergehen lassen. Schließlich ist der Abschnitt, den wir zu Gesicht bekommen, etwa in der Spielmitte zu verorten. Doch das Tutorial hat es in sich: Gerade die Kombination aus - neu! - Klettern, Doppelsprung, Doppel-Dash - ein schnelles Voranstürmen - und dann erneutem Klettern treibt uns schon ohne störende Dämonen den Schweiß auf die Stirn. Etwas hakelig auch, ein Monster hinter einer Wand mit einer darüber explodierenden Granate auszuschalten.

Dämonenzerlegen leicht gemacht

Als wir wenig später durch eine Raumstation auf Phobos spazieren, sind alle Mühen vergessen: Die Wissenschaftler erzittern förmlich, als sie den Doom Slayer - also uns! - sehen, einen packen wir am Schlafittchen, um mit seiner Schlüsselkarte die Schleuse zur Ladebucht zu öffnen, einem davor Wache stehenden Soldaten entwenden wir das Plasmagewehr. Schließlich warten doppelt so viele Dämonenarten wie noch in Doom 2016 auf eine Abreibung.

Natürlich gibt es auch ein paar neue Ballermänner, etwa die mit einem Greifhaken ausgerüstete Super-Schrotflinte. Damit schnellen wir zu angehakten Gegnern und überqueren Abgründe, die selbst für Doppelsprünge zu groß sind. Die Ballista besitzt einen Spezialschussmodus, bei dem das Geschoss ein paar Sekunden im getroffenen Dämon steckenbleibt, bevor es explodiert. Und mit seinem durchaus an Halo angelehnten Schwert sticht der Doom Slayer den Gegnern mitten ins Herz.

Noch eine Neuerung: In Doom Eternal lassen sich manche Dämonen Stück für Stück zerlegen. Wir können beispielsweise die Raketenwerfer zerstören, die ein Mancubus dort trägt, wo wir Hände besitzen - oder die Schnellfeuerkanone eines Arachnotrons. Letzterer ist nur einer der Gegnertypen, die id Software aus dem Repertoire früherer Teile hervorzaubert. Das Abschießen von Waffen und Gliedmaßen bedeutet dabei nicht, dass die Gegner hilflos sind: Sie machen uns dann mit einem anderen Angriff das Leben schwer.

Auge in Auge mit dem Dämon

Nahkämpfe lassen sich nicht nur nicht vermeiden - sie sind sogar überlebensnotwendig. Ein genügend geschwächter Gegner darf entweder per Glory Kill, einem besonders spektakulären Finisher, oder mit der Kettensäge zerlegt werden. Dafür gibt es als Belohnung Lebenskraft und Munition - beides wichtige Ressourcen für den ohne Deckung herumrennenden Doom Slayer.

Außerdem erlauben uns grüne Helm-Symbole, ein Extraleben in die Waagschale zu werfen, wenn wir ins Gras beißen und eigentlich zurück zum nächsten Kontrollpunkt müssten. Und um es den Gegnern etwas schwerer zu machen, können wir Raketen-, Granaten- und Flammenwerfer an unserer Rüstung anbringen.

Bildergalerie

Zwei gegen einen

Neben wüsten Ballerorgien, die an der Grenze des Hektischen kratzen, gab es in der Demo auch einige waghalsige Sprungeinlagen durch vermutlich die Reste eines gesprengten Planeten. Genau können wir es nicht sagen, weil die Demo einige Abschnitte übersprungen hat, um möglichst viele Szenarien zu präsentieren.

Natürlich wird es auch zahlreiche Mehrspielermodi geben, die wir auf der E3 jedoch nicht ausprobieren konnten. Neu und interessant klingt der Battlemode: Darin machen zwei von menschlichen Spielern kontrollierte Dämonen einem Doom Slayer die Hölle heiß.

Fazit

Wer Doom 2016 wie seine Westentasche kennt, wird sich in Doom Eternal wie zu Hause fühlen. Alle anderen seien gewarnt, dass es einige Minuten braucht, bis man die heute so populären Deckungs-Shooter vergessen und sich auf pures Voranpreschen eingestellt hat.

Was dann auf einen zurollt, ist allerdings prächtig: Die neue, siebte Ausgabe der idTech-Engine soll nach Angaben von id Software den zehnfachen Detailgrad als der Vorgänger beherrschen - und wirft Heerscharen von hochaufgelöst dargestellten Dämonen und Geschossen auf den Bildschirm, dass es eine wahre Freude ist. Fans von rasanter Action sollten den 22. November 2019 im Kalender anstreichen. Und dürfen sich freuen, dass Doom Eternal diesmal sogar auf Steam erhältlich ist.

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Starboy12000
        Also Doom 2016 war eines der besten Spiele die ich je gespielt habe. Bei Doom Eternal da sind mir persönlich die Sprungpassagen mit dem PC zu schwierig, das ist sehr frustrierend. Ich habe das Spiel nach 4 Stunden Spielzeit und 500 Mal Abstürzen gelöscht.
      • Von Starboy12000
        Also Doom 2016 war eines der besten Spiele die ich je gespielt habe. Bei Doom Eternal da sind mir persönlich die Sprungpassagen mit dem PC zu schwierig, das ist sehr frustrierend. Ich habe das Spiel nach 4 Stunden Spielzeit und 500 Mal Abstürzen gelöscht.
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        AW: Doom Eternal auf der E3 2019: Dämonenhatz durchs Sonnensystem

        Zitat von Jobsti84
        Jup klar

        Aber mein Satz gilt auch für's letzte Doom (Ich vergleiche da immer gerne mit PM1). Rage wird halt durch den Dash wieder etwas flotter, was ja auch im neuen Doom kommen wird,
        bin sehr gespannt.
        PM1? Ich finde Rage ist durch die Sprint Funktion allein schon flotter.
      • Von RedBrain
        AW: Doom Eternal auf der E3 2019: Dämonenhatz durchs Sonnensystem

        Dazu Raytracing. Ist schon bestätigt:

        https://www.pcgameshardwa...
      • Von FreiherrSeymore Software-Overclocker(in)
        AW: Doom Eternal auf der E3 2019: Dämonenhatz durchs Sonnensystem

        Zitat von floppyexe
        Nicht schlecht gemacht. Für mich zu wenig "Erschreckmomente" a la DOOM 3. Wie wäre es mit einem neuen Quake?
        Aber ohne Strogg und Story. Teil 1 war perfekt, das wäre in hübscher der Hit
      • Von Jobsti84 Software-Overclocker(in)
        AW: Doom Eternal auf der E3 2019: Dämonenhatz durchs Sonnensystem

        Zitat von Birdy84
        Hast du Doom 2016 mal parallel zu Rage 2 gespielt? Fühlt sich nämlich meiner Meinung nach eher andersherum an.
        Jup klar

        Aber mein Satz gilt auch für's letzte Doom (Ich vergleiche da immer gerne mit PM1). Rage wird halt durch den Dash wieder etwas flotter, was ja auch im neuen Doom kommen wird,
        bin sehr gespannt.
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