Dirt Showdown im Technik-Test: DirectX 11, Kernskalierung, Downsampling-Bilder und Gameplay
Dirt Showdown erscheint zwar erst am 24. Mai, PC Games Hardware hatte aber schon jetzt die Chance, ein paar Runden durch den Dreck zu fahren. Vorhang auf für einen technisch angehauchten Ersteindruck zum actionreichen Spin-off der Dirt-Reihe!
Codemasters' Dirt Showdown markiert einen klaren Schnitt – das Arcade-Spiel ist die Frucht einer schleichenden Entwicklung. Nachdem die Rennspielveteranen mit der Colin-McRae-Reihe zunächst reine Rallye-Simulationen auf den Markt brachten, hielten mit der Dirt-Serie nach und nach mehr Arcade- und Funsport-Elemente Einzug in die Spiele. Spätestens mit Dirt 3, das den Spielmodus Gymkhana einführte, sah sich die britische Spieleschmiede mit der Kritik langjähriger Fans konfrontiert: Zu "arcadig" das Gameplay, zu viele Trick-Einlagen anstelle von Rallyes seien enthalten. Was liegt da näher, als die Arcade-Einlagen komplett auszulagern? Mit Dirt Showdown debütiert Ende Mai das Ergebnis dieser Idee: Halsbrecherische Heizerei inklusive Nitro-Boost und einem effektschwangeren Schadensmodell. PC Games Hardware verrät, was sich seit Dirt 3 getan hat.
Dirt Showdown: Das Gameplay
Dirt Showdown legt Wert auf Spaß: Anstelle von einsamen Rennen in der Wildnis absolvieren Sie fast jedes Rennen mit sieben Kontrahenten, welche nicht davor zurückschrecken, Ihnen ins Blech zu fahren. Die von uns getesteten Spielmodi umfassen mehr oder minder klassische Rennen, Demolition Derbys sowie Stunt-Geschichten, welche eindeutig aus den Dirt'schen Gymkhana-Events gekeimt sind. Disziplin eins, die Rennen, finden auf Rundkursen statt, welche mit Schikanen und Sprungschanzen verfeinert wurden. Das Gameplay gewinnt durch die neue Nitro-Option noch etwas an Rasanz, präzises Kurvenschneiden ist nicht nötig – Vollgas ist der schnellste Weg zum Ziel. Alte Rennspielhasen fühlen sich bei diesen Rennen unweigerlich an Käfer Total erinnert, einen Klassiker aus dem Hause Bugbear.
Quelle: PC Games Hardware
DiRT Showdown DX11 3840 downsampled 5
Auch bei den Demolition-Events lässt dieser Entwickler grüßen: Nach bester Flatout- und Destruction-Derby-Manier gilt es hier, die Kontrahenten entweder zu Klump zu fahren oder - bei anderen Veranstaltungen - von einer Plattform zu schubsen. Gutes Timing und dosierter Nitro-Einsatz sind hier gefragt. Anders geht es bei den Stunt-Events zu, wo Sie Gymkhana-like um Hindernisse driften oder selbige in einer bestimmten Zeit zerstören müssen.
Rempler und Crashes werden übrigens nicht nur von einem Kommentator akustisch hervorgehoben, auch eine Einblendung verrät, wie groß der Schaden ausfällt. Die Zusammenfassung des Gameplays entspricht dem, was Codemasters mit Dirt Showdown vorhat: Spaß. Action. Arcade eben. Die Geschicklichkeitspassagen rund um Drifts werden wie bei Dirt 3 vermutlich nicht auf jedermanns Geschmack treffen, die restlichen Rennen bereiten aber definitiv Freude – solange Sie keine Simulation erwarten. Tun Sie das doch, sollten Sie besser auf den nächsten Dirt-Rallye-Ableger – Dirt 4 – warten.
Quelle: Codemasters
DiRT Showdown Taskmanager
Dirt Showdown: Technik und Performance
Dirt Showdown basiert auf einer weiterentwickelten Ego-Engine, welche schon bei den Vorgängern zum Einsatz kam. Optisch ist die Herkunft klar erkennbar, vermutlich konnte Codemasters einige Assets aus Dirt 2 und Dirt 3 wiederverwenden. Die Grafik der uns vorliegenden Version von Dirt Showdown (Preview) ist jedoch etwas "poppiger": Satte Farben und hübsch animierte Pyro-Effekte ziehen sich wie ein roter Faden durch durch die Events – unabhängig davon, mit welcher Programmierschnittstelle Sie unterwegs sind. Apropos: Wie bei Dirt 3 und F1 2011/2012 bietet Codemasters bei Dirt Showdown einen DirectX-9- oder DirectX-11-Renderer an. Die aktuelle API bietet via Tessellation gerenderte Stoffe (cloth, etwa Fahnen). Präzises FP16-HDR-Rendering, Ambient Occlusion, Motion Blur und fein gefilterte Shoft-Shadows runden das Feature-Paket ab.
Quelle: Codemasters
DiRT Showdown Taskmanager 6 Kerne
Wie bei Dirt 3 gilt: Sofern Sie eine DirectX-9- oder DirectX-10-Karte einsetzen, müssen Sie flimmrigere Schatten in Kauf nehmen, Tessellation fehlt technisch bedingt ebenfalls. Generell kann sich aber auch der DX9-Renderpfad sehen lassen, außerdem läuft Dirt Showdown mit dieser API deutlich besser – unter DX11 bricht die Bildrate derzeit um etwa ein Drittel ein (im GPU-Limit). Ein Wechsel zwischen DX11 und DX9 ist auf einer DX11-Grafikkarte übrigens nur per Config-Datei möglich, standardmäßig wird das Spiel mit dem neuen Renderer befeuert.
Die Entwickler raten für Dirt Showdown zu aktuellen Prozessoren und Grafikkarten. Empfohlen werden für DirectX 11 mindestens ein Bulldozer FX oder ein Core i7; die Grafikdarstellung sollte eine Radeon HD 6000 oder Geforce GTX 500 erledigen. Nach dem Praxistest mit der Preview-Version können wir diesen Hardware-Hunger nicht bestätigen: Ein Core 2 Quad Q6600 @ 3,2 GHz genügt, um das Spiel stets mit 50 bis 70 Fps darzustellen, während alle Prozessorkerne gut, aber nicht vollständig ausgelastet werden. Die Ego-Engine skalierte bereits in Dirt 3 mit sechs Prozessorkernen, weshalb wir davon ausgehen, dass Dirt Showdown hier ähnlich performt – solange nicht die Grafikkarte bremst.
Eine Geforce GTX 580 ist in 1.920 x 1.080 und 4x Multisample-AA sichtlich gelangweilt. Sogar die Downsampling-Auflösung 3.840 x 2.160 inklusive 4x MSAA und 16:1 AF ist mit 30 bis 50 Fps nutzbar, sofern die Grafikkarte mit 950 MHz Chiptakt werkelt. Kurz: Keine Sorge wegen der Systemanforderungen: Wenn Dirt 3 auf Ihrem Computer läuft, dann kann der Showdown beginnen. Dennoch läuft Dirt Showdown etwas zäher als Dirt 3 – wie viel genau, das werden wir erst mit der Finalversion des Spiels überprüfen.
Minimale Systemforderungen: Dirt Showdown
- Betriebssystem: Windows Vista oder Windows 7
- Prozessor: AMD Athlon 64 X2 oder Intel Pentium D mit 3.4GHz
- Speicher: 2 GB RAM
- Grafik: AMD HD2000 Serien oder Nvidia 8000 Serien
- Unterstützte Grafikkarten: ATI Radeon HD2000 Serien, HD3000 Serien, HD4000 Serien, HD5000 Serien, HD6000 Serien, HD7000 Serien Nvidia GeForce 8000 Serien, 9000 Serien; Nvidia GTX200 Serien, GTX400 Serien, GTX500 Serien
- DirectX: 9
- Festplatte: 15 GB Speicherplatz frei
- Sound: DirectX-kompatible Soundkarte
- Andere Anforderungen: Breitband-Internetverbindung
Empfohlene Systemanforderungen für DirectX 11:
- Betriebssystem: Windows Vista oder Windows 7 64-bit
- Prozessor: AMD Bulldozer oder Intel Core i7
- Speicher: 4 GB RAM
- Grafik: AMD HD6000 Serien oder Nvidia GTX500 Serien
- Unterstützte Grafikkarten: ATI Radeon HD2000 Serien, HD3000 Serien, HD4000 Serien, HD5000 Serien, HD6000 Serien, HD7000 Serien Nvidia GeForce 8000 Serien, 9000 Serien; Nvidia GTX200 Serien, GTX400 Serien, GTX500 Serien
- DirectX: 11
- Festplatte:15 GB Speicherplatz frei
- Sound: DirectX-kompatible Soundkarte
- Andere Anforderungen: Breitband-Internetverbindung
Im PC-Games-Hardware-Extreme-Forum hat der User Own3r für alle interessierten Community-Mitglieder einen Sammelthread zu Dirt Showdown erstellt. Bis zum Release, mit dem am 24. Mai 2012 zu rechnen ist, wird der Thread wahrscheinlich regelmäßig aktualisiert. Falls Sie mit anderen Spielern im Forum über das Rennspiel diskutieren möchten oder auf der Suche nach Informationen zu Dirt Showdown sind, lohnt sich ein Blick in den Sammelthread: [Sammelthread] DiRT Showdown
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- Dirt: Showdown ist für mich eines der überflüssigsten Rennspiele überhaupt und hat mit Really eigentlich gar nichts mehr zu tun. Stattdessen irgendwelche Hot-Rods und dann auch noch verstärkt dieser Gymkhana-Bullsh!t
Nee danke, DAS würde ich nicht mal geschenkt nehmen...
Ehm, es wurde doch von vornherein gesagt, dass Showdown ein richtiges Arcade-Game wird, kann deshalb nicht so ganz nachvollziehen, warum dich das jetzt so stört. Dirt 4 soll ja dafür dann wieder ordentlich mit Rallye befüttert werden
- CmR Really 1 war noch richtig geil.
- Den Nachfolger kenne ich nicht.
- CmR Dirt 2 war ganz gut, hatte aber nicht mehr das typische Rally-Feeling, weil so viel anderer Kram noch mit drin war.
- Dirt 3 ist auf die Dauer total langweilig, der Gymkhana, oder wie dieser Mist heißt, nervt mich einfach nur, weil ich mit der schlechteren Steuerung nicht zurechtkomme (war in Dirt 2 viel besser !).
- Dirt: Showdown ist für mich eines der überflüssigsten Rennspiele überhaupt und hat mit Really eigentlich gar nichts mehr zu tun. Stattdessen irgendwelche Hot-Rods und dann auch noch verstärkt dieser Gymkhana-Bullsh!t
Nee danke, DAS würde ich nicht mal geschenkt nehmen...
wird sicherlich n gutes spiel...aber halt nicht das erhoffte