[19/09/2014] Windows 11 ... gibt es bislang nur als Preview, aber nicht als Endkunden-Produkt. Dabei ist es doch gerade die Produktstrategie (zunehmender Online-Zwang, Eingriffe Microsofts in das System, Updatepolitik, etc.) und nicht die Technik, die bei Windows 10 besonders in der Kritik steht und bei einem neu benannten Update behoben werden könnte. Beziehungsweise sollte – wenn Microsoft damit diejenigen überzeugen möchte, die Windows 10 nicht einmal geschenkt annehmen. Spielereien an der weiterhin uneinheitlichen und unpraktischen GUI werden dagegen niemanden sonderlich begeistern, auch wenn sie aus Sicht der Windows-10-Fans möglicherweise die vermeintliche Microsoft-Tradition fortschreiben, der zu Folge „zweite Versionen“ immer die besseren sind. Ich für meinen Teil habe jedenfalls mein seinerzeit auf der Team-Seite gegebenes Versprechen erfüllt: „Das nächste Betriebssystem, das ich installiere“ war bis heute „nicht Windows 10“ und wird es jetzt garantiert nicht mehr werden. Ob ich mir 11 antue oder endlich die Zeit für Linux finde, wird sich zeigen.
*: 2 gegenüber 1, 3.1 gegenüber 3.0, 98 gegenüber 95, XP gegenüber 2000, 7 gegenüber Vista, 8.1 gegenüber 8 gemäß der gängigen Legende. Kenner wissen natürlich, dass dieses vermeintliche System eher einem passend zurechtgezerrten Weltbild denn der realen Geschichte entspringt. So war 3.0 durchaus beliebt und 3.1 wurde von 3.11 geschlagen, 9x erreichte erst mit 98SE seinen Höhepunkt und anschließend mit ME seinen Tiefpunkt, Vista SP2 war nahezu 7 und das anfangs viel gescholtene XP brauchte zahlreiche Service Packs, die längst einen neuen Namen gerechtfertigt hätten, um zum Nachweinen-würdigen Klassiker zu werden. (Torsten Vogel)