Unter dem Radar: Die Fugger 2 erschien als WiSim-Remaster unter anderem Namen auf Steam
Remaster und Remakes von bekannten Titeln werden häufig groß angekündigt, um den besten Profit herauszuschlagen. Eine deutsche Wirtschaftssimulation aus den 90ern ist da einen anderen Weg gegangen - allerdings nicht ganz freiwillig.
Remaster und Remakes bekannter Titel sind ein beliebtes Mittel, um Spielen mit überarbeiteter Grafik und verbessertem Sound neues Leben einzuhauchen. Eine große Marketingkampagne darf da natürlich nie fehlen. Doch eine Wirtschaftssimulation aus den 90ern hat es geschafft, schon Ende Oktober und fast völlig unter dem Radar ein Remaster zu erhalten.
Die Fugger 2 erhält unter neuem Namen ein Remaster
Es handelt sich um die deutsche Wirtschaftssimulation Die Fugger 2, die ursprünglich 1996 erschien. Damals entwickelten Matthias Kriesell und Lars Martensen die Simulation, die sich um die Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger um das Jahr 1600 drehte. Die Nachkommen der Familie erfuhren jedoch von der Spielereihe, bevor Die Fugger 3 veröffentlicht werden konnte, und verklagten die Entwickler. Daher musste das Spiel in Die Gilde umbenannt werden.
Es verwundert also nicht, dass bei einem Remaster von Die Fugger 2 kaum auf den ursprünglichen Titel verwiesen wird. Erst weiter unten in der Beschreibung heißt es auf Steam, dass es sich um eine überarbeitete Version des Klassikers Die Fugger 2 handelt. Das Remaster selbst trägt den völlig neuen Namen Mittelland AD. Es wird dort als Vorgänger zu Die Gilde bezeichnet. Mittelland AD liefert verbesserte Musik, Bugfixes und befreit das Ursprungsspiel angeblich von allen nicht-historischen Bezügen zur Familie Fugger. Erstmals kann der Titel auch mit englischer Sprachausgabe und Texten gespielt werden.
Interessant ist auch, dass das Remaster wohl mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Die Sprache im Trailer wird als KI-generiert angegeben, ebenso die Covergrafik. Moderne Technik des 21. Jahrhunderts trifft somit auf eine Kaufmannsfamilie, die seit dem 14. Jahrhundert existiert. Obwohl die mehrfachen Namensänderungen infolge des Rechtsstreits das Marketing wohl erschwert haben und das Remaster für viele Fans unter dem Radar geblieben sein dürfte, liegt Mittelland AD aktuell bei "sehr positiv" auf Steam.
Quelle: via Steam

Sorry, aber wer es nichtmal schafft IRGENDEINEN Sprecher für nen kurzen Trailer ranzubekommen und IRGENDEINEN Grafiker, der einem das Cover überarbeitet/redesigned, der sollte wohl auch kein "Remaster" von einem Spiel rausbringen. Was da Remastered wurde fragt man sich dann auch, Grafiken wohl nicht.
Natürlich sollen Grafiker, Sounddesigner und Sprecher Geld verdienen.
Aber für irgendwelche Solo Devs oder Mini Teams ist das eine Möglichkeit, ein Spiel zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, welches ohne KI nicht das Licht der Stores gesehen hätte.
Die 'zig Arbeitsstunden die man in ein Projekt pumpt, sind halt einfach weg wenn das Spiel untergeht oder schlecht bewertet wird.
Aber alles, was man outgesourced hat, hat man bezahlt. Da ist man sofort dreistellig, gerne vierstellig, wenn man nur coden kann und niemand für Sound und Grafik hat.
Das ist eine verdammt hohe Hürde, die viele gute Ideen das Leben kostet.
Ich denke, das kann man schon gut kommunizieren und das AI Stigma los werden, indem man in den releasenotes schreibt, dass das placeholder sind wenn man möchte. Oder man lebt damit, was sich langfristig vielleicht auf den Erfolg auswirkt.
Kann auch sein, dass es in ein paar Jahren keine Sau mehr juckt, ob da was AI war, oder nicht.
Was machen wir denn, wenn der Soundingenieur mit der Aufnahme des Synchronsprechers nicht zufrieden war und er die Spur durch ein AI Voice Leveler drückt?
Oder der Grafiker ein Portrait zeichnet und anstatt für den Hintergrund ein Farbverlauf zu malen, der AI sagt, sie soll einen Farbverlauf malen?
Finden wir das dann auch alles doof?
Nur zum Vergleich:
American Dream, Holiday Island, Conquest of the New World, Star Wars Episode I: Die dunkle Bedrohung (etwas später). Yo, das war es ihm wert zu cracken und zu brennen. Ich denke, die besten drei Spiele von ihm waren Tomb Raider II, Fugger II und eben MI 3. Alles halt über zwei Jahrzehnte her. Trotzdem magisch. Ich hätte gerne damals schon genug Geld gehabt, um mir Big Boxes leisten zu können. Na ja.
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Warum Remaster:
Vielleicht sind das nicht die besten Features, aber mal zur Geschichte, die ich vor etlichen Jahren mal mitbekommen habe:
Die Gilde sollte ursprünglich Die Fugger III heißen. Die Familie hat einen Aufstand gemacht und hatte, glaube ich, mit Klagen gedroht und Unterlassungsklagen rausgeschickt. Inklusive der alten Teile. Das zwang die Entwickler, Die Fugger III in Die Gilde umzubenennen, aber eigentlich ist das der waschechte Nachfolger. Jedenfalls hat sich die Familie Fugger ganz schön ins Hemd gemacht und man konnte das Spiel gar nicht mehr verkaufen. Das bedeutet, dass man es bei Steam oder sonstwo, abgesehen von Vaporware-Seiten oder eBay etc., das Spiel schlicht nicht bekommen konnte.
Also wurde hier darauf hinaus gearbeitet, dass das Spiel überhaupt ohne Anstand läuft und generell verkauft werden darf.
Und was will man sonst noch mehr? Mehr QoL und es ist ein Remake, ebenso bei anderer Grafik. Das ist halt ein Remaster. Es ist kaufbar, man kann es unter Windows 11 ohne Probleme spielen, Internet MP funktioniert anscheinend und das war's. Einzig halt so Gedöhns wie Achievements "fehlt". Ist aber auch okay, gibt genug Leute, die rumheulen, weil sie das selber nicht ausschalten wollen, sich im Zugzwang sehen, ihren Missmut auf andere, normale Leute projizieren und dann nur Stunk machen.
Was den sinnvollen Einsatz von "KI" angeht haben wir wohl grundverschiedene Ansichten. Ist dann eben so.
Für mich völlig unnötiger Einsatz hier, es hätte ohne großen Einsatz ein KI-freies Produkt abgeliefert werden können.