Bis zu 90 % Fps-Verlust: Diablo 4 Raytracing-Update im Test [Update]

Aktualisiert: Blizzards Hack & Slay Diablo 4 bietet neuerdings Raytracing-Support, ein gutes Jahr nach der Ankündigung. Im Techniktest zeigen wir die Vorteile der Strahlenverfolgung auf - und die horrenden Leistungskosten, welche so manchen Gaming-PC überfordern.

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Bis zu 90 % Fps-Verlust: Diablo 4 Raytracing-Update im Test
Quelle: Acitivsion Blizzard

Aktualisierung vom 10.04.2024: Mittlerweile hat PCGH auch ein Video zum Thema Raytracing in Diablo 4 veröffentlicht, um die Auswirkungen auf Fps und Bildqualität zu zeigen. In der Videobeschreibung heißt es: "Mittlerweile kann man in Diablo 4 Raytracing aktivieren, um schönere Schatten und Reflexionen zu bekommen. Wie sehr die Performance dadurch leidet und wie man dem entgegenwirken kann, zeigt euch Felix im Video".

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Seit dem Patch 1.3.5 bietet Diablo 4 endlich Support für Raytracing. Damit lösen die Entwickler bei Blizzard ein altes Versprechen ein, denn bereits drei Monate vor dem Start von Diablo 4 am 6.6.23 gab es eine Technik-Roadmap für das Action-RPG von Blizzard. Dort war unter anderem zu lesen, dass DLSS 2 noch in der Beta integriert werden solle (check), DLSS 3 dann zum Release (check), gefolgt von Raytracing-Elementen - irgendwann. Das "irgendwann" wurde erst im Januar 2024 näher spezifiziert, für März terminiert und am 26. dieses Monats umgesetzt. Die Raytracing-Aufwertungen für Diablo 4 umfassen Schatten und Reflexionen. PCGH hat sich erneut nach Sanktuario begeben und sich das Diablo-4-Raytracing angesehen - mit erfreulichen, aber auch erschreckenden Erkenntnissen.

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Diablo 4 mit Raytracing: Systemanforderungen

Bevor wir zu den Benchmarks und optischen Auswirkungen des Raytracings in Diablo 4 kommen, möchten wir einen Blick auf die aktualisierten Systemanforderungen werfen, denn diese haben es in sich:

  Minimum Medium High Ultra 4k Raytracing Ultra
OS Windows 10 64 Bit Windows 10 64 Bit Windows 10 64 Bit Windows 10 64 Bit Windows 10 64 Bit
CPU Core i5-2500K oder AMD FX-8350 Core i5-4670K oder AMD Ryzen 3 1300X Core i7-8700K oder AMD Ryzen 2700X Core i7-8700K oder AMD Ryzen 7 2700X Core i9-12900 oder AMD Ryzen 7900X
RAM 8 GB RAM 16 GB RAM 16 GB RAM 32 GB RAM 32 GB RAM
Grafik GTX 660 oder Radeon R9 280 oder Intel Arc A380 GTX 970 oder Radeon RX 470 RTX 2060 oder Radeon RX 5700 XT oder Intel Arc A770 RTX 3080, RX 6800 XT, RTX 40 für DLSS 3 RTX 4080 mit Frame Generation
DirectX Version 12 Version 12 Version 12 Version 12 Version 12
Festplatte SSD mit 90 GB SSD mit 90 GB SSD mit 90 GB SSD mit 90 GB SSD mit 90 GB

Aufseiten der Prozessoren zieht man die Empfehlung für Raytracing stark an und wandert von einem betagten Core i7-8700K respektive Ryzen 7 2700X auf einen stattlichen Core i9-12900 oder Ryzen 9 7900X. Bei Grafikkarten wird AMD oder Intel gar nicht mehr empfohlen, stattdessen führt man das 1.000-Euro-Modell Geforce RTX 4080 inklusive Frame Generation auf. Diese Angaben geben einen Vorgeschmack auf das, was Sie bei den Benchmarks zu sehen bekommen: Raytracing in Diablo 4 ist kein Zuckerschlecken für Ihren Gaming-PC. Tatsächlich müssen sowohl die Grafikkarte als auch der Prozessor Schwerstarbeit leisten. Doch lohnt sich das? Wir haben uns das Spiel ausführlich mit und ohne Raytracing angesehen und einige Impressionen angefertigt.

Wie bereits erwähnt, bietet Diablo 4 sowohl Raytracing-Schatten (RT Shadows) als auch Raytracing-Reflexionen (RT Reflections). Letztere zählen in vielen Spielen zu den Blickfängen und werden gerne als Paradebeispiel für die Möglichkeiten der Strahlenverfolgung herangezogen. Nicht so in Diablo 4. Hier trifft man nur in den seltensten Fällen auf Reflexionen, selbst die meisten Wasserflächen, ob groß oder klein, kommen ohne oder mit subtilen Spiegelungen aus. Das oben eingebettete Video von Nvidia zeigt die Unterschiede deutlicher, als wir es vermögen. Während unseres erneuten Ausflugs nach Sanktuario fielen uns die Raytracing-Schatten umso deutlicher auf.

Tatsächlich machen bereits die klassischen Rasterizing-Schatten auf Basis von Shadow Maps in Diablo 4 eine tolle Figur. Diese sind jedoch gewohnt "video-gamey", mit oft scharfen Kanten, ohne Berücksichtigung des Abstands zwischen Licht-Emitter und schattenwerfendem Objekt. Schalten Sie die maximale Raytracing-Qualität in Diablo 4 ein, ist damit Schluss. Dann erzeugen alle Lichtquellen Raytracing-Schatten, welche nicht nur dynamisch sind, sondern auch realistisch weiche Übergänge aufweisen - je nachdem, wie weit Lichtquelle und Objekt auseinander liegen, streut das Licht mal mehr und mal weniger. Die Darbietung ist absolut sehenswert, allerdings auch sehr rechenintensiv. Je nach Tageszeit, Szene und Hardware sind die Kosten verschmerzbar bis tödlich für die Bildrate. Dazu gleich mehr. Werfen wir zum Einstand einen Blick auf das Fps-Tuning-Potenzial. Beim Raytracing werden Strahlen verschossen, welche mit der Auflösung skaliert werden. Upsampling entlastet schwächelnde GPUs somit formidabel ... sofern nicht auch der Hauptprozessor bremst.

Beachten Sie bitte, dass wir nur die Geforce RTX 4090 und Radeon RX 7900 XTX - die Topmodelle von Nvidia und AMD - in Ultra HD testen, die anderen Grafikkarten unter WQHD. Und ja, Sie sehen das richtig: Die Geforce RTX 4090 skaliert erstaunlich schwach mit dem DLSS-Faktor. Ursächlich ist, dass Raytracing in Diablo 4 nicht nur ein gerütteltes Maß an GPU-Leistung braucht, sondern auch CPU-Leistung. Damit leiten wir direkt zu den spannenden Benchmarks auf der nächsten Seite über.

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  1. Seite 1 Raytracing: Übersicht
  2. Seite 2 CPU- & GPU-Benchmarks
    • Kommentare (108)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dragon_JHH Schraubenverwechsler(in)
        Also ich habe eine 4090 und 7800x3d und mit aktivierten RT sieht man kaum einen unterschied außer an den FPS. Von vroher 160FPS mit DLAA und FG und 200+FPS mit DLSS Quality droppt es auf etwa 105-150fps je nach dem wo man ist. In Kämpfen teilweise auf 60-90 Durchschnitts FPS. 1% Lows unterirdisch. Das ganze mit DLSS Performance. MAn hängt volle Kanne im CPU Limit
      • Von Dragon_JHH Schraubenverwechsler(in)
        Also ich habe eine 4090 und 7800x3d und mit aktivierten RT sieht man kaum einen unterschied außer an den FPS. Von vroher 160FPS mit DLAA und FG und 200+FPS mit DLSS Quality droppt es auf etwa 105-150fps je nach dem wo man ist. In Kämpfen teilweise auf 60-90 Durchschnitts FPS. 1% Lows unterirdisch. Das ganze mit DLSS Performance. MAn hängt volle Kanne im CPU Limit
      • Von Alter_Zocker Software-Overclocker(in)
        Ich grabe hier mal aus: Seit Ende April/Anfang Mai gibt es ja das große "Season4-Update", wo in den Patchnotes u.a. vollmundig von beseitigten Problemen im Zusammenhang mit DLSS/FG auf NV RTX4xxxx-Karten fabuliert wurde. Aber irgendwie merke ich davon nix, vor dem Patch war RT alles an (auch wenn es grafisch nicht sooo viel gebracht hatte) und ich hatte dank DLSS/FG nahezu immer meine auf 97fps limitierte Bildrate, in Hubs ging es auch mal auf knapp unter 80 runter. Es gab NIE Abstürze oder sonstige Fehler, vom generell schnell langweiligen D4-Gameplay abgesehen, aber das hat keine technischen Ursachen.

        Jetzt aber bzw. seit dem Patch muss ich RT komplett ausschalten, um stabile 97 fps zu bekommen, DLSS/FG lässt sich nicht aktivieren, wenn man mit RT spielen will, muss man mit FPS-Einbrüchen weit unter 30-40FPS klarkommen. Aber es scheint kaum jemanden zu interessieren.... Und Blizzard/M$ haben anscheinend auch keine Eile, irgendwas an dem Zustand zeitnah zu korrigieren. Zunächst hieß es noch, man warte auf irgendwelche Vorbereitungen seitens NVIDIA, aber da hat es inzw. mehrere Treiberupdates gegeben, auch gabs diverse "Hotfixes" seitens Blizz/M$, nur an dem Zustand in D4 was DLSS/FG angeht, hat sich nix verändert...

        Rührt das allgemeine Desinteresse an an dieser unrühmlichen Situation vom generellen Desinteresse an D4? Oder betrifft das nur eine (zu) kleine Zahl an Usern (die mit RTX4xxx-Grafikkarten im Rechner)...? Ich kann mich in etlichen anderen Fällen an unvergleichlich größeren Aufruhr wegen fehlender/mangelhafter/erst nachgereichter DLSS/FG-Unterstützung erinnern... Immerhin wurden ja bis vor Kurzem die Änderungen mit Season 4 ja noch stark gelobt, das Gameplay sei nahezu komplett überarbeitet und fühle sich fast nach einem komplett neuen Spielerlebnis an usw. (aus eigener ERfahrung weicht die anfängliche BEgeisterung durch Season 4 aber schnell der gewohnten ERnüchterung durch Grind und Daily-Farming, so wie vor Season...)
      • Von BlackyRay Freizeitschrauber(in)
        Zitat von ΔΣΛ
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        So etwas ähnliches habe ich mir auch schon einige male gedacht, es wird meiner Meinung nach viel zu sehr auf Schatten Wert gelegt. Wenn es kein Spiel ist wo Licht und Schatten wichtig sind um die Atmosphäre angemessen darzustellen, zum Beispiel Dead Space, reduziere ich meist die Qualität in den Einstellungen, da ich nur selten den unterschied feststellen kann - aber es die Leistung verbessert.
        Ich finde nach der texturschärfe ist schattendetailgrad und auflosung die zweitwichtigste einstellung die ich niemals freiwillig reduzieren würde... Leider ist sie aber auch dementsprechen performancelastig
        Zitat von s3dr1ck1
        Ganz toll, erst arbeitet man jahrelang daran, Schatten in Spielen scharf zu bekommen und jetzt braucht man ne 2000 € GPU, damit man scharfe Schatten bei spielbaren FPS wieder weichzeichnen kann. Ganz großes Kino.
        Der springende punkt ist, dass die schatten nicht weichgezeochnet werden sondern detailgetreu wiedergegeben....
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        "Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist klar fragwürdig, doch wer die Leistung hat, kann das Raytracing bedenkenlos einschalten."

        Betonung auf "Kosten-Nutzen-Verhältnis".
        Mit einer starken GPU wohl kein Problem, aber ist das wirklich die höheren Stromkosten wert?
        Wohl eher nicht...
      • Von Tamrocko Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wie die meisten Raytracing implementierungen für die Tonne. Der Otto Normalverbraucher wird da keine bessere Grafik erkennen.
      Direkt zum Diskussionsende
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