Diablo 4 (Beta): Auch unter Linux tut sich dank Proton die Hölle auf [Guide für Steam Deck oder Linux-PC]
Diablo 4 lässt sich nicht nur unter Windows spielen, sondern läuft dank einer angepassten Version der Proton-API von Valve auch problemlos unter Linux. Dabei reichen einige wenige einfache Schritte aus, um das Action-Rollenspiel von Blizzard auf dem Steam Deck oder einem Linux-PC spielen zu können. Die Redaktion von PCGH erklärt, wie das funktioniert.
Zur Erinnerung: Heute Abend gegen 21 Uhr läuft die Beta für D4 aus.
Diablo 4 lässt sich nicht nur unter Windows spielen, sondern läuft dank einer angepassten Version der Proton-API von Valve auch problemlos unter Linux. Dabei reichen einige wenige einfache Schritte aus, um das Action-Rollenspiel von Blizzard, das am 6. Juni erscheinen soll, auf dem Steam Deck oder einem Gaming-PC mit einer geeigneten Linux-Distribution über den Steam-Client spielen zu können.
Diablo 4 auf Steam unter Linux spielen
Im Rahmen dieses Guides erläutert die Redaktion von PCGH, wie Spieler ohne die entsprechenden Vorkenntnisse das kommende Diablo 4 auf Steam unter Linux spielen können und was es bei der Einrichtung zu beachten gilt. Wie die Anleitung verständlich und Schritt für Schritt demonstriert, ist die Umsetzung eines solchen Vorhabens weitaus einfacher zu realisieren als gemeinhin immer angenommen wird.
Doch zuerst einmal müssen auch die entsprechenden Grundvoraussetzungen geschaffen werden, damit das Projekt "Diablo 4 unter Linux spielen" auch ein voller Erfolg werden kann. Die Zutatenliste ist nicht besonders lang, denn Spielen unter Linux ist mittlerweile bei weitem kein Hexenwerk mehr.
Was braucht Diablo 4 unter Linux?
Die Grundvoraussetzung, um Diablo 4 unter Linux spielen zu können, ist eine aktuelle Linux-Distribution mit frischen Softwarepaketen. Im Idealfall setzen Spieler auf eine Distribution mit fortlaufendem Releasezyklus, ein sogenanntes Rolling Release.
"Ein Rolling Release mit aktuellsten Softwarepaketen ist in aller Regel die erste Wahl für das Spielen unter Linux."
Die nachfolgenden Distributionen haben sich für das Spielen unter Linux bestens bewährt und verdienen sich daher eine Empfehlung.
Distributionen für das Spielen unter Linux:
- Pop!_OS, Website
- Drauger OS, Website
- EndeavourOS*, Website
- openSUSE Tumbleweed, Website
- Fedora Workstation, Website
- Manjaro Linux, Website
- Arch Linux*, Website
- Nitrux, Website
*) nur für versierte Anwender zu empfehlen.
Welche Desktop-Umgebung dabei zum Einsatz kommt, ist für das Spielen unter Linux nicht von Belang und dementsprechend reine Geschmackssache. Auf dem neuesten Stand sind die modernen Desktops KDE Plasma, Gnome, Xfce und Cinnamon.
Voraussetzungen für das Spielen unter Linux:
- Eine aktuelle Linux-Distribution
- Aktuelle Softwarepakete und Bibliotheken
- Eine aktuelle Version des freien Grafikstacks Mesa 3D
- Der neueste Steam-Client mit aktueller Proton-API
- Aktuelle Grafiktreiber von AMD oder Nvidia
- Die neueste Version von Wine-API
- Ein aktueller Linux-Kernel
Insbesondere der Steam-Client und die damit ausgelieferte Proton-API, der freie Grafikstack Mesa 3D, die Wine-API und der DirectX-zu-Vulkan-Übersetzer "DXVK" sollten in einer aktuellen Version vorliegen. Um neueste Hardware wie beispielsweise den AMD Ryzen 7 7800X3D oder die Nvidia Geforce RTX 4090 zu unterstützen, sollte auch ein aktueller Betriebssystemkernel mit an Bord sein.
"Der Steam-Client inklusive der Proton-API, der freie Grafikstack Mesa 3D, die Wine-API und DXVK sollten aktuell sein."
Im letzten Schritt muss das System noch speziell für Diablo 4 angepasst werden, was aber auch mit einigen wenigen Handgriffen erledigt ist.
Battle.net installieren und Proton für Diablo 4 anpassen
Um Diablo 4 auf Steam unter Linux spielen zu können, muss nach der Installation des Steam-Clients zuerst einmal die Online-Spieleplattform Battle.net installiert werden. Im Anschluss sind folgende Schritte notwendig, um die unter anderem auch für Diablo 4 angepasste Version der Proton-API Proton GE Custom herunterzuladen.
Battle.net installieren und Proton anpassen:
- ProtonUp-Qt herunterladen
- Proton GE auf die Version 7-53 aktualisieren
- Die Installationsdatei (Setup.exe) von Battle.net in Steam hinzufügen
- Proton GE 7-53 im Steam-Client unter Einstellungen → Kompatibilität auswählen
- Abschließend noch die Setup.exe ausführen und Battle.net installieren
- Battle.net und anschließend Diablo 4 starten
Die Website GamingOnLinux hat dazu ein kleines Video-Tutorial veröffentlicht, welches demonstriert, wie schnell und einfach Battle.net und Diablo 4 auf dem Steam Deck oder einem Linux-PC konfiguriert werden können und einsatzbereit sind.
Die angepasste Version von Proton bringt zudem weitere Vorteile, wie FSR für alle Spiele, eine verbesserte Unterstützung für Anti-Cheat-Engines wie EasyAntiCheat und BattleEye sowie zahlreiche Spiele-Patches und Wine-Aktualisierungen, mit und kümmert sich zudem um die Aktualisierung von Mesa 3D und DXVK.
Ihre Meinung ist gefragt!
Was halten Sie vom Spielen unter Linux? Ist das freie Betriebssystem für Sie eine Alternative, oder setzen Sie lieber auf Windows 10 und Windows 11? Die Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Zum Kommentieren müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier registrieren.

ohne angst vor System Updates. Was es möglich macht geliebte Klassiker wieder zu beleben.
Ich habe z.B. erst letztens TES III Morrowind und läuft auf Anhieb ohne Probleme.
Und egal ob der Client oder das Spiel ein Update bekommen hat, es lief immer ohne Probleme weiter. Du stellst Dir das glaube ich falsch vor. Ein Update muss nicht extra angepasst werden. Es ging bei mir im letzten Jahr wo ich Diablo 3, Immortal und Diablo 4 spielte nie etwas kaputt, auch wenn der Client oder das Spiel ein Update bekam.
Windows 11 versucht stärker dich zu zwingen ein Online Konto zu machen.
Ohne zum Beispiel eine Email mit falschem PW anzugeben, was Windows dir als Notnagel dann doch offline Konto ermöglicht, wüsste ich nicht wie man daran vorbeikommt.
Würde mich nicht wunderen wenn Windows 12 dann tatsächlich nur mit Online Konto gehen würde.
Soweit ich weiß steht "nur" die Plausible Vermutung im Raum das in TPM eine Hintertür sein kann.
Das sofern es bei der Vermutung bleibt es trotzdem für viele ein Grund sein kann eine alternative zu Windows zu suchen ist klar, nur solange Fertig PCs mit Windows kommen, fast jeder Windows hat und Linux nicht 100% identisch nutzbar ist werden die meisten im Endeffekt wohl doch bei Windows bleiben.
Das vor 10 Jahren das anders aussah, ist richtig.
Grade für Spieler hat sich in den letzten Jahren einiges getan.
Was Gimp und nur ein Fenster betrifft müsste dir wer anders was sagen, da ich Gimp nicht wirklich nutze.
Ich habe auch unter Windows so gut wie nie ähnliche Programme genutzt und weiß daher nicht was in Linux oder Windows anders oder gleich ist.
Mich stört mehr der TPM Zwang, zwar schreiben die irgendwas auch das man es Deaktivieren kann aber sogleich auch das es zu Problemen führen könnte. Und TPM ist nun mal eine riesen Sicherheitslücke und gegen die Datenschutzverordnung.
Ein Glück wenn ich jetzt lese das unter Linux das kein Problem ist. Vor über 10 Jahren hatte ich mich mit Linux auseinander gesetzt da hatte ich so meine Probleme, insbesondere auch Wine zu installieren. Auch das mit den Fenster management ich empfand die größer als bei Windows das ich sehr störend empfand. Und das immer nur ein Fenster angezeigt wurde wenn ich mich richtig noch erinnere bei Gimp nicht so wie bei Windows. Ich werde bei Windows 10 auch noch nach Supportende nutzen bis zum bitteren Ende. Werde wohl davor schonmal ein zweit Rechner bzw. diesen hier da Ende 2024 ein neuer Rechner geplant ist. Dann wieder Linux installieren und mich neu damit auseinander setzen, werde dann wohl wieder Debian nutzen oder eine Linux Distru das auf Debian passiert. Da das sehr bekannt ist und ich ein großer Fan davon früher und heute bin.
Ich bin ja der Meinung das Microsoft sich mit Windows 11 und den TPM Zwang sich viele Nutzer vergrault. Ich gehe das Risiko jedenfalls nicht ein. Habe dazu Recherchiert das sind Hintertüren wo Geheimdienste/Regierungen Zugriff auf den Rechner bekommen. Wenn die das, dann sind das einfache Hindernisse für Profi Hacker. Nur ein Idiot erkennt diese Risiken nicht! Wenn jemand meint das es ihm egal ist und nichts zu verbergen hat. Wenn mehr Türen geöffnet sind, heißt es auch deutlich größere Risiken das Bankkonten, Webseitenkonten von fremden kontrolliert werden kann. Das eine führt zum anderen.
Hoffentlich bekommt Linux deutlich mehr aufmerksamkeit, den Microsoft ist ein elendiges Unternehmen wo den Untergang verdient. Auch wenn mein Wunsch nicht in erfüllung gehen wird weil das zu viele Geldmittel hat.