Diablo 2 auf Steam: Klassiker überrascht mit hohen Spielerzahlen und guten Nutzerwertungen
Diablo 2: Resurrected erzielt auf Steam bessere Bewertungen als Diablo 4 und erreicht teils ähnliche Spielerzahlen. Der Klassiker punktet mit klarer Progression und zeigt, wie relevant etablierte Spielsysteme weiterhin sind.
Mit der Veröffentlichung der Diablo 2: Resurrected - Infernal Edition auf Steam hat ein über zwei Jahrzehnte alter Titel bemerkenswerte Aufmerksamkeit erhalten. Die Neuauflage des Action-Rollenspiels erzielt auf der Plattform deutlich positivere Nutzerwertungen als der direkte Nachfolger Diablo 4. Gleichzeitig zeigen aktuelle Statistiken, dass sich selbst die Spielerzahlen beider Titel zeitweise auf ähnlichem Niveau bewegen.
Klassiker auf Augenhöhe
Diablo 2: Resurrected basiert auf dem im Jahr 2000 erschienenen Original und kombiniert dessen Spielmechanik mit einer technisch modernisierten Präsentation. Die Infernal Edition profitiert aktuell von der Erweiterung "Reign of the Warlock" und der Steam-Deck-Verifizierung. Außerdem loben die Spieler die stabile Performance und die klassische Struktur des Loot- und Progressionssystems. Viele Fans schätzen vor allem die klare Itemisierung, das anspruchsvolle Endgame und die langfristige Motivation durch wiederholbare Runs.
Bildergalerie
Im direkten Vergleich fällt auf, dass der jüngste Vertreter der Serie trotz moderner Grafik, Live-Service-Ansatz und regelmäßiger Updates nicht automatisch höhere Akzeptanzwerte erzielt. Die Bewertungen auf Steam spiegeln unterschiedliche Erwartungen wider. Während Diablo 4 für seine audiovisuelle Inszenierung und Story gelobt wird, kritisieren Teile der Community unter anderem Balancing-Entscheidungen, Monetarisierung und saisonale Anpassungen.
Auch Diablo 3 bleibt relevant
Interessant ist zudem der langfristige Blick auf die Marke. Auch Diablo 3 verzeichnet laut Aussagen von Blizzard via Eurogamer weiterhin eine beachtliche Spielerbasis, obwohl der Titel bereits 2012 erschienen ist. Das deutet darauf hin, dass ältere Serienteile durch etablierte Spielsysteme und kontinuierliche Pflege durchaus in der Lage sind, eine auffallend große Zahl an Spielern dauerhaft zu binden.
Die nahezu vergleichbaren Spielerzahlen von Teil 2 und Teil 4 der beliebten ARPG-Reihe auf der Spieleplattform von Valve unterstreichen, dass Nostalgie allein den Erfolg nicht erklärt. Vielmehr scheint die Spielmechanik des Klassikers weiterhin relevant zu sein. Für Blizzard ergibt sich daraus ein klares Signal, dass Kernsysteme wie Itemisierung, Charakterentwicklung und Endgame-Struktur entscheidend für die langfristige Bindung sein könnten. Diablo 2: Resurrected zeigt mit dem aktuellen Hoch, dass ein technisch modernisierter Klassiker auch im Wettbewerb mit aktuellen Blockbustern bestehen kann.
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D4 wird immer wieder mit über lange Zeit gereiften Titeln verglichen und muss plötzlich alles richtig machen, bei den anderen wird wohlwollend darüber hinweggesehen.
D2R hat nach Release auch innerhalb kürzester Zeit 90% der Spieler verloren....
D4 gehts sehr gut....
Ein neuer Akt bedeutet mehr XP auf einem Durchlauf, neue Quests mit Questbelohnungen (die natürlich auch wichtig sein müssen im Sinne von Statuspunkten, Fertigkeitspunkten, Widerständen, Sockeln whatever sonst machts keiner) und so weiter.
Nun ist das Balancing von D2LoD aber nach all der Zeit derart gut dass man irre sein müsste das anzufassen, insbesondere da Blizzard das offensichtlich nicht mehr kann was sie seit Jahren bei D4 beweisen - da löst nur jeder Patch den nächsten broken Character/Build aus.
Also macht man nur ne neue Klasse in das bestehende Balancingsystem rein, minimal neuer Loot aus Kosmetikgründen das aber nichts kaputtmacht (Warlock-Set), ne optionale Uber-Quest mehr und hat damit zumindest nur... naja, eine broken Klasse (der Warlock ist VIEL zu stark gegenüber den anderen 7 Klassen momentan) statt einem broken Spiel.
Sicherlich haben die eher nicht so guten Klassen auch bestimme Vorzüge, z.B. mehr Flexibilität oder bessere Überlebensmöglichkeiten im HC-Modus. Aber wenn Du so effektiv wie möglich farmen oder PVP machen willst, bist Du mit bestimmen Klassen deutlich besser dran als mit Anderen.
Bei LoD hat man damals das komplette Itemsystem über Bord geworfen, es gab auf einmal sehr viel stärkeres Gear, etliche neue Möglichkeiten durch Runenwört, Crafting, Juwelen und zahlreiche neue Uniques und Sets. Da musste man wirklich neu balancen.
All das wäre mit der Einführung eines neuen Akts nicht nötig, selbst wenn man da durch Quests vielleicht 2 weitere Skillpunkte und einen minimalen Statbonus oder Ähnliches erhält. Ob ein LVL 99 Charakter nun 110 oder 112 Punkte insgesamt ausgeben kann, macht nahezu keinen Unterschied. Das wäre dann ein minimaler Boost für Alle, mehr nicht.
Mal abgesehen davon hätte man das ja auch mit rein kosmetischen Questbelohnungen umgehen können, wie z.B. den Sachen, die man jetzt durch die Achievements freispielen kann. Es gab ja eh immer nur in 1 oder 2 Quests pro Akt eine richtige Belohnung.
Der Warlock ist eh nur aus verkaufsstrategischen Gründen so overpowered. Bin mal gespannt, ob das noch gebalanced wird.
Niemand wollte ein DLC für D2R.
Meiner Meinung nichts anderes als ein Versuch mal wieder positive Presse zu generieren.
Da kann man natürlich nicht eine vergleichbare Preispolitik fahren wie 1999.