Destroy All Humans! im Techniktest: Performante Persiflage mit schicker UE4-Grafik
Wer wollte schon nicht immer einmal als Alien die Menschheit ausrotten? Mit dem Remake des Konsolen-Klassikers Destroy All Humans! (2005) schlüpfen Sie in die Rolle des Extraterrestrischen Crypto-137, der auf Rache sinnt, da die Menschen seinen Bruder Crypto-136 gefangen genommen haben. Technisch entpuppt sich das Remake als komplette Neuauflage, bleibt sich spielerisch jedoch treu. Wir prüfen die Anforderungen von Destroy All Humans! und geben einen Überblick über die Technik.
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Falls Sie's noch nicht wussten: Das originale Destroy All Humans ist bereits 15 Jahre alt und wurde von den Pandemic Studios erschaffen. Das Spiel erschien damals nur für die Playstation 2, Xbox und Xbox 360 - PC-Spieler schauten in die Röhre. Im Rahmen der E3 2019 kündige THQ Nordic schließlich das Remake an, für das der deutsche Entwickler Black Forest Games verantwortlich zeichnet. Bei Destroy All Humans! (2020) handelt es sich um ein komplettes Remake inklusive kleiner Gameplay-Modernisierungen, das vor allem technisch punkten möchte: Das Remake wurde komplett in der Unreal Engine 4 für aktuelle Systeme erstellt und an aktuelle Gewohnheiten angepasst. Das Spiel ist seit dem 28. Juli bei Steam, im Epic Store und DRM-frei bei GoG für schlanke 30 Euro erhältlich. Ob Sie außerdem noch eine neue Grafikkarte und einen neuen Prozessor für die Ausrottung der Menschheit anschaffen sollten, erfahren Sie im PCGH-Techniktest von Destroy All Humans!
Destroy All Humans im Techniktest: Inhalt & Technik
Die Mindestanforderungen des Spiels lesen sich wie ein Relikt aus alten Zeiten, wie die Tabelle beweist. Tatsächlich entpuppt sich Destroy All Humans! im PCGH-Test an verschiedenen Rechnern als ausgesprochen genügsam - obwohl die Grafik mehr als nur ansehnlich ist. Es sind vor allem die Effekte, die schrägen Charaktere und die Lichtstimmung, welche Destroy All Humans! zum Hingucker machen. Als Alien steht man ständig unter Beschuss, kann aber umso effektvoller austeilen: Egal ob per Telekinese, Kettenblitz oder stilecht im eigenen UFO, der außerirdische Protagonist weiß, wie man Menschen angemessen ... destroyed.
| Minimal | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Prozessor | AMD Kaveri A10-7850K oder Intel Pentium Dualcore G3220 | AMD Ryzen 3 1300X oder Intel Core i3-8100 |
| Grafikkarte | Nicht näher benanntes Modell mit mindestens 4 GiB Speicher, Direct-X-11- und Shader Model 5.1 Support | Nicht näher benanntes Modell mit mindestens 4 GiB Speicher, Direct-X-12- und Shader Model 6.0 Support |
| Arbeitsspeicher | 8 GiB RAM | 16 GiB RAM |
| Betriebssystem | Windows 10 x64 (Windows 7 und 8.1 mit weniger Performance) | Windows 10 x64 (Windows 7 und 8.1 mit weniger Performance) |
Die Entwickler bei Black Forest setzen auf Epics Unreal Engine 4, welcher man hervorragende Entwicklungswerkzeuge zuschreibt, sodass auch kleine Teams schnelle Erfolge erzielen können. In diesem Fall haben wir nur wenige Gründe für Kritik an der Technik, denn der einst stockende, nicht besonders effizient laufende Spielemotor befindet sich offenbar auf dem richtigen Weg. Destroy All Humans läuft auf fast allen Grafikkarten und Prozessoren der vergangenen fünf Jahre anstandslos. Dabei verwendet das Spiel nicht einmal die optional von der Engine bereitgestellte DirectX-12-API, sondern setzt noch auf DirectX 11. Prozessorkernauslastung und -performance können sich dennoch sehen lassen - dazu gleich mehr. Raytracing-Effekte oder DLSS-Bildglättung fehlen dem Spiel, wenngleich jedes moderne UE4-Spiel relativ einfach damit ausgestattet werden kann.
Das Grafikmenü bietet auf den ersten Blick alle wichtigen Einstellungen, die sich PC-Spieler wünschen. Darunter befindet sich auch eine explizite Angabe des Tessellationsfaktors für die Umgebung (maximal 8), während die anderen Optionen stringent mit "Ultra" auf der Maximalstufe stehen. Was fehlt, ist ein Schalter für die maximale Bildrate. Diese ist nämlich auf 120 Fps festgetackert - das fällt jedoch erst auf, wenn man, wie wir, Benchmarks anfertigen möchte. Eingriffe in lokalen Konfigurationsdateien brachten keine Besserung, wenngleich dies bei anderen UE4-Spielen (wie Star Wars Jedi: Fallen Order) zum Ziel führt. So kommt es, dass wir im Folgenden nicht die längsten Balken küren, sondern die Frage beantworten, welche Hardware es braucht, um mit konstanten 120 Fps zu spielen.
Quelle: PC Games Hardware
Destroy All Humans: Das Grafikmenü ist nicht üppig, bietet aber alles, was das Herz begehrt - die Wahl des Framelimits ausgenommen.
Während die Grafik insgesamt hübsch und flüssig ist, offenbaren sich bei genauerem Hinsehen ein paar Störfaktoren. Diese sind alle auf die "Screenspace-Natur" der Unreal Engine 4 zurückzuführen: Nicht nur Spiegelungen und Ambient Occlusion, sondern auch Teile der Schatten werden als Screen-Space-Effekte generiert. Diese lassen sich recht bequem und speicherschonend auf der GPU berechnen, sind aber naturgemäß sehr instabil. Befindet sich ein Objekt vor einer Reflexion (SSR) oder besagten Schatten (SSS), erfolgt die Darstellung nur teilweise. Dieses Problem haben traditionell mittels Shadow-Maps erzeugte Schatten, welche in der Welt von Destroy All Humans ebenfalls vorkommen, nicht, allerdings kosten diese mehr Speicher auf der Grafikkarte. Das relativ auffällige Level-of-Detail-System verstärkt die ungewollte Dynamik bei der Grafikdarstellung. Insgesamt hätte dem Spiel eine "Epic"-Detailstufe mit erhöhter Präzision und Sichtweite gut getan, denn die Performance dafür ist auf den meisten Gaming-Rechnern zweifellos vorhanden.
Als Spross der aktuellen Unreal Engine verwundert es nicht, dass Destroy All Humans! alle gängigen und auch exotischere Bildformate unterstützt. Die Einblendungen (HUD) werden dabei ordnungsgemäß an den jeweiligen Bildschirmrand geschoben. Ein breiteres Sichtfeld gegenüber 16:9 bringt im Spiel klare Vorteile.
Nun, da die Technik beleuchtet ist, wird es höchste Zeit für die Prozessor- und Grafikkarten-Benchmarks. Diese finden Sie in voller Schönheit auf der nächsten Artikelseite.


Ich weiß auch schon gar nicht mehr, was ich überhaupt spielen soll. Eins nach dem anderen. Wenn man 3, 4 Spiele gleichzeitig spielt, auch wenn es verschiedene Genres sind, verpasst man dabei mit großer Wahrscheinlichkeit die Chance sich auf 1 Spiel komplett einzulassen. Das ist dann doppelt schade, denn einerseits ist es schade um die Arbeit der Entwickler und andererseits verpasst man möglicherweise ein großartiges Spielerlebnis.
Ich habe das Spiel jetzt ca. 3 Stunden gespielt.
Macht spaß als Spiel ohne Tiefgang für zwischendurch.
Performance ist generell auch gut. Wenn man aber in Gebäuden kämpft und von Gegnern das Gehirn "untersucht"
kann der grüne Effekt zwischen sich und dem Opfer viel BIldfläche einnehmen und auf tatsächlich auch auf die Performance gehen.
Das mit den Screenspace Reflektionen ist mir besonders bei Wasserflächen extrem aufgefallen.