Gamescom 2010: Der Herr der Ringe - Der Krieg im Norden angespielt

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Mit Herr der Ringe - Krieg im Norden stellte Warner auf der Gamescom einen weiteren Titel zur Trilogie vor, der im Studio Snowblind entwickelt wird. PC Games Hardware hat sich den Titel angeschaut und verrät Details.

Der Herr der Ringe - Der Krieg im Norden soll ein Action-Rollenspiel werden, welches sich einen Koop-Modus zunutze macht. Entwickler Snowblind will bis zu drei Spieler gleichzeitig gegen Saurons Streitmächte antreten lassen. Das finale Produkt ist für 2011 geplant.

Der Herr der Ringe - Der Krieg im Norden: Präsentation
Ian Scott, Producer beim Entwickler Snowblind, präsentiert auf der Gamescom einen neuen Level, den man bisher noch nicht zu Gesicht bekommen hat. Dieses Mal verschlägt es uns in ein Waldgebiet, das in den westlichen Ausläufern des Nebelgebirges liegt. Wer sich in Der Herr der Ringe auskennt: Das Gebiet ist dem sehr ähnlich, in dem Boromir am Ende des Gefährten-Films stirbt.

Im Spiel wird es drei Klassen geben, die alle mit verschiedenen, aufwertbaren Skills ausgestattet sind: Zwergen-Krieger, Elf-Späher und Mensch-Magier. Jede Klasse hat eine spezielle Fähigkeit, die sie auszeichnet. Der Elf kann sich den Weg anzeigen lassen, Menschen pflücken Pflanzen und kombinieren diese zu verschiedenen Dingen (Stichwort Crafting), der Zwerg erkennt Schwachstellen in Mauern und liefert so Schätze und alternative Wege. Das ganze Konzept des Spiels ist sehr auf Koop ausgelegt. Während zwei Spieler im Splitscreen-Modus losziehen, wird bei drei Spielern der ganze Bildschirm auf die drei Gefährten verwendet. Nett ist, dass es eine Hop-in-Hop-out-Funktion gibt, also während des Spielens ein- und ausgestiegen werden kann. Es sind auch andere Kombinationen möglich: Zwei Spieler zusammen via Splitscreen und ein Dritter via online an einem vollen Bildschirmformat. Was jedoch nicht möglich ist, ist der Kampf als homogene Gruppe. Es ziehen immer ein Krieger, ein Späher und ein Magier ins Feld. Drei Magier oder andere Kombinationen sind nicht möglich.

Kritisch kann man die Brutalität im Spiel betrachten: Ganz untypisch geht es sehr gewalttätig zu. Es spritzt Blut, es fliegen Gliedmaße und es gibt Finishingmoves, die eine Enthauptung zelebrieren. Zum einen ist das nicht nötig und zum anderen häufen sich die Finishingmoves schon nach kurzer Zeit und werden langweilig. Grundsätzlich orientiert sich das Kampfsystem an klassischem Hack-&-Slay. Passend dazu auch "tonnenweise Loot", wie der Hardcore-RPG-Spieler sagen würde, also aufsammelbare Gegenstände; Diablo lässt grüßen.

Im finalen Kampf der Demonstration kämpft Ian Scott gegen einen Oger. Das Gefecht sieht nett aus und erfordert Geschick. Häufiger Wechsel zwischen Nah- und Fernkampf sowie die Arbeit als Team sind gegen einen solchen großen Gegner das A und O.

Der Herr der Ringe - Der Krieg im Norden: Fazit
Der Herr der Ringe -Der Krieg im Norden sieht ordentlich aus, ist aber kein grafischer Meilenstein. Besonders stark ist die Koop-Komponente, die viel Spaß machen könnte und die sich mit dem Wechsel zwischen den drei Klassen deutlich unterschiedlich spielt. Das Diablo-System mit viel Action und Bergen von Loot treiben den Sammler- und Jägerinstinkt an. Zudem profitiert der Titel von der mächtigen Lizenz und der so erschaffenen Atmosphäre. Ärgerlich ist, dass es bisher beim stumpfen Hack-&-Slay des Diablo-Systems blieb. Etwas mehr hätte man sich gerne gewünscht. Zudem dürfte es den ein oder anderen stören, dass man nicht mit freien Klassenkombinationen in die Schlacht ziehen kann. Die Story spielt parallel zum Ringkrieg, was dazu führt, dass sie schwer einschätzbar wird. Das kann durchaus schiefgehen, wie wir meinen.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von roobsi Kabelverknoter(in)
        @Azrael_SEt: Ein Maiar aus Valinor und kein Mensch.

        Vom Spiel bin ich nicht begeistert. Ein Adler würde sich nie dazu herablassen, irgendnen beliebigen Magier rumzufliegen. Gandalf ist und bleibt ein Einzelfall.
        Schade, was alles den Namen Herr der Ringe tragen darf.
      • Von roobsi Kabelverknoter(in)
        @Azrael_SEt: Ein Maiar aus Valinor und kein Mensch.

        Vom Spiel bin ich nicht begeistert. Ein Adler würde sich nie dazu herablassen, irgendnen beliebigen Magier rumzufliegen. Gandalf ist und bleibt ein Einzelfall.
        Schade, was alles den Namen Herr der Ringe tragen darf.
      • Von Manny G. Freizeitschrauber(in)
        Geil das will ich ist genau mein Geschmack!
      • Von Azrael_SEt PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von r3mPicard
        Tolkien würde sich bei dieser Verwurstung seines Meisterwerks im Grab umdrehen. Menschen-Magier, das ist so absurd.

        Und was war Gandalf dann für eine Rasse?

        Grafik: Wen kümmerts wenn das Spiel ne gute Mechanik hat und der Koop ordentlich balanciert ist.

        Koop: Woooooooooooooooooooooootttttttttttttttttttttt OMFG ROFL FTW Bin ein absoluter Koop-Suchti. Kane & Lynch in einer Party mit nem Kumpel durchgespielt. Diablo 2 gesuchtet, Titan Quest, Gears of War, Left 4 Dead und was es sonst noch so gibt. Mit Koop kann man nix falsch machen

        Story: Relativ egal solange etwas Spannugn aufkommt. Muss ncihtmal direkt mit den Filmen/Büchern verknüpft sein.
      • Von r3mPicard Kabelverknoter(in)
        Tolkien würde sich bei dieser Verwurstung seines Meisterwerks im Grab umdrehen. Menschen-Magier, das ist so absurd.
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