Cyberpunk 2077 Phantom Liberty: Leistungsaufnahme zwischen 38 und 223 Watt - 60 CPUs überprüft

Parallel zum größten CPU-Benchmark-Test von PCGH gibt es für Cyberpunk 2077 Phantom Liberty erstmals eine große Analyse der Leistungsaufnahme von Prozessoren. Welcher Prozessor wird die meisten Fps pro Watt liefern und welche CPU weist die höchste, durchschnittliche Leistungsaufnahme unter Last auf?

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Cyberpunk 2077 Phantom Liberty: Leistungsaufnahme zwischen 38 und 223 Watt - 60 CPUs überprüft
Quelle: Erzeugt mit Midjourney

Ein Titel, der so hohe Anforderungen an den Prozessor stellt, ist auch aus Sicht der Leistungsaufnahme des Prozessors spannend. Die Last, die auf den Kernen erzeugt wird, liegt bei CPUs mit weniger als sechs Kernen bei nahezu 100 Prozent, was einer Volllast-Situation entspricht, wie sie selten in einem Spiel zu sehen ist. Wir haben bei jedem CPU-Benchmark, der aus drei Messungen besteht, bei einem Durchlauf die Leistungsaufnahme mithilfe eines externen Tools (Elmorlabs PMD) mit aufgezeichnet. Die Ergebnisse, die Sie unterhalb der Zeilen sehen, sind immer der Mittelwert einer solchen Messung. Wir fragen die Daten während des 20-sekündigen Benchmarks einmal alle 20 Millisekunden ab. Pro Benchmark ergibt sich damit ein Mittelwert aus 100 Abfragen. Software-Analysen basieren meist aus Abfragen, die nur alle 500 bis 1.000 Millisekunden abfragen. Das unterstreicht die Genauigkeit, mit der wir hier vorgehen. Nach den absoluten Werten folgt die Analyse der errechneten Fps pro Watt einer jeden CPU. Ein Prozessor, der hier weit oben steht, eignet sich am besten für alle, die ihren Spiele-PC effizient halten möchten.

Cyberpunk 2077 Phantom Liberty: Durchschnittliche Leistungsaufnahme aller 60 CPUs

Eine Spanne von 38 bis 223 Watt können wir selten in einem Spiel beobachten. Wir haben jedoch auch selten so viele Datensätze zur Verfügung. Alle Prozessoren im Test laufen so, wie der Hersteller es vorgesehen hat, dazu gehören auch die TDP- und Power-Limits. Das macht einen Vergleich sehr spannend. Aufgrund der sehr hohen CPU-Last, die zwar aus der Sicht der Performance positiv zu gewichten ist, ergibt sich beim Spielen eine vergleichsweise hohe Leistungsaufnahme eines jeden Prozessors. Das Feld führt von unten ein Core i9-13900K an, der durch seine vielen Kerne kein Kostverächter ist. Sämtliche P- und E-Kerne geben Vollgas und ohne das Anheben der Limits, was Intel mit Alder Lake eingeführt hat, würden die Kerne deutlich niedriger takten; Grund: die TDP, die bei Intel auch das reguläre Power-Limit angibt, beträgt bei dieser CPU nur 125 Watt. So ähnlich ergeht es auch den anderen Core i7- und i9-Prozessoren von Intel, in den Top 5 der durstigsten CPUs findet sich jedoch auch eine von AMD, nämlich der 16-Kerner Ryzen 9 7950X. Dessen 16 Kerne geben ebenfalls Vollgas und zeigen auf, dass Spieler mit einer erhöhten Leistungsaufnahme des Gesamt-PCs rechnen müssen, wenn sie sich einen Vielkerner zum Spielen kaufen. Im Bereich um 100 Watt tummeln sich viele ältere Modelle, etwa ein Ryzen 9 3900XT oder Core i7-10700K.

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Spannend ist der Vergleich über mehrere Generationen hinweg. So weist ein Ryzen 7 1800X unter anderem einen Wert von 82 Watt auf, der vom deutlich schnelleren Ryzen 7 5800X3D, der ebenfalls über acht Kerne verfügt, mit 80 Watt geschlagen wird. Dieser wird wiederum vom ebenfalls viel leistungsfähigeren Ryzen 7 7800X3D mit 64 Watt unter Last deutlich geschlagen. Bei Intel finden sich solche interessanten Sprünge höchstens in der Mittelklasse, so ist etwa ein Core i5-13400F mit 77 Watt deutlich sparsamer und schneller als ein Core i5-11600K, obwohl viel mehr Kerne verbaut sind. Insgesamt sollten Sie sich darauf einstellen, dass Ihr Netzteil ausreichend Energie liefert, denn in Cyberpunk 2077, egal ob mit oder ohne den DLC Phantom Liberty, wird nicht nur die Grafikkarte, sondern auch der Prozessor bis aufs Äußerste ausgelastet. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme ist das Eine, doch wie sieht es mit der Effizienz aus? Das zeigt unsere große Aufbereitung der Fps pro Watt einer jeden CPU.

Cyberpunk 2077 Phantom Liberty: Fps pro Watt aller 60 CPUs im Test

In diesem Benchmark stellen wir die gemessene Leistungsaufnahme einer jeden CPU der festgestellten Leistung gegenüber. Wenn Sie einen der Werte mit der Leistungsaufnahme im Benchmark darüber multiplizieren, erhalten Sie die durchschnittlich erreichte Bildrate. Prozessoren, die möglichst viele Bilder pro Sekunde berechnen und dabei möglichst wenig verbrauchen, stehen in dieser Liste weit oben. Keine Frage, es konnte nur eine CPU geben, die dieses Feld mit Abstand anführt: AMDs Ryzen 7 7800X3D. Dahinter reihen sich die anderen X3D-CPUs ein, mit einer Ausnahme: Der kleine Ryzen 5 7600 stellt sich selbstbewusst auf das Siegertreppchen, muss sich jedoch mit der Silbermedaille begnügen. Auffällig ist, dass auf den ersten zehn Plätzen nur Prozessoren von AMD stehen. Erst dann kann Intel mitreden, nämlich mit dem Core i5-13400F, dicht gefolgt vom ebenso effizienten, jedoch viel langsameren Core i5-10400F. Dafür ist unter anderem der von CD Projekt Red implementierte AMD-Patch verantwortlich, denn dieser sorgt (endlich) dafür, dass AMD-Prozessoren die Leistung auf die Straße bringen, die sie von Anfang an sollten.

Ansonsten tummeln sich sehr viele Prozessoren in der Fps-pro-Watt-Mittelklasse zwischen 0,6 und 0,8 Fps pro Watt. Bei Intel zeigt sich, dass leistungsfähigere CPUs selten effizienter arbeiten, was man den non-X3D-Prozessoren von AMD jedoch auch vorwerfen kann. Generell setzen Intel und AMD den Effizienz-Gewinn, den sie durch eine verbesserte Fertigung erhalten, nicht in Stromsparmaßnahmen um, sondern in erhöhte Leistung. Einzig die CPUs mit 3D-V-Cachen weichen davon ab, jedoch liegt der "Fehler" hier im Design: durch den Cache dürfen die Kerne schlicht nicht so hoch takten, weil eine zu hohe Spannung sonst den Cache beschädigen könnte. AMD hat also nicht bewusst die effizienteste CPU gebaut, sondern durch Zufall. Gleichwohl glänzen gerade die CPUs mit 3D-V-Cache in Cyberpunk 2077, vor allem jetzt, wo AMD-Prozessoren dank des AMD-Fix endlich richtig ausgelastet werden.

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    • Kommentare (76)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pitzah Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ja ich hatte eine andere Szene, aber das beiseite.
        Ich habe nun selber 7800X3D vs. 13700K getestet, natürlich nicht so professionell wie Ihr.

        Sowohl über OSD als auch über die Steckdose gemessen, hab ich einen Unterschied von ca. 40-70 Watt.
        Rest vom Test findet man auf CB.

        Der 7800X3D bleibt natürlich King in dem Spiel, bei mir waren es 12 fps mehr bei 50 Watt weniger.
        Aber mein 13700K hat sich nicht schlechter als mein 5900X geschlagen, der hat da auch seine 110-120 genuckelt.
      • Von Pitzah Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ja ich hatte eine andere Szene, aber das beiseite.
        Ich habe nun selber 7800X3D vs. 13700K getestet, natürlich nicht so professionell wie Ihr.

        Sowohl über OSD als auch über die Steckdose gemessen, hab ich einen Unterschied von ca. 40-70 Watt.
        Rest vom Test findet man auf CB.

        Der 7800X3D bleibt natürlich King in dem Spiel, bei mir waren es 12 fps mehr bei 50 Watt weniger.
        Aber mein 13700K hat sich nicht schlechter als mein 5900X geschlagen, der hat da auch seine 110-120 genuckelt.
      • Von Karotte81 BIOS-Overclocker(in)
        Puh, zum Glück nicht Letzter!
      • Von Drayygo BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von wurstkuchen
        Der Test ist irreführend. Man muss den Intel ja nicht mit 223 laufen lassen. Im Grunde ist der Test hier einfach nur ein Test dafür, wieviel eine CPU ziehn kann. Das Problem ist, dass das Spiel einfach alle Kerne volle Pulle zieht ohne dass das in deutlich besseren FPS resultiert. Das ist ja jetzt nun kein Problem von Intel CPUs, sondern von dem schlecht programmierten Spiel. Man kann aber genausogut auch einfach PPT limitieren von seiner Intel CPU wenn man damit eh nur spielt.
        Die Aulastung sämtlicher Kerne (und ein Zugewinn an Leistung) ist also für dich ein Zeichen eines schlecht programmierten Spiels? Interessant. Bist du StarCraft - Spieler?
      • Von sandworm Software-Overclocker(in)
        Zitat von wurstkuchen
        Der Test ist irreführend. Man muss den Intel ja nicht mit 223 laufen lassen. Im Grunde ist der Test hier einfach nur ein Test dafür, wieviel eine CPU ziehn kann.
        Du hast natürlich ein Stück weit recht, man kriegt in etwa einen Vorgeschmack was einen in Zukunft z.B. mit einer RTX 5090 oder RTX6090 unter Verwendung von noch moderneren Engines die noch mehr Kerne auslasten können in etwa erwartet.
      • Von wurstkuchen BIOS-Overclocker(in)
        Der Test ist irreführend. Man muss den Intel ja nicht mit 223 laufen lassen. Im Grunde ist der Test hier einfach nur ein Test dafür, wieviel eine CPU ziehn kann. Das Problem ist, dass das Spiel einfach alle Kerne volle Pulle zieht ohne dass das in deutlich besseren FPS resultiert. Das ist ja jetzt nun kein Problem von Intel CPUs, sondern von dem schlecht programmierten Spiel. Man kann aber genausogut auch einfach PPT limitieren von seiner Intel CPU wenn man damit eh nur spielt.
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