Cyberpunk 2077 v2.0 im Benchmark: Linux hängt Windows mit einem Ryzen 5 7600 und einer Radeon RX 6700 XT ab [Update]
Nachdem erste Benchmarks von Cyberpunk 2077 v2.0 die Runde gemacht hatten, in denen eine speziell an Spieler adressierte Linux-Distribution das dystopische Action-Rollenspiel deutlich besser beschleunigen konnte als Windows 11, hat PCGH jetzt die Probe aufs Exempel gemacht. Auf einem AMD Ryzen 5 7600 sowie einer Radeon RX 6700 XT bewahrheiten sich die bisherigen Erkenntnisse: Linux ist signifikant schneller!
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Die Ausgangslage
Wie schneidet Linux eigentlich im Vergleich mit Windows 11 in Cyberpunk 2077 v2.0 und Cyberpunk 2077: Phantom Liberty ab?
Diese Frage stellte sich nicht zuletzt auch der YouTube-Kanal "Maximum Fury", welcher die beiden Betriebssysteme auf seinem PC mit Ryzen 5 5600 und Radeon RX 5700 XT gegeneinander antreten hat lassen .
In diesen Benchmarks konnte das an Spieler adressierte Nobara Linux 38, über das auch die Redaktion von PCGH bereits mehrfach berichtet hat, auf einem unveränderten Testsystem mit Zen 3 und RDNA 1 bis zu 31 Prozent mehr Bilder pro Sekunde generieren als Windows 11.
Quelle: Maximum Fury
Nobara Linux 38 vs. Windows 11 in Cyberpunk 2077 v2.0
Die Voreinstellungen
Für die PCGH ein Grund mehr, den "freien" Brückentag vor dem Tag der Deutschen Einheit zu nutzen und einmal die Probe aufs Exempel zu machen. Das Vorhaben sollte nicht in einen riesigen Benchmark-Marathon ausufern, sondern die Rahmenbedingungen, welche der YouTube-Kanal angesetzt hatte, bestmöglich nachbilden. Diese sahen wie folgt aus:
Cyberpunk 2077 v2.0
- Preset: Ultra
- Texturen: Hoch
- Auflösung: Full HD
- Raytracing: Deaktiviert
- AMD FSR 2.0: Deaktiviert
- Darstellung: Vollbild
Der Fokus lag hierbei darauf, die reine Rasterleistung zu ermitteln, die unter Linux und Windows zur Verfügung gestellt werden kann. Angesichts dessen blieben sowohl Raytracing als auch Upscaling-Technologien wie AMD FidelityFX Super Resolution ("FSR") 2.0 gänzlich außen vor. Die Benchmarks wurden in Full HD mit 1.920 × 1.080 Pixeln durchgeführt.
Die Testkonfiguration
Um das System des YouTube-Kanals bestmöglich, wenngleich bei der CPU und der Grafikkarte jeweils eine Generation aktueller, nachzubilden, kam für die Benchmarks die nachfolgende Konfiguration zum Einsatz:
- AMD Ryzen 5 7600 @ OC
- AMD Radeon RX 6700 XT @ UV
- 16 GiByte DDR5-6000 CL32-38-38-96
- Windows 11 Professional x64
- Nobara Linux 38
Der YouTube-Kanal setzte bei seinen Benchmarks auf einen AMD Ryzen 5 5600 sowie eine AMD Radeon RX 5700 XT. Sowohl unter Windows 11 Professional als auch unter dem neuen Build von Nobara Linux 38 kam eine frische Installation zum Einsatz. Der Prozessor wurde mittels Curve Optimizer leicht übertaktet, während die Grafikkarte ein äußerst dezentes Undervolting erhielt. Das Ziel bestand darin, die Benchmarks des YouTube-Kanals nachzuprüfen und wenn möglich entsprechend validieren zu können.
Quelle: Maximum Fury
Nobara Linux 38 vs. Windows 11 in Cyberpunk 2077 v2.0
Laut den Erhebungen des YouTube-Kanals soll Cyberpunk 2077 v2.0 unter Nobara Linux 38 auf einem AMD Ryzen 5 5600 und einer AMD Radeon RX 5700 XT mit durchschnittlich 31 Fps mehr laufen als unter Windows 11 und auch die Min.-Fps sollen deutlich höher liegen. Die Benchmarks der PCGH-Redaktion bestätigen diese Werte beinahe eins zu eins.
Die Benchmarks in Full HD
In den von PCGH erhobenen Benchmarks zeichnet Cyberpunk 2077 v2.0 unter Nobara Linux auch auf einem AMD Ryzen 5 7600 und einer AMD Radeon RX 6700 XT ein ähnliches Bild und ist in Full HD fast 30 Prozent schneller unterwegs als unter Windows 11. Auch hier kam das Ultra-Preset mit hochauflösenden Texturen ohne Raytracing und FSR 2.0 zum Einsatz.
Ähnlich wie in den Benchmarks des YouTube-Kanals kann Cyberpunk 2077 v2.0 auch in den PCGH-Benchmarks unter Nobara Linux 38 um rund 28 Prozent bei den durchschnittlichen Fps zulegen, während die Min.-Fps um rund 22 Prozent zulegen können. Doch woran könnte das liegen und wie begründet sich der beachtliche Leistungszuwachs? Der Autor wagt eine vorsichtige Analyse auf Basis der erhobenen Ergebnisse.
Die Benchmarks in WQHD [Update]
Wie versprochen, hat die PCGH-Redaktion zusätzliche Benchmarks in WQHD ("1440p") mit 2.560 × 1.440 Bildpunkten durchgeführt - das sind die Ergebnisse:
Die Benchmarks in 4K/UHD [Update]
Wie versprochen, hat die PCGH-Redaktion zusätzliche Benchmarks in 4K/UHD ("2160p") mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten durchgeführt - das sind die Ergebnisse:
Um überhaupt noch auf einigermaßen spielbare Frameraten zu kommen, kam für den Benchmark in 4K/UHD die Upscaling-Technologie AMD FidelityFX Super Resolution 2.0 im Quality-Preset zum Einsatz.
Die Analyse
Weshalb erzielt dieselbe Kombination aus Mittelklasse-CPU und Mittelklasse-Grafikkarte unter Nobara Linux 38 ein dermaßen besseres Ergebnis in Cyberpunk 2077 v2.0? Die Erklärung hierfür ist vielschichtig und hat gleich mehrere Gründe.
- Der durchschnittliche Speicherverbrauch unter Windows liegt bei 8,5 bis 9,5 GiByte
- Der durchschnittliche Speicherverbrauch unter Nobara Linux liegt bei 6,0 bis 7,5 GiByte
- Gemessen an den lediglich 16 GiByte RAM ein erheblicher Vorteil für Nobara Linux 38
- VKD3D v2.10 und die Vulkan-API arbeiten dabei deutlich effizienter als DirectX 12
- Mesa 3D v23.3.0 und der Vulkan-Treiber RADV arbeiten ebenfalls effizienter
Außerdem scheinen die insbesondere an Spieler adressieren Kernel-Optimierungen von Nobara Linux 38 und die experimentellen und optimierten Softwarepakete Proton GE Custom, Wine GE Custom und Proton Wine einen positiven Einfluss auf die Leistung zu haben. Auch in Starfield konnte Nobara Linux 38 bereits überzeugen und mit Windows 11 mithalten.
Der Autor wird in den nächsten Tagen noch weitere Benchmarks in WQHD ("1440p") und 4K/UHD ("2160p") auf diesem Testsystem durchführen und diese anschließend entsprechend ergänzen.
Hinweis: Anmerkungen, Tipps und Verbesserungsvorschläge seitens der Community aus dem PCGHX-Forum nimmt die Redaktion von PCGH jederzeit gerne entgegen und dankt für den Support.
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irgendwie ironisch)
Jo eben. Und der Standardnutzer hat eben keine Ahnung.
Ich glaube einige hier müssten mal ein paar Tage an die Front des Level-1 IT-Support geschickt werden, dann würde klar werden wie niedrig die Latte beim Standardnutzer eigentlich liegt.
Auf 43% der Linux-Systeme, auf denen Steam installiert ist, ist SteamOS installiert.
Quelle: https://store.steampowere...
Heißt umgekehrt, dass ca. 60% normale Linux-Rechner mit verschiedenen Distributionen sind. Das Steam Deck ist ja auch erst kürzlich auf dem Markt. Steam unterstützt Linux auch erst seit ca. 10 Jahren und am Anfang gab es nur Dota 2 und CS:GO für Linux. Mittlerweile laufen ca. 80% der Top 1000 Spiele auf Steam einwandfrei auf Linux. Und ca. 17% laufen bereits irgendwie und lassen sich in Zukunft noch zum Laufen bringen.
Edit: Und ich weiß auch dass, vor dem Steam Deck der Linuxanteil auch schon auf knapp 1% gewachsen war.
Aber nicht 99%
Die Arbeiten an Proton im Vorfeld für einen SteamDeck-Release waren auch schon spürbar.
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Ich z.B. hatte zu dem Zeitpunkt einen kaputten PC und brauchte Ersatz in einem vollkommen preisabsurden Markt.
Also wurde es kein neuer PC mit GraKA, sondern ein Laptop. Ein hinreichend guter für Unterwegs mit langer Batterielsaufzeit sollte her. (Dell hab ich zu diesem Zeitpunkt aufgrund meines sich auflösenden Alt-Dell-Laptops schon gehasst. Und ich hatte gute Erfahrungen mit einem Linux Mint auf einem alten Tinker-ThinkPad T400) Ich habe mich dann für einen Tuxedo-Laptop entschieden. Hauptsächlich für mobil, Banking, emails und evtl. light gaming unterwegs.
Zack, Steam drauf und rumprobiert. Erstaunlich gut auf Anhieb. Es wurde immer besser und der tweaking-Aufwand immer weniger ...
Irgendwann habe ich dann für mich entschieden, dass die Spiele, die ich so spiele alle auf Linux laufen und ich keinen Grund mehr habe für Windows und einen Umstieg von Win7 auf 10 auf 11 und die ganzen anderen Sachen, die mich an Microsoft immer mehr nerven ...
Und so kam es -als die Preise langsam wieder runter gingen-, dass ich meinen neuen PC zusammenstellte und getrost Linux für ein Gaming Rigg draufspielte, ohne parallele Windows-Install (ich hab früher schon mal Double-Boot gehabt ... war nicht gut und dem Lernen im Umgang mit einem OS abträglich. Am Ende hängt man doch wiieder nur auf eiiniem OS rum, weil man nicht ständig hin- und herbooten will).
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Aber lange Rede, kurze Privat-Geschichte ... ich vermute, dass es schon vielen so ging, dass Gaming die letzte Hürde darstellte, die sie noch notgedrungen an Windows fesselte; und als die mehr und mehr wegbröckelte sie umgestiegen sind oder vermehrt auch auf Linux spielten ungeachtet des SteamDecks.
Natürlich macht das SteamDeck den Löwenanteil im Zuwachs der Steam-Statistik aus. Sieht man auch mit der Korellation zum Release-Zeitpunkt. Plus Werbeffekte und Awareness: Experimentierfreudige, die aufgrund der positiven Meldungen und Rezensionen sich dann auch wagten oder auszuprobieren.
Deren Anteil wird auch in ein paar Prozent da drin aufgehen.
Von daher ist es witzig, dass MacOS oft als "nicht für Gamer" bezeichnet wird, wo der Kern dieses Betriebssystems der gleiche ist, der die gamerigste aller Gamerkonsolen antreibt.
Es ist unixoid, aber kein Unix kein BSD und schon garkein FreeBSD.
Auch bei PS5 wissen wir's nicht genau. PS4 war OrbisOS und das wurde abgeleitet von FreeBSD. Wieviel Eigenentwicklung dann da reinfloß? Und PS5 ist undisclosed. Es steht zu vermuten, dass es eine Weiterentwicklung von Orbis ist, jedenfalls kann man noch Überbleibsel von Orbis finden. Die Exploits aus FreeBSD, die auf PS5 angewandt wurden, stehen als starke Indizien für eine Kernel-Beziehung.
Gleich sind sich diese OS jedoch nicht. Auch nicht "unter der Haube".
Es sind keine VW Golfs die man mal rot und mal gelb anstrich und dem einen breite Reifen und dem anderen einen dickeren Auspuff verpasste.
Aussage war "Cyberpunk läuft auf Hardware nahe am Limit so viel schneller auf Linux, als auf Windows".
Es ist ein interessantes Ergebnis, das weiterer Betrachtung und Auswertung bedarf.
Generell spielen Codeoptimierungen, gute Implementierung und Software allgemein heute eine größere Rolle, als die Hardware selbst. Von daher wird schon lange vermutet dass OpenSource Vorteile bei der Entwicklung und Optimierung gegenüber ClosedSource hat.
Lichtblicke und Anhaltspunkte gab es immer mal wieder. Natürlich schwierig zu verallgemeinern, wenn der Großteils der Software auf Windows hin entwickelt und optimiert wurde.
Ich glaube, wir erreichen so langsam einen Zustand in dem Hardware stark genug und die Abhängigkeit zu einem speziellen Betriebssystem immer weiter erodiert.
Und dieses Ergebnis ist ein weiteres "Indiz" ein Anhaltspunkt, kein harter Beweis oder genereller Status Quo.
Ich behaupte also gar nicht, dass sich der Apple Kernel nicht für Spiele eigne, sondern es gibt schlicht so gut wie keine Spiele für Mac und dass sich das ändert, wurde in letzter Zeit eher unwahrscheinlicher als wahrscheinlicher.
ARM funktioniert grundsätzlich anders, als x86.
Apple strebt absolute Kontrolle über ihren Walled-Garden an.
Die meisten Spiele werden mit Windows und x86 im Fokus Entwickelt und die Kontrolle und Schranken durch Apple machten es unattraktiv auf deren Hardware hin zu entwickeln (außer im Mobilsektor bei Casual games).
-> Jetzt wo die Idee mit dem Trasnlationlayer von Wine Schule macht und durch Valve getrieben immer besser Funktioniert, zeigen sich auch erste Erfolge bei Mac, trotz des eingeschränkten Support und low-Prio durch Apple Spiele ohne großen Portierungsaufwand lauffähig zu bekommen.
Die Hardware und Software gäbe es eigentlich her.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] du sagst es ja schon: in der Theorie. Die muss jetzt erst mal umgesetzt werden und praktische Erfolge verbuchen. Die Zukunft liegt in den Abstraction-Layern - oder weitergesponnen: in der Virtualisierung
At both: