Starfield unter Linux im Benchmark: Nicht nur unter Windows geht es für Spieler auf zu den Sternen

Nicht nur unter Windows geht es für Rollenspieler in Starfield auf zu den Sternen, wie erste aussagekräftige Linux-Benchmarks von PCGH jetzt belegen. In einer insbesondere auf Spiele optimierten Linux-Distribution wie Nobara Linux können die Avg-Fps und 1-%-Low-Fps mitunter sogar höher ausfallen als unter Windows 11. Das Weltraum-Rollenspiel läuft dabei auf einem AMD Ryzen 9 5950X sowie einer Nvidia Geforce RTX 3090 stabil und performant.

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Starfield unter Linux im Benchmark: Nicht nur unter Windows geht es für Spieler auf zu den Sternen
Quelle: Bethesda

Starfield unter Linux?

Starfield unter Linux? Kein Problem, denn das epische Weltraum-Rollenspiel läuft dank Proton problemlos unter dem freien Betriebssystem und Steam.

PCGH hat entsprechende Benchmarks mit einem Ryzen 9 5950X und einer nach wie vor schnellen Geforce RTX 3090 (OC) sowie der neuesten Version der Gaming-Distribution Nobara Linux vorgenommen und dabei herausgefunden: Starfield und Linux überzeugen im Zusammenspiel.

Das Testsystem im Detail

Das zum Einsatz kommende Testsystem basiert wie Eingangs bereits erwähnt auf einem AMD Ryzen 9 5950X und einer Geforce RTX 3090 (OC), welche von 64 GiByte DDR4-3600 und einer CAS-Latenz von 16 Taktzyklen (CL16-16-16-32) flankiert werden. Die Steam-Bibliothek und damit auch Starfield finden sich auf einer Corsair Force MP600 mit 1 TiByte Speicher wieder und werden über einen Phison PS5016-E16 mittels PCIe 4.0 x4 angebunden.

Anmerkung: Der AMD Ryzen 9 5950X wurde mittels Curve Optimizer optimiert, während die Nvidia Geforce RTX 3090 mit OC und bis zu 2.050 MHz arbeitet. Die 64 GiByte DDR4-3600 laufen mit einer CAS-Latenz von 16 Taktzyklen sowie stark optimierten Sub-Timings.

Das Betriebssystem im Detail

Wie bereits bei vorherigen Linux-Benchmarks vertraut PCGH auf den neuesten Build der insbesondere an Spieler adressierte Gaming-Distribution Nobara Linux 38, welche auf dem bekannten Linux-Betriebssystem Fedora Workstation 38 basiert.

In der neuesten Version Nobara Linux 38 ("Thirty Eight") lassen der Chefentwickler und die Community weitere Optimierungen für das Spielen unter Linux einfließen und machen die aktuelle Referenz für Linux-Gaming so noch ein wenig besser und performanter.

  • Linux 6.4.15
  • Mesa 3D v23.1.7
  • Gstreamer v1.22.5.0
  • Proton GE Custom v8-14
  • Wine GE Custom v8-14
  • Gnome v44.4.0

Auf dieser Basis hat PCGH die entsprechenden Benchmarks zu Starfield in Full HD ("1080p"), WQHD ("1440p") und 4K/UHD ("2160p") durchgeführt und die Avg-Fps und 1-%-Low-Fps in den Weiten des Weltraum-Rollenspiels von Bethesda erhoben.

Linux schlägt Windows in Benchmarks

Das Testsystem, welches als Dual-Boot-Konfiguration mit dem jeweils aktuellsten Build von Nobara Linux 38 und Windows 11 Pro for Workstations läuft, musste sich in Full HD ("1080p"), WQHD ("1440p") und 4K/UHD ("2160p") beweisen und lieferte dabei unter Linux eine leicht bessere Performance als unter Windows 11 Pro for Workstations ab.

Anmerkung: Tatsächlich ist das von uns als Grafikkarten-Benchmark auserkorene Gebiet das mit Abstand unbarmherzigste, das wir bei unserer Tour durchs All zu Gesicht bekamen. Auch die anderen Gebiete auf Jemison, darunter die Stadt und das übrige Umland, laufen flüssiger.

Beobachtungen zu Starfield unter Nobara Linux

Während der Benchmark-Session und den anschließenden rund 2 bis 3 Spielstunden mussten keinerlei Abstürze oder Bugs verzeichnet werden, die insbesondere auf den Einsatz von Linux als Gaming-Plattform zurückzuführen wären. Das stark optimierte Nobara Linux 38 mit dem neuesten experimentellen Proton GE Custom v8-14 sowie dem neuesten freien Grafikstack Mesa 3D v23.1.7 macht bisher einen sehr performanten und stabilen Eindruck und kann erfreulicherweise absolut problemlos mit Windows 11 Pro von Microsoft mithalten.

Starfield auf dem Steam Deck

Wie der für seine fundierten Handheld-Tests bekannte YouTube-Kanal "ETA Prime" demonstriert, schlägt sich Starfield mit minimalen Details auch auf dem Steam Deck mit SteamOS ganz passabel. Stabile 30 Bilder pro Sekunde können durchaus angepeilt werden.

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Dank 720p, minimalen Grafikdetails und AMD FidelityFX Super Resolution ("FSR") 2 und einem auf 30 Bilder pro Sekunde eingestellten Frame-Limiter läuft das riesige Weltraum-Abenteuer mit vergleichsweise stabilen 30 Fps auf dem Handheld-PC. In anspruchsvollen Szenen wiederum sind noch Einbrüche auf bis zu 15 Fps zu verzeichnen, heißt es im Test.

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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] wenn's um die Performance von Starfield allgemein geht - im Vergleich zu außerhalb von Linux, musst Dich glaub mit Deinem Kollgene Oliver Jäger abstimmen

        Dem habe ich gerade den Hinweis auf Moore's Law is Dead's 4 Tage altes Video geschickt, indem er über sein Kontakte in der Industrie herausgefunden haben will, in welchem traurigen Zustand der Starfield-Code von Bethesda noch Anfang 2023 angeblich war, wie Nvidia den Aufwand anscheinend unterschätzte aber auch keine Resourcen bereitstellte und diese lieber in KI steckte, wie AMD gerade mal so mit Fokus auf die eigene Hardware das Spiel laufähig bekam, dass es wohl keine Behinderung oder Absprachen gegen DLSS gab und dass man Bethesda-typisch noch lange am Spiel rumfixen wird.
        (Ich denek da immer an die inoffiziellen Community-Patches vergangener Bethesda-Spiele, die Fehler in der Engine und Spiel-Code angingen - passend dazu ja auch obige Hinweise aus den VKD3D-Anpassungen zur Speicheradressierung)
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] wenn's um die Performance von Starfield allgemein geht - im Vergleich zu außerhalb von Linux, musst Dich glaub mit Deinem Kollgene Oliver Jäger abstimmen

        Dem habe ich gerade den Hinweis auf Moore's Law is Dead's 4 Tage altes Video geschickt, indem er über sein Kontakte in der Industrie herausgefunden haben will, in welchem traurigen Zustand der Starfield-Code von Bethesda noch Anfang 2023 angeblich war, wie Nvidia den Aufwand anscheinend unterschätzte aber auch keine Resourcen bereitstellte und diese lieber in KI steckte, wie AMD gerade mal so mit Fokus auf die eigene Hardware das Spiel laufähig bekam, dass es wohl keine Behinderung oder Absprachen gegen DLSS gab und dass man Bethesda-typisch noch lange am Spiel rumfixen wird.
        (Ich denek da immer an die inoffiziellen Community-Patches vergangener Bethesda-Spiele, die Fehler in der Engine und Spiel-Code angingen - passend dazu ja auch obige Hinweise aus den VKD3D-Anpassungen zur Speicheradressierung)
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Sieht so aus als könnte Starfield in absehbarer Zeit noch performanter unter Linux werden, da ettliche Probleme und Unzulänglichkeiten über den Translation-Layer Proton/Wine bzw. VKD3D angegangen werden können.

        Quellen:
        1.) Gardiner Bryant : "Starfield follows in Bethesda's tradition of broken game engines" (Youtube)
        2.) GamingOnLinux : "VKD3D-Proton v2.10 brings various game fixes, DirectStorage additions and lots more"
        3.) Github : vkd3d-proton v2.10 - Workaround Starfield memory corruption issue
      • Von Flatline00 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Kondar
        ?
        Wichtiger ist doch die erst einmal das es unter Linux läuft.
        Das es dann nicht langsammer oder gar irgendwie läuft ist auch gut zu wissen.
        Aber das es schneller als Windows läuft ist doch super.
        Jep speziell aber das die Min-FPS so gut sind.

        Bei mir waren schon öfter mal Spiele was die Avg-FPS betrifft gleich gut oder sogar etwas besser unter Linux aber bei der Min-FPS war bei mir bisher immer Windows besser.
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
        Zitat von Legalev
        das ist schon eine gewaltiger Unterschied.
        Bin ja fast der Meinung von Biblischen Ausmaß wie man heut zu Tage oft hört.

        1-2 Fps bei so niedrigen Gesamt Fps macht das Kraut nicht Fett
        ?
        Wichtiger ist doch die erst einmal das es unter Linux läuft.
        Das es dann nicht langsammer oder gar irgendwie läuft ist auch gut zu wissen.
        Aber das es schneller als Windows läuft ist doch super.
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Zitat von Flatline00
        Mir ist schon bewusst das es RT Kernel gibt oder gepatchte (hab vor einiger zeit mal den Liquorix Kernel gehabt) aber genau sowas meinte ich damit, hätte wohl ehr von dem identischen Kernel sprechen sollen.
        Ja, wenn der Kernel identisch ist, wird in der Regel nur Glibc und der Grafiktreiber benutzt. Die eine oder andere Bibliothek vielleicht noch, aber vermutlich ist Proton nahezu abgekapselt mit allen nötigen Bibliotheken und läuft selbst auch nur auf Glibc und dem Grafiktreiber (also in der Regel Mesa-Vulkan/OpenGL-Bibliothek + GPU-Treiber im Kernel).
        Insofern ist der exakte Kernel und die exakte Mesa-Bibliothek die eigentliche Abhängigkeit vom Spiel, sonst nichts.

        Allerdings können beide mit verschiedenen Parametern kompiliert sein. Die Vulkan-Treiber könnten z.B. mit verschiedenen LLVM-Versionen kompiliert sein, manche Features (z.B. Raytracing) könnten angeschaltet worden sein, die zum Zeitpunkt des Kompilierens noch standardmäßig abgeschaltet waren. (In der neuesten Mesa-Version ist Raytracing aber standardmäßig auch aktiv - nur zur Vollständigkeit.)
        Und es kann auch sein, dass Mesa ohne Support für die Hardware-Decodierung/Encodierung von H.264/H.265 kompiliert wurde, aus lizenzrechtlichen Gründen im Bereich USA.
      Direkt zum Diskussionsende
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