Cyberpunk 2077: Streit um gebannte VR-Mod zwischen Schöpfer und Community eskaliert
Mitte Januar hatte CD Projekt eine VR-Mod für Cyberpunk 2077 vom Netz nehmen lassen. Mittlerweile eskaliert ein Konflikt zwischen dem Schöpfer und der Community, die damit begonnen hat, die bezahlpflichtige Software kostenlos zu verbreiten.
Entwickler Luke Ross stellt seit mehreren Jahren kostenpflichtige Software bereit, die es Fans erlaubt, etliche ihrer Spiele in VR zu erleben. Das Framework unterstützt dabei Titel wie Elden Ring, Days Gone oder Far Cry, die von offizieller Seite keine entsprechende Unterstützung erhalten. Schon seit 2022 lässt sich so auch Cyberpunk 2077 in VR spielen. Doch Mitte Januar war die Mod plötzlich von der Patreon-Webseite des Entwicklers verschwunden. CD Projekt hatte das Angebot auf Grundlage des Digital Millennium Copyright Acts ("DMCA") entfernen lassen.
Entwickler sieht keine Urheberrechtsverletzung
Ross sieht jedoch keine Urheberrechte verletzt, da es sich bei seiner Software "nicht um ein abgeleitetes Werk oder Fan-Inhalte" handele. Sie unterstütze "eine große Anzahl von Spielen, die auf verschiedenen Engines basieren, und enthält absolut keinen Code und keine Assets" aus dem geistigen Eigentum von CD Projekt. Dennoch beharrt der Publisher darauf, dass die Mod nicht weiter kostenpflichtig vertrieben werden dürfe, da dies gegen die Nutzungsbedingungen verstoße. Nur wenn Ross seine Arbeit unentgeltlich zur Verfügung stelle, dürfe er seine Software weiter anbieten.
Auch wenn Ross einen solchen Schritt nicht kategorisch ausschließt, gibt er zu bedenken, dass das einen enormen Aufwand für ihn bedeuten würde. "Meine Software unterstützt über 40 Spiele und verschiedene völlig unterschiedliche Engines, was die Erstellung einer Version, die speziell nur Cyberpunk 2077 unterstützt, zu einer nicht gerade trivialen Aufgabe macht", so der Schöpfer.
Nutzer "raubkopieren" die Software
Manche Mitglieder der Community sind jedoch frustriert über das momentane Fehlen der Mod. Laut einigen Kommentaren in sozialen Medien sei Ross ein "gieriger kleiner stolzer Mann", der mit seiner Software über Jahre hinweg 20.000 US-Dollar pro Monat verdient habe. Das sei genug. Sie geben Ross die Schuld an der aktuellen Situation und nehmen die Angelegenheit laut dem Entwickler jetzt in die eigenen Hände.
"Menschen, die Angst haben, die VR-Unterstützung für ihre Lieblingsspiele zu verlieren, haben begonnen, die Mod im Internet zu raubkopieren und illegal zu verbreiten. Dabei behaupten sie dreist, dass meine Arbeit nun Freiwild sei und es meine Strafe wäre, dass sie gestohlen wird, dafür, dass ich mich nicht an die Nutzungsbedingungen von CDPR gehalten habe."
— Luke Ross
Dass es noch zu einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts zwischen CD Projekt und Luke Ross kommt, scheint momentan eher unwahrscheinlich. Der polnische Publisher wird wohl nicht von seiner Position abrücken. Ob Ross seine Software für Cyberpunk 2077 irgendwann kostenlos anbieten wird, steht ebenso in den Sternen. Erst einmal steht die Mod aber nicht zur Verfügung - zumindest nicht auf offiziellen Wegen.
Quelle: via IGN

Wie ich mein Buch lese, sollte meine Entscheidung sein und wenn ich bereit bin Geld auszugeben, damit es mehr Spaß macht, z.b. das ichs aufm TV lesen kann, sollte JKR mir das nicht verbieten dürfen, dass ich das nicht darf, nur weil der Anbieter dieser Technik damit Geld verdient.
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