Crusader Kings 3: Coronations-DLC sorgt für Spieler-Frust - Paradox lamentiert: "Es tut so weh ..."

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Crusader Kings 3: Coronations-DLC sorgt für Spieler-Frust - Paradox lamentiert: "Es tut so weh ..."
Quelle: Paradox

Paradox kassiert Kritik: Der Coronations-DLC für Crusader Kings 3 fällt bei Spielern durch. Fehler statt Mehrwert, "Sehr negativ" auf Steam - und selbst die Entwickler zeigen sich reumütig.

Wer Paradox-Spiele spielt, weiß in der Regel, dass diese intensiv mit DLCs versorgt werden - ob Stellaris, Cities: Skylines, Hearts of Iron oder - wie im jüngsten Fall - Crusader Kings 3. Paradox sichert so den Langzeitsupport für die Spiele, doch es gibt auch regelmäßig Probleme. Der Coronations-DLC kommt bei Spielern nicht gut an, und auf Steam sinkt die Zustimmung auf "Sehr negativ".

Das Problem aus Sicht der Spieler: Der fünf Euro teure DLC trägt kaum etwas zur Spielerfahrung bei, bringt aber Fehler mit sich, die vorher nicht vorhanden waren. Im Vergleich zum Mehrwert des DLCs ist das für viele dann doch "ein wenig zu viel des Guten". Selbst die positiven Bewertungen merken durchweg an, dass es sich hierbei um ein Gratis-Update hätte handeln sollen.

"Es tut so weh ..."

Die Lage war so dramatisch, dass sich nun QA-Manager Riad in einem längeren Beitrag auf Steam entschuldigte und feststellte, dass der DLC "nicht dem Standard entsprach, den ihr verdient". Der Grund für den enttäuschenden Inhalt sei, dass das Studio PDS Black einen Großteil der Ressourcen in das Add-on All Under Heaven gesteckt habe, das das Spiel nach Asien erweitert. Dem Spieler mag das egal sein, doch Riad verspricht, dass dies künftig nicht mehr vorkommen solle.

Man zeigt sich reumütig: "Viele von uns im Team, mich eingeschlossen, sind als Fans der Spiele zu Paradox gekommen. Euch bei Veranstaltungen zu treffen (zuletzt in Visby!), eure Geschichten zu hören und zu sehen, wie viel euch Crusader Kings 3 bedeutet, macht diese Arbeit so sinnvoll. Deshalb tut es so weh, wenn wir so einen Mist bauen. Wir nehmen euer Vertrauen nicht als selbstverständlich hin, und ich möchte mein Bestes tun, um sicherzustellen, dass wir es zurückgewinnen."

Das Problem bei Paradox dürfte jedoch zunehmend sein, dass man auf den Langzeitsupport der Spiele setzt und damit auch auf die Hardcore-Fans angewiesen ist. Und die mussten zuletzt mehr als eine Kröte schlucken - sei es bei Stellaris, Cities: Skylines 2 oder Bloodlines 2. Darauf weisen Fans ebenfalls hin: Es sei nicht das erste Mal bei Crusader Kings 3 und auch nicht das erste Mal im Paradox-Universum, so die Gegenseite. "Guter Wille ist NICHT unendlich", schließt einer ab.

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Quellen: Steam #1, Steam #2

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Ich habe nur 230 Stunden in Crusader Kings 3, deswegen ist mein Eindruck vielleicht nicht komplett, aber er ist, dass neue Mechaniken das Spielgeschehen teils viel zu sehr kapern. Allgemein ist CK schon immer recht kleinteilig zu spielen und man muss sich um allen möglichen Kleinkram kümmern, auch wenn man schon ein großer Kaiser ist. Dann nervt es schon eher, wenn sich dann auf einmal gefühlt alles nur noch um Epidemien dreht, auch wenn die Mechanik an sich natürlich gut ins Setting passt und auch nicht mal wirklich schlecht ist. Aber gibt halt nicht ab und zu mal eine, sondern es laufen durchgehend mehrere.

        Bei Stellaris hatte ich beide Probleme nie so sehr, nur der Astral-Planes-DLC ist halt durch die übermächtigen, astralen Flotten komplett gamebreaking, was leider nie angegangen wurde.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Ich habe nur 230 Stunden in Crusader Kings 3, deswegen ist mein Eindruck vielleicht nicht komplett, aber er ist, dass neue Mechaniken das Spielgeschehen teils viel zu sehr kapern. Allgemein ist CK schon immer recht kleinteilig zu spielen und man muss sich um allen möglichen Kleinkram kümmern, auch wenn man schon ein großer Kaiser ist. Dann nervt es schon eher, wenn sich dann auf einmal gefühlt alles nur noch um Epidemien dreht, auch wenn die Mechanik an sich natürlich gut ins Setting passt und auch nicht mal wirklich schlecht ist. Aber gibt halt nicht ab und zu mal eine, sondern es laufen durchgehend mehrere.

        Bei Stellaris hatte ich beide Probleme nie so sehr, nur der Astral-Planes-DLC ist halt durch die übermächtigen, astralen Flotten komplett gamebreaking, was leider nie angegangen wurde.
      • Von Hofnaerrchen Software-Overclocker(in)
        Paradox' Geschäftsmodell zielt schlicht und einfach darauf ab so viel Kohle wie möglich aus ihren "Kunden" (Cashcows) zu ziehen... da ist Qualität der Produkte nebensächlich, solange es Profit generiert.
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Schinken
        Nein, das ist und war nie das Problem.
        Ich hab alle DLCs für Stellaris, EU4, CK3...
        Kein Schwein bezahlt 700€ für die DLCs. Alle sind regelmässig 50, 80 oder 90% rabattiert.
        Zufem hat sich an der DLC Politik an sich nichts geändert und früher hats auch keinen gejuckt der die Spiele mag.
        Das Problem ist die sinkende Qualität. Wie es auch im Artikel steht.
        Das Problem ist verspieltes Vertrauen. Lange erarbeitet und umso schneller zerschlagen.
        Vertrauen verspielt man dann, wenn der Kunde nicht mehr im Mittelpunkt steht, sondern das Ausquetschen diesen.
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von G4mest3r
        Die Quittung für die überbordenden Monetarisierungsstrategien, Werbung, Preissteigerungen und Qualitätsminderungen kommt.
        Ein Pendel schwingt nicht ewig nur zu einer Seite.

        Viele haben sich evtl. schon einmal ein durchaus gutes Basisspiel geholt und ihren Beitrag beim ein oder anderen DLC geleistet. Aber nach 40 DLC's, einem "Gesamtwert" von über 700 € für eine Kompletterfahrung und nirgends eine Complete-Edition oder DLC-Collection zum fairen Preis nach Jahren in Sicht ...
        Nein, das ist und war nie das Problem.
        Ich hab alle DLCs für Stellaris, EU4, CK3...
        Kein Schwein bezahlt 700€ für die DLCs. Alle sind regelmässig 50, 80 oder 90% rabattiert.
        Zufem hat sich an der DLC Politik an sich nichts geändert und früher hats auch keinen gejuckt der die Spiele mag.
        Das Problem ist die sinkende Qualität. Wie es auch im Artikel steht.
        Das Problem ist verspieltes Vertrauen. Lange erarbeitet und umso schneller zerschlagen.
      • Von Drake802 Freizeitschrauber(in)
        Nach dem mir der erste Androiden DLC von Stellaris entzogen wurde, um ihn mir dann in erweiterter Form wieder zu verkaufen, war der Laden für mich Geschichte! Ist zwar streng genommen legitim, weil ja alles nur noch Nutzungslizenzen sind, das geht mir dann aber trotzdem zu weit!

        Seit dem rangiert Paradox bei mir noch unter EA.
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