Coronakrise: Diese Handydaten übermittelt die Deutsche Telekom an das RKI [Update]
Jetzt aktualisiert: Die Deutsche Telekom hat auf Twitter veröffentlicht, welche anonymisierten Daten an das Robert-Koch-Institut übermittelt werden. Bereits zum zweiten Mal sind Handydaten verschickt worden, um Bewegungsmuster erstellen zu können. Bereits seit Jahren verkauft die Telekom diese Datensätze.
Aktualisierung vom 25.03.2020
Wie die Deutsche Telekom gegenüber Heise mitteilt, wird die Tochterfirma Motionlogic geschlossen. Motionlogic ist bislang für die Erstellung und den Verkauf der sogenannten Massenstatistiken zuständig, die unter anderem an das Robert-Koch-Institut geliefert werden. Wie die Deutsche Telekom selbst veröffentlicht hatte, wurden anonymisierte Handydaten seit dem Jahr 2015 an Firmen verkauft. Einen Zusammenhang mit der aktuellen Übermittlung der Daten an das RKI soll es nicht geben.
Original-Artikel vom 25.03.2020
Um die Infektionswege genauer simulieren zu können, bekommt das Robert-Koch-Institut anonymisierte Handydaten der Deutschen Telekom. Nun hat das Bonner Unternehmen via Twitter bekanntgegeben, wie so ein anonymisierter Datensatz aussieht. Laut Auskunft des Telekommunikationsanbieters werden solche Massenstatistiken mit anonymisierten Handydaten seit dem Jahr 2015 an andere Unternehmen verkauft. Diese Datensätze sind jeweils von der Bundesdatenschutzbehörde freigegeben, so die Telekom. Die Schwarmdaten sind vergleichbar mit einer Wärmebildkamera. Je roter die Farbe, desto mehr Menschen halten sich dort auf. Wie die Deutsche Telekom betont, soll es damit nicht möglich sein, Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ziehen.
Mit Schwarmdaten gegen die Ausbreitung des Coronavirus
Im Kampf gegen Covid-19 übermittelt die Telekom diese Handydaten anonymisiert an das Robert-Koch-Institut, nun bereits zum zweiten Mal. Es geht dabei darum, wie viele Leute sich an welchen Orten aufhalten. Hierbei werden immer 30 Personen zu einem Datensatz aggregiert. Eine Standort-Ortung mit Kontaktdaten soll es jedoch weiterhin nicht geben. Entsprechende Planspiele vom Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, wurden nicht in die Tat umgesetzt. Die Pläne von Wieler und der Regierung, die Standortdaten auch für die Ermittlung der Kontaktpersonen zu nutzen, bezeichnet ein Sprecher der Telekom wörtlich als "Unfug".
Auch in Österreich werden Handydaten des Telekommunikationsanbieters A1 anonymisiert an die Regierung übermittelt, wie die Kollegen von Golem berichten. In Deutschland gibt es bislang knapp 33.000 infizierte Personen laut Daten der John Hopkins University. 159 Menschen sind infolge von Covid-19 hierzulande gestorben. Weltweit ist das Coronavirus bisher in 170 Ländern aufgetreten.
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Fakten zur Übermittlung anonymisierter Handydaten an das Robert-Koch-Institut:
- Die Deutsche Telekom hat nun zum zweiten Mal anonymisierte Handydaten an das RKI gesendet. Dies soll dazu dienen, die Infektionswege genauer simulieren zu können im Kampf gegen das Coronavirus.
- Wie der Telekommunikationsanbieter auf Twitter schreibt, seien die übermittelten Schwarmdaten vergleichbar mit dem Bild einer Wärmebildkamera und würden keine Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen.
- Bereits seit dem Jahr 2015 verkauft die Deutsche Telekom solche Massenstatistiken an andere Unternehmen nach einer vorherigen Freigabe durch die Bundesdatenschutzbehörde.
Quellen: Golem, Heise, John Hopkins University, Twitter

Tja, viel Glück, mein "Handy", das Funktelephon, liegt die meiste Zeit zuhause und wird nicht gebraucht, da könnt ihr übermitteln bis ihr schwarz werdet.
Also bin Ich auch ein recht schlechter Daten-Hersteller für die Telekom.
Ist doch eigentlich "quasi" in Ordnung aber nur in diesem Fall, das Daten übergeben werden. "Verkaufen" für/trotz Corona Allerdings...,... naja sie sammeln Daten ja eh immer, warum also von alten Gewohnheiten abweichen, und umsonst zur Krisen-Bewältigung zur Verfügung stellen, und lieber das Geld zu sparen was man durch Kunden locken mit Schein-Almosen von 10GB Zusatzdatenwegen Corona zur Verfügung stellt
Ja gut das mein Handy immer zuhause liegt. Denn die Rohdaten hat der Betreibe trotzdem